Bessere Verwertung von Erfindungen
Aktiver Technologietransfer über gewerbliche Schutzrechte
Erfinder wissen es vermutlich längst: Seit dem
7. Februar 2002 gibt es Änderungen im Arbeitnehmer-Erfindergesetz. Waren bislang Hochschullehrer praktisch Privateigentümer ihrer Erfindungen, so erhalten die Hochschulen nunmehr das Recht, Erfindungen aller ihrer Mitarbeiter zu verwerten.
amit ist jeder Hochschullehrer und wisD senschaftliche Mitarbeiter verpflichtet,
seine Diensterfindungen dem Arbeitgeber— also der Universität— anzubieten. Zugleich werden jedoch Hochschullehrer wie wissenschaftliche Mitarbeiter im Gegenzug mit 30 Prozent an den Brutto-Verwertungserlösen beteiligt und brauchen nicht um finanzielle und bürokratische Fragen der Patentanmeldung und Vermarktung zu kümmern.
Mit dem Aktionsprogramm„Wissen schafft Märkte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt die Bundesregierung parallel dazu den Aufbau einer breiten Patentund Verwertungsinfrastruktur zur Beförderung der professionellen wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse aus wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung.
Im Land Brandenburg haben sich vor diesem Hintergrund acht Hochschulen— darunter auch die Universität Potsdam— zu der„Verwertungsoffensive Brandenburg“ zusammengeschlossen und die Patentverwertungsagentur„Brainshell“ bei der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) mit der Verwertung und Vermarktung
PITT
sich
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ihrer Forschungsergebnisse beauftragt. Das gemeinsame Projekt wird bis Ende 2003 mit einer Million Euro gefördert. Zusätzlich stehen über„Brainshell“ Mittel für eine insgesamt 100prozentige Förderung von Patentanmeldungen aus Hochschulen zur Verfügung, damit aus guten Ideen und Forschungsergebnissen erfolgreiche Produkte„invented in Brandenburg“ entstehen.
Ein fünfköpfiges Team aus Naturwissenschaftlern und Wirtschaftsfachleuten bietet bei „Brainshell“ in Zusammenarbeit mit den Transferstellen der Hochschulen einen umfassenden Service rund ums Patent und gewährt aktive Unterstützung bei der gewinnbringenden Nutzung
BRAINSHELL ger Erfindungen. Zu den Aufgaben bei der Patentverwertung zählen die Analyse der Marktfähigkeit von Innovationen, die Organisation und Koordination von Patentanmeldungen gemeinsam mit Patentanwälten sowie die Identifikation von geeigneten Unternehmen als Lizenznehmer, die mit den Innovationen ihre Wettbewerbsposition stärken können.
Dr. Andreas Bohlen/ Potsdamer Innovationsund Technologie-Transfer(PITT)
Weitere Informationen und fachkundige Beratung erhalten Interessierte bei Dr. Andreas Bohlen unter Tel.(0331) 977-1384 oder per E-Mail: bohlen@rz.uni-potsdam.de. Auskünfte gibt es auch bei Brainshell unter Tel.: 0331/6603826.
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Uni Aktuell
www.uni-potsdam.de/portal /juno2/uniaktuell
Tipps und Termine
Universität Potsdam
19. Juni 2002, 21.00 Uhr STUDENTENKINO„FILMRISS“
„In the mood for love“
Uni-Komplex Am Neuen Palais, Haus 9, Kleiner Physikhörsaal
20. Juni 2002, 18.15 Uhr
RINGVORLESUNG IKONOPHILOLOGIE
„Der gefährliche Augenblick. Ernst Jüngers Fotobücher“
Uni-Komplex Am Neuen Palais, Haus ı1, Raum 0.09
28. Juni 2002
MTV CAMPUS INVASION
Uni-Komplex Am Neuen Palais
Mehr Infos unter http://www.mtv.de/campus
28./29. Juni 2002, 15.00 Uhr
KONGRESS
Potsdamer UNO-Konferenz 2002
Uni-Komplex Griebnitzsee, August-Bebel-Str. 89
3. Juli 2002, 18.00 Uhr
VORLESUNGSREIHE„NEUE GRENZZIEHUNGEN. MENSCH— GESCHLECHT— BIOPOLITIK“ „Transpflanzungen im Menschenpark. Zur epistemischen Verschiebung vom Geschlecht zum Gehirn“
Uni-Komplex Griebnitzsee, Haus 1, Raum 232
12. Juli 2002 II. UNI-WASSERFEST Wassersportobjekt Hermannswerder
Weitere Veranstaltungen der Uni Potsdam sind im Internet unter http://www.uni-potsdam.de/ u/kalender/ abrufbar.
Region
21. Juni 2002, 9.30 Uhr
TAGUNG
„Zeitgeschichte als Streitgeschichte. Historische Kontroversen und politische Kultur nach 1945“ Altes Rathaus Potsdam, Am Alten Markt,
14467 Potsdam
3. Juli 2002, 19.30 Uhr DISKUSSIONSVERANSTALTUNG
„Vom Selbstverständnis der Naturwissenschaften“
Britische Botschaft in Berlin, Wilhelmstr. 70-71 (Anmeldung über Einstein-Forum)
Portal 6/02