Heft 
(1.1.2019) 05
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Titel

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ausländische Eltern, so ihre Einschätzung. Denn die Hilfen greifen in der Regel nur für deutsche Staatsbürger. Wie die Betroffenen zum nötigen Geld kommen, ist nur eine Seite der Beratung. Vielmehr geht es immer wieder darum, überhaupt Licht ins Dickicht bürokrati­schen Gestrüpps zu bringen. Gefragt ist zudem auch manchmalmütterlicher Rat. Etwa beim ProblemWie sag ich es meinen Eltern?. Hier muss Wewetzer dann Fingerspitzengefühl beweisen, wie manches andere Mal auch. Eine wichtige Rolle während der Konsultationen neh­men ebenfalls Fragen des Wohnens und der Kin­derbetreuung ein.

Die Wohnung

Was die jungen Mütter und Väter suchen, sind immer seltener Wohnheimplätze.Das Wohn­geld macht es möglich, dass man in eigene vier Wände zieht. Im Moment haben wir nur 17 Stu­dierende mit Kind in den Wohnheimen unterge­bracht, konstatiert dazu Wewetzer. Der Trend sei eindeutig rückläufig. Diejenigen, die sich dennoch dafür entschieden haben, leben mit ihrem Nachwuchs vor allem im so genannten T1, einem Wohnheim am Uni-Komplex Neues Palais.

Die Betreuung fürs Kind

Das Studentenwerk plant, eine Tagesbetreuung für Kinder von Studierenden einzurichten. Im nächsten Wintersemester soll es damit losgehen. Die Überlegungen sehen vor, dass die Stadt Pots­dam eine Tagesmutter stellt und das Studenten­werk eine Wohnung kindgerecht ausstattet.Wir denken an den Standort Kaiser-Friedrich-Str. 133, verrät die Geschäftsführerin des Studenten­werks Karin Bänsch. Stadt und Studentenwerk arbeiten hier, ähnlich wie beim Begrüßungsgeld, eng zusammen. Und nicht ohne Grund. Die

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Was hat Mutti nur? Ich hab doch alles im Griff.

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Am gleichen Strang

Auch von Seiten studierender Eltern hat es in der Vergangenheit Bemühun­gen gegeben, die ungünstige Situation bei der Kinderbetreuung zu ändern.

Die gemeinsamen Interessen führten zur Gründung der InitiativeInfant Academicus, die der Fachschaftsrat Romanistik in Golm ins Leben gerufen hat. Studentenwerk, Allgemeiner Studierendenausschuss und Initiative arbeiten gemeinsam daran, die geplante neue Kinderbetreuungsmöglichkeit in der Kaiser-Friedrich-Straße zum Erfolg werden zu lassen. Damit dies gelingt, soll eine Plakataktion für Aufmerksamkeit sorgen. Geplant ist eben­

falls eine genaue Bedarfsanalyse.

Red.

Weitere Informationen bekommen Interessierte unter E-Mail:

kita@romanistik.org

Stadt sichert zwar derzeit die Unterbringung der Kinder, doch nicht immer standortgerecht. Das neue Angebot soll nun helfen, lange Wege zu vermeiden. Derzeit laufen die Verhandlungen zwischen Stadt und Studentenwerk über die genauen Modalitäten.Wir kennen den künfti­gen Bedarf nicht, beschreibt Bänsch das Pro­blem. Trotzdem wolle man anfangen. Mit die­sem Service betritt das Studentenwerk Neuland. Freilich nicht ganz unerwartet. Zur Wende hatte

man sechs Kindereinrichtungen aus den Hoch­schulen übernommen, die dann jedoch bald an caritative Vereine beziehungsweise die Kommu­ne übergingen.Damals waren wir uns einig, dass die Entwicklung hin zu ‚Krabbelstuber' oder anderen Formen der Kinderbetreuung füh­ren wird, versichern beide Frauen.An jenem Punkt sind wir jetzt.

PE

Gudrun Wewetzer ist in der Sozialberatungs­stelle Tel.: 0331/3706250 zu erreichen. Ihre Sprechstunden sind dienstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 18.00 Uhr sowie donnerstags von 13.00 bis 16.00 Uhr.

des Studentenwerkes unter

Ruhige Stunden zählen

für die studierenden

Eltern vermutlich zu den

Ausnahmen. Spazier­

gänge dürften zu diesen

Raritäten gehören.

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