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(1.1.2019) 06
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Ingo Brandenburg ist hier bei der Auswertung der Ergebnisse der dreidimensionalen Formerfassungsmessung.

Optische Technologien auf dem Vormarsch

Physiker der Uni entwickeln neuartige Laser und Messmethoden

50 Jahre intensiven Nachdenkens haben mich der Antwort auf die Frage, was sind Lichtquanten nicht näher gebracht. Natürlich bildet sich heute jeder Wicht ein, er wisse die Antwort, doch da täuscht er sich. Dieser Einschätzung von Albert Einstein aus dem Jahre 1951 müsse man auch heute noch in vieler Hinsicht zustimmen, meint der Physiker Prof. Dr. Ralf Menzel, Professor für Photonik von der Uni Potsdam. Andererseits haben sich Licht und die Optischen Technologien weltweit zu einer entscheidenden Schlüsseltechno­logie entwickelt. Dazu trugen auch die Wissen­schaftler der Photonik an der Uni Potsdam bei, wovon bisher fünf von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft und sechs vom Bundesministerium für Bildung und Forschung(BMBF) geförderte Forschungsprojekte Zeugnis ablegen.

it der umfangreichen Nutzung der ein­M zigartigen Eigenschaften des Laserlich­tes steht die Wissenschaft erst am Anfang. Aber schon heute gibt es vielfältige Anwendungsgebiete. So verbinden Glasfasernet­

ze Menschen und transportieren Wissen, durch Licht können Lebensabläufe in der biologischen

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Zelle sichtbar werden, mikroelektronische Schaltkreise werden mit fotografischen Metho­den erzeugt und ermöglichen so immer schnel­lere Computerchips. Laser werden bei der Mate­rialbearbeitung, zum Beispiel im Autobau und in der Medizin verwendet, um nur einige Bei­spiele zu nennen.

Den Optischen Technologien kommt deshalb

'eine Schlüsselfunktion bei der Lösung wichtiger

Aufgaben der Gesellschaft zu, weil mit ihrer Hil­fe neue Märkte erschlossen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Schon heute werden 14 bis 15 Prozent der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe durch Optische Technologien beein­flusst. Darunter fasst man alle Naturgesetze und Technologien, die zur Erzeugung, Verstärkung, Formung, Übertragung, Messung und Nutzbar­machung von Licht dienen.

Der Bedarf an Optischen Technologien ist in Deutschland unumstritten. Um das Marktpoten­tial dieser Technologien noch stärker zu nutzen, hat das BMBF nun das FörderprogrammOpti­sche Technologien- Made in Germany aufge­legt. Dafür stehen bundesweit 280 Millionen Euro zur Verfügung.

Foto: Menzel

Forschung

www.uni-potsdam.de/portal juno2/forschung

An der Universität Potsdam gibt es mehrere Pro­fessuren auf dem Gebiet. Auf dieser Basis hat die Uni gute Chancen, im nationalen Wettbewerb mitzuwirken und auch weiterhin beträchtliche Fördermittel einzuwerben. In den letzten fünf Jahren waren es bereits mehr als acht Millionen Euro.Wir wollen verstärkt Studienangebote auch für ausländische Interessenten der Photo­nik im Graduiertenbereich und in Aufbaustu­diengängen schaffen, so Ralf Menzel. Schüler sollen stärker als bisher dafür interessiert wer­den, an der Uni dieses Fach zu studieren, denn in Deutschland und weltweit fehlen in dieser Wissenschaftsdisziplin so viele qualifizierte Fachkräfte, dass die derzeitigen Absolventen weit überdurchschnittliche Gehälter erwarten.

Was die Forschung betrifft, gibt es noch immer sehr viele offene Fragen im Bereich der wissenschaftlichen Grundlagen von Licht und dessen Wechselwirkung mit der Materie. Zu den Forschungsgebieten an der Uni Potsdam gehö­ren unter anderem neue lichtaussendende Poly­mere, hochauflösende Verfahren der Mikrosko­pie, neue Methoden der Laserspektroskopie, die beispielsweise in der Umweltanalytik eine Rolle spielen, sowie neuartige Messverfahren, wie sie in der Elektroindustrie, im Automobilbau und der Flugzeugindustrie dringend benötigt wer­den.

Seit zwei Jahren wird von Ralf Menzel ein vom Bundeswissenschaftsministerium mit sie­ben Millionen Euro gefördertes Verbundprojekt koordiniert. Dabei geht es um das schnelle und genaue Vermessen von Bauelementen, wie sie beispielsweise in Flugzeugturbinen eingesetzt werden. Die Voraussetzung für den Erfolg die­ses Projektes war die Erforschung eines neuarti­gen Lasers mit einer besonders großen spektra­len Bandbreite. Normalerweise emittieren Laser eher schmalbandiges Licht. Den Potsdamer Phy­sikern ist es gelungen, einen Laser mit einer spektralen Bandbreite von bis zu 900 Nanome­tern und einer Ausgangsleistung von 300 Milli­watt zu entwickeln. Dieser neue Laser kostet nur ein Viertel bisheriger Systeme. Er befindet sich bereits in der Überführungsphase in die Produk­tion und wird kommerziell angeboten. be

So sieht dasInnenleben des im Bereich Photonik entwickelten neuen Breitbandlasers aus.

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