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Ingo Brandenburg ist hier bei der Auswertung der Ergebnisse der dreidimensionalen Formerfassungsmessung.
Optische Technologien auf dem Vormarsch
Physiker der Uni entwickeln neuartige Laser und Messmethoden
„50 Jahre intensiven Nachdenkens haben mich der Antwort auf die Frage, was sind Lichtquanten nicht näher gebracht. Natürlich bildet sich heute jeder Wicht ein, er wisse die Antwort, doch da täuscht er sich.“ Dieser Einschätzung von Albert Einstein aus dem Jahre 1951 müsse man auch heute noch in vieler Hinsicht zustimmen, meint der Physiker Prof. Dr. Ralf Menzel, Professor für Photonik von der Uni Potsdam. Andererseits haben sich Licht und die Optischen Technologien weltweit zu einer entscheidenden Schlüsseltechnologie entwickelt. Dazu trugen auch die Wissenschaftler der Photonik an der Uni Potsdam bei, wovon bisher fünf von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und sechs vom Bundesministerium für Bildung und Forschung(BMBF) geförderte Forschungsprojekte Zeugnis ablegen.
it der umfangreichen Nutzung der einM zigartigen Eigenschaften des Laserlichtes steht die Wissenschaft erst am Anfang. Aber schon heute gibt es vielfältige Anwendungsgebiete. So verbinden Glasfasernet
ze Menschen und transportieren Wissen, durch Licht können Lebensabläufe in der biologischen
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Zelle sichtbar werden, mikroelektronische Schaltkreise werden mit fotografischen Methoden erzeugt und ermöglichen so immer schnellere Computerchips. Laser werden bei der Materialbearbeitung, zum Beispiel im Autobau und in der Medizin verwendet, um nur einige Beispiele zu nennen.
Den Optischen Technologien kommt deshalb
'eine Schlüsselfunktion bei der Lösung wichtiger
Aufgaben der Gesellschaft zu, weil mit ihrer Hilfe neue Märkte erschlossen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Schon heute werden 14 bis 15 Prozent der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe durch Optische Technologien beeinflusst. Darunter fasst man alle Naturgesetze und Technologien, die zur Erzeugung, Verstärkung, Formung, Übertragung, Messung und Nutzbarmachung von Licht dienen.
Der Bedarf an Optischen Technologien ist in Deutschland unumstritten. Um das Marktpotential dieser Technologien noch stärker zu nutzen, hat das BMBF nun das Förderprogramm„Optische Technologien- Made in Germany“ aufgelegt. Dafür stehen bundesweit 280 Millionen Euro zur Verfügung.
Foto: Menzel
Forschung
www.uni-potsdam.de/portal juno2/forschung
An der Universität Potsdam gibt es mehrere Professuren auf dem Gebiet. Auf dieser Basis hat die Uni gute Chancen, im nationalen Wettbewerb mitzuwirken und auch weiterhin beträchtliche Fördermittel einzuwerben. In den letzten fünf Jahren waren es bereits mehr als acht Millionen Euro.„Wir wollen verstärkt Studienangebote auch für ausländische Interessenten der Photonik im Graduiertenbereich und in Aufbaustudiengängen schaffen“, so Ralf Menzel. Schüler sollen stärker als bisher dafür interessiert werden, an der Uni dieses Fach zu studieren, denn in Deutschland und weltweit fehlen in dieser Wissenschaftsdisziplin so viele qualifizierte Fachkräfte, dass die derzeitigen Absolventen weit überdurchschnittliche Gehälter erwarten.
Was die Forschung betrifft, gibt es noch immer sehr viele offene Fragen im Bereich der wissenschaftlichen Grundlagen von Licht und dessen Wechselwirkung mit der Materie. Zu den Forschungsgebieten an der Uni Potsdam gehören unter anderem neue lichtaussendende Polymere, hochauflösende Verfahren der Mikroskopie, neue Methoden der Laserspektroskopie, die beispielsweise in der Umweltanalytik eine Rolle spielen, sowie neuartige Messverfahren, wie sie in der Elektroindustrie, im Automobilbau und der Flugzeugindustrie dringend benötigt werden.
Seit zwei Jahren wird von Ralf Menzel ein vom Bundeswissenschaftsministerium mit sieben Millionen Euro gefördertes Verbundprojekt koordiniert. Dabei geht es um das schnelle und genaue Vermessen von Bauelementen, wie sie beispielsweise in Flugzeugturbinen eingesetzt werden. Die Voraussetzung für den Erfolg dieses Projektes war die Erforschung eines neuartigen Lasers mit einer besonders großen spektralen Bandbreite. Normalerweise emittieren Laser eher schmalbandiges Licht. Den Potsdamer Physikern ist es gelungen, einen Laser mit einer spektralen Bandbreite von bis zu 900 Nanometern und einer Ausgangsleistung von 300 Milliwatt zu entwickeln. Dieser neue Laser kostet nur ein Viertel bisheriger Systeme. Er befindet sich bereits in der Überführungsphase in die Produktion und wird kommerziell angeboten. be
So sieht das„Innenleben“ des im Bereich Photonik entwickelten neuen Breitbandlasers aus.
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