Heft 
(1.1.2019) 05
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Ich würde alles genauso noch einmal machen

Dana Oberst entschied sich für den Sohn und gegen das Studium

Sohn Eric hält Dana

Foto: Fritze

Oberst mächtig auf Trab. Mutter zu sein, ist ein

Von 1997 bis 2001 hat die 23-jährige Dana Oberst an der Universität Vollzeitjob, sagt sie.

Potsdam Geowissenschaften studiert und erwartete im siebten Semester ein Kind. Da dieses Studium ein sehr aufwendiges ist, entschloss sie

sich, ihr Kind zu behalten, die Ausbildung aber abzubrechen. Andrea war offensichtlich blauäugig. Denn ein Kind

Benthien fragte für Portal nach den Beweggründen.

Während des Studiums mit 22 Jahren schwan­ger zu werden, ist nicht gerade die Regel. War Ihr jetzt fünf Monate alter Sohn Eric ein Wunschkind?

Oberst: Eigentlich schon. Aber wie das so ist, der Zeitpunkt war denn wohl doch nicht so ganz günstig. Eine Entscheidung gegen das Kind wäre für mich aber nicht in Frage gekommen. Ich habe mir zunächst vorgestellt, einfach weiterzu­machen. Aber die Realität sah dann doch anders aus. Ich hatte die Absicht, ein Jahr zu pausieren und dann das Studium fortzusetzen. Doch das

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kann man nicht einfach abschieben. Für mich kommt auch nicht in Frage, das Kind jetzt schon in die Kindereinrichtung zu geben. Das möchte ich nicht, ich möchte an seiner Entwicklung und an seinen kindlichen Fortschritten teilhaben. So musste ich erkennen: Das mit dem Studium geht nicht! Ich merke jetzt, dass Mutter sein ein Vollzeitjob ist und nicht nebenher erledigt wer­den kann.

Hatten Sie als Studentin Ansprechpartner an der Universität, die Ihnen in Ihnen in Ihrer Situa­tion halfen?

Oberst: Ich habe diese Ansprechpartner in Potsdam nicht gesucht, denn während der

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