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(1.1.2019) 06
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Von den Inseln zu den Brücken

Brandenburger ExistenzGründer im Netzwerk nimmt Arbeit auf

BEGIN steht für Brandenburger ExistenzGründer im Netzwerk und ist eine Initiative, an der die Universität Potsdam beteiligt ist. Das Netzwerk erhielt jetzt eine Million Euro Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Damit ist das Netzwerk erfolgreich aus dem EXIST-Transfer-Wettbewerb hervorgegangen, mit dem das BMBF Initiativen zur Unterneh­mensgründung an Hochschulen fördert. Das Brandenburger Netzwerk gehört zu den zehn geförderten Regionen, die aus 45 weiteren Bewer­bern ausgewählt wurden.

as EXIST-Programm unterstützt Regio­

L nen, in denen Hochschulen mit der ILS wirtschaft kooperieren. Mit den Förder­geldern können die Sieger-Regionen in den kom­menden drei Jahren ihr Angebot für Studieren­de, Absolventen und Hochschulmitarbeiter, die ein eigenes Unternehmen gründen, verbessern und ihre Netzwerkaktivitäten ausbauen.

BEGIN ist ein Netzwerk regionaler Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwal­tung. Den Kern des Netzwerkes bilden die Uni­versität Potsdam, die Fachhochschule Potsdam, die Fachhochschule Brandenburg und die

Zukunftsagentur Brandenburg GmbH. Eine Rei­he von wissenschaftlichen und kommerziellen Partnern wirken am Projekt mit. DasBranden­burgische Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung(BIEM) der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam über­nimmt das Projektmanagement.

Die Idee von BEGIiN besteht darin, die bereits gesammelten Erfahrungen bei Existenzgrün­dungen in neue Regionen zu transferieren. Nach dem Leitbild von BEGiNVon den Inseln zu den Brücken sollen diese Erfahrungen das Funda­ment und den Baustoff der Brücken bilden, die die im Netzwerk bisher entstandenen Wissens­inseln zu einer optimalen Gründerlandschaft werden lassen, meint der Prorektor der Uni Pots­dam, Prof. Dr. Dieter Wagner. Er ist sich sicher, dass es mit dem Netzwerk aus regionalen und überregionalen Partnern gelingen wird, die bereits existierenden ‚Inseln der Gründungsför­derung in der Region durch Brücken übergrei­fender Synergien und Projekte zu verbinden.

Mit Hilfe des Netzwerkes sollen das Grün­dungsklima an den Hochschulen verbessert, die Anzahl der Unternehmensgründungen aus aka­demischen Einrichtungen gesteigert und damit

Will man Existenzgründer werden, kann der Erfahrungsaustausch nicht früh genug beginnen.

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Foto: Tribukeit

Uni Aktuell

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neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Ziel ist es, eine Kultur der unternehmerischen Selbst­ständigkeit in Lehre, Forschung und Verwaltung an der Uni zu etablieren. Technologietransfer und Förderung des Potenzials an Geschäftsideen sind weitere Aufgabenfelder. Zu den geplanten Aktivitäten gehört unter anderem die Initiierung des SchülerwettbewerbsAbusIness. Schüler lernen dabei unter Anleitung, eine Firma zu managen. In Ergänzung zum Uni-Lehrangebot

ist unter dem MottoUnternehmer werden Unternehmer sein eine RingvorlesungStart up geplant. Hier sollen potenzielle Zielgruppen für den Unternehmeralltag sensibilisiert werden. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Aus­und Weiterbildung von Gründungsinteressier­ten. Gedacht ist an ein zielgruppenspezifisches Lehrangebot zur Gründerbefähigung. Das eher theoretisch orientierte Lehrangebot soll um ein praxisorientiertes Modul ergänzt werden. Studie­rende werden im Rahmen einer Gründerwerk­statt mit der Realität von Gründern und Unter­

be

nehmern vertraut gemacht.

Ökonomische Analyse der Stadt

Zum ThemaRegionalökonomische Fragen in einer sozialen Marktwirtschaft: Ökonomische Analyse der Stadt fand Mitte Mai 2002 ein mehrtägiges Seminar der Professur für Volks­wirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheo­rie, die Prof. Dr. Klaus Schöler an der Uni Pots­dam inne hat, und der ökonomischen Fakultät der Universität Opole/Polen in Potsdam statt. Schon seit einigen Jahren kooperieren Wirt­schaftswissenschaftler beider Universitäten.

Im Rahmen dieses Seminars beschäftigten sich die Teilnehmer vor allem mit der Herausbildung von Stadttypen als Ergebnis von Planung und Markt sowie dem Einfluss der Marktkräfte und des Staates auf die urbanen Bodenpreise. Dis­kussionsgegenstände waren ebenso die gesell­schafts- und sozialpolitischen Folgen städtischer Siedlungsstrukturen und die aktuelle Situation polnischer und ostdeutscher Städte in der Trans­formation von der Plan- zur Marktwirtschaft. Dabei erhielten die Teilnehmer einen Überblick über den Stand der sozialökonomischen Stadt­forschung bis hin zu aktuellen Trends und mög­lichen zukünftigen Entwicklungsrichtungen. Ferner fand ein reger Austausch vor allem über Erfahrungen der beiden Städte Potsdam und Opole mit dem gegenwärtigen Transformations­prozess statt, der in beiden Städten in unter­schiedlicher Weise die Stadtentwicklung ent­scheidend bestimmt. Red.

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