Von den Inseln zu den Brücken
„Brandenburger ExistenzGründer im Netzwerk“ nimmt Arbeit auf
BEGIN steht für Brandenburger ExistenzGründer im Netzwerk und ist eine Initiative, an der die Universität Potsdam beteiligt ist. Das Netzwerk erhielt jetzt eine Million Euro Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit ist das Netzwerk erfolgreich aus dem EXIST-Transfer-Wettbewerb hervorgegangen, mit dem das BMBF Initiativen zur Unternehmensgründung an Hochschulen fördert. Das Brandenburger Netzwerk gehört zu den zehn geförderten Regionen, die aus 45 weiteren Bewerbern ausgewählt wurden.
as EXIST-Programm unterstützt Regio
L nen, in denen Hochschulen mit der ILS wirtschaft kooperieren. Mit den Fördergeldern können die Sieger-Regionen in den kommenden drei Jahren ihr Angebot für Studierende, Absolventen und Hochschulmitarbeiter, die ein eigenes Unternehmen gründen, verbessern und ihre Netzwerkaktivitäten ausbauen.
BEGIN ist ein Netzwerk regionaler Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Den Kern des Netzwerkes bilden die Universität Potsdam, die Fachhochschule Potsdam, die Fachhochschule Brandenburg und die
Zukunftsagentur Brandenburg GmbH. Eine Reihe von wissenschaftlichen und kommerziellen Partnern wirken am Projekt mit. Das„Brandenburgische Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung“(BIEM) der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam übernimmt das Projektmanagement.
Die Idee von BEGIiN besteht darin, die bereits gesammelten Erfahrungen bei Existenzgründungen in neue Regionen zu transferieren. Nach dem Leitbild von BEGiN„Von den Inseln zu den Brücken“ sollen diese Erfahrungen das Fundament und den Baustoff der Brücken bilden, die die im Netzwerk bisher entstandenen Wissensinseln zu einer optimalen Gründerlandschaft werden lassen, meint der Prorektor der Uni Potsdam, Prof. Dr. Dieter Wagner. Er ist sich sicher, „dass es mit dem Netzwerk aus regionalen und überregionalen Partnern gelingen wird, die bereits existierenden ‚Inseln der Gründungsförderung’ in der Region durch Brücken übergreifender Synergien und Projekte zu verbinden“.
Mit Hilfe des Netzwerkes sollen das Gründungsklima an den Hochschulen verbessert, die Anzahl der Unternehmensgründungen aus akademischen Einrichtungen gesteigert und damit
Will man Existenzgründer werden, kann der Erfahrungsaustausch nicht früh genug beginnen.
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Foto: Tribukeit
Uni Aktuell
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neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Ziel ist es, eine Kultur der unternehmerischen Selbstständigkeit in Lehre, Forschung und Verwaltung an der Uni zu etablieren. Technologietransfer und Förderung des Potenzials an Geschäftsideen sind weitere Aufgabenfelder. Zu den geplanten Aktivitäten gehört unter anderem die Initiierung des Schülerwettbewerbs„AbusIness“. Schüler lernen dabei unter Anleitung, eine Firma zu managen. In Ergänzung zum Uni-Lehrangebot
ist unter dem Motto„Unternehmer werden— Unternehmer sein“ eine Ringvorlesung„Start up“ geplant. Hier sollen potenzielle Zielgruppen für den Unternehmeralltag sensibilisiert werden. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Ausund Weiterbildung von Gründungsinteressierten. Gedacht ist an ein zielgruppenspezifisches Lehrangebot zur Gründerbefähigung. Das eher theoretisch orientierte Lehrangebot soll um ein praxisorientiertes Modul ergänzt werden. Studierende werden im Rahmen einer Gründerwerkstatt mit der Realität von Gründern und Unter
be
nehmern vertraut gemacht.
Ökonomische Analyse der Stadt
Zum Thema„Regionalökonomische Fragen in einer sozialen Marktwirtschaft: Ökonomische Analyse der Stadt“ fand Mitte Mai 2002 ein mehrtägiges Seminar der Professur für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie, die Prof. Dr. Klaus Schöler an der Uni Potsdam inne hat, und der ökonomischen Fakultät der Universität Opole/Polen in Potsdam statt. Schon seit einigen Jahren kooperieren Wirtschaftswissenschaftler beider Universitäten.
Im Rahmen dieses Seminars beschäftigten sich die Teilnehmer vor allem mit der Herausbildung von Stadttypen als Ergebnis von Planung und Markt sowie dem Einfluss der Marktkräfte und des Staates auf die urbanen Bodenpreise. Diskussionsgegenstände waren ebenso die gesellschafts- und sozialpolitischen Folgen städtischer Siedlungsstrukturen und die aktuelle Situation polnischer und ostdeutscher Städte in der Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft. Dabei erhielten die Teilnehmer einen Überblick über den Stand der sozialökonomischen Stadtforschung bis hin zu aktuellen Trends und möglichen zukünftigen Entwicklungsrichtungen. Ferner fand ein reger Austausch vor allem über Erfahrungen der beiden Städte Potsdam und Opole mit dem gegenwärtigen Transformationsprozess statt, der in beiden Städten in unterschiedlicher Weise die Stadtentwicklung entscheidend bestimmt. Red.
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