Heft 
(1.1.2019) 07
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Haushaltssperre: 1,1 Millionen Euro weg

Rektorat fordert, die Hochschule von der Haushaltssperre auszunehmen

Die Universität Potsdam soll noch in diesem Jahr weitere 1,1 Millionen Euro einsparen. Das geht nicht ohne

Substanzverlust in Lehre und Forschung.

Die vom Finanzministerium des Landes Bran­denburg verhängte Haushaltssperre für das lau­fende Jahr 2002 in Höhe von 130 Millionen Euro erfordert vom Wissenschaftsministerium insge­samt Einsparungen in Höhe von 10,9 Millionen Euro und davon 1,1 Millionen Euro von der Uni­versität Potsdam..

ie Haushaltssperre trifft die Universität D Potsdam empfindlich, steht sie doch

bekanntermaßen vor großen Proble­men: Die Bibliotheksfinanzierung ist ab dem nächsten Jahr nicht gesichert; es fehlen ab 2003 etwa 1,1 Millionen Euro. Es fehlen weiterhin schon im Jahr 2002 Mittel in Höhe von 3,7 Milli­onen Euro für wichtige Investitionen und drin­gend benötigte Ersatzbeschaffungen. Für die Bewirtschaftung unserer Gebäude wird die Uni­versität Potsdam in 2002 voraussichtlich erst­mals defizitär arbeiten; es fehlen in 2002 cirka 1,2 Millionen Euro. Die nun verhängte globale Minderausgabe in Höhe von 1,1 Millionen Euro stellt die Hochschule vor ein unlösbares Problem und wird zwangsläufig und unausweichlich zu einem Substanzverlust im Bereich der Lehre und Forschung führen.

Erst kürzlich hat das Ministerium für Wis­senschaft, Forschung und Kultur(MWFK) auf­grund der Kooperationsbereitschaft der branden­burgischen Hochschulen den politischen Erfolg feiern können, die Anzahl der Studienplätze im Land Brandenburg um 1700 zu erhöhen. Dafür

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stehen dem MWFK in 2002/03 insgesamt 5,23 Millionen Euro zur Verfügung. Angesichts der neuen Sparauflagen ist dieser Erfolg konterka­riert. Konterkariert im übrigen auch vor der Aus­sage des Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom 13. Juni diesen Jahres, wonach die Bildung die zentrale soziale Aufgabe dieses Jahrhunderts sei und über die Zukunftsfähigkeit der gesamten Gesellschaft entscheide.

Das Rektorat hat das Land Brandenburg auf­gefordert, die Universität Potsdam von der Haus­haltssperre auszunehmen, zumal die Uni im Gegensatz zu den übrigen Hochschulen des Lan­des im Jahr 2002 keinen finanziellen Aufwuchs erfahren hat und mit einer gravierenden Unter­finanzierung konfrontiert ist. Dennoch war das Rektorat auch gezwungen, Maßnahmen festzu­legen. Um den Forderungen der Haushaltssper­re nachzukommen, wurde festgelegt, dass ab sofort keine Einstellungen von Personal vorge­nommen werden. Mit dem Einstellungsstopp bis auf Widerruf muss ein Betrag in Höhe von 500.000 Euro eingespart werden. Darüber hi­

naus können im Bereich von Lehre und For­

schung und Professuren die Haushaltsmittel nur begrenzt zugewiesen werden. Hier müssen Ein­sparungen in Höhe von 600.000 Euro erzielt werden. gl Weitere Infos: http://www.uni-potsdam.de /u/ pressmitt/pm102_02.htm

Foto: Fritze

Uni Aktuell

www.uni-potsdam.de/portal /julo2/uniaktuell

Umweltbildung international

Am 13. Juni 2002 weilte eine Delegation des Cen­ter for Environmental Education& Communica­tions(CEEC) des Umweltministeriums Chinas im Rahmen ihrer Informationsreise zur Umwelt­bildung durch mehrere europäische Länder auch an der Universität Potsdam. Die chinesischen Gäste informierten sich an der Professur Umweltbildung über Studienmodul und Zertifi­kat Umweltbildung, eine Zusatzqualifikation für Studenten aller Fachrichtungen der Universität Potsdam. Ebenso waren sie an Erfahrungen aus dem Online-Projekt der Professur Umweltbil­dung mit der Fachhochschule Eberswalde inter­essiert. Prof. Dr. Klaus-Peter Berndt präsentierte Möglichkeiten des Einsatzes inter­aktiver, multimedialer Lernsoft­ware für die Umweltbildung. Am Beispiel der an der Pro­fessur Umweltbildung entwi­ckelten CD-ROMÖkosystem Wald wurden Wert und Hilfsmittel­funktion moderner Medien in der Umweltbil­dung erläutert. Beide Seiten diskutierten Mög­lichkeiten einer künftigen Kooperation.

Dr. Renate Wipper/Professur

für Umweltbildung

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter http://www.uni-potsdam.de/u/ umweltbildung.

Portal 7-9/02

Foto: unicom/Corel