Haushaltssperre: 1,1 Millionen Euro weg
Rektorat fordert, die Hochschule von der Haushaltssperre auszunehmen
Die Universität Potsdam soll noch in diesem Jahr weitere 1,1 Millionen Euro einsparen. Das geht nicht ohne
Substanzverlust in Lehre und Forschung.
Die vom Finanzministerium des Landes Brandenburg verhängte Haushaltssperre für das laufende Jahr 2002 in Höhe von 130 Millionen Euro erfordert vom Wissenschaftsministerium insgesamt Einsparungen in Höhe von 10,9 Millionen Euro und davon 1,1 Millionen Euro von der Universität Potsdam..
ie Haushaltssperre trifft die Universität D Potsdam empfindlich, steht sie doch
bekanntermaßen vor großen Problemen: Die Bibliotheksfinanzierung ist ab dem nächsten Jahr nicht gesichert; es fehlen ab 2003 etwa 1,1 Millionen Euro. Es fehlen weiterhin schon im Jahr 2002 Mittel in Höhe von 3,7 Millionen Euro für wichtige Investitionen und dringend benötigte Ersatzbeschaffungen. Für die Bewirtschaftung unserer Gebäude wird die Universität Potsdam in 2002 voraussichtlich erstmals defizitär arbeiten; es fehlen in 2002 cirka 1,2 Millionen Euro. Die nun verhängte globale Minderausgabe in Höhe von 1,1 Millionen Euro stellt die Hochschule vor ein unlösbares Problem und wird zwangsläufig und unausweichlich zu einem Substanzverlust im Bereich der Lehre und Forschung führen.
Erst kürzlich hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur(MWFK) aufgrund der Kooperationsbereitschaft der brandenburgischen Hochschulen den politischen Erfolg feiern können, die Anzahl der Studienplätze im Land Brandenburg um 1700 zu erhöhen. Dafür
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stehen dem MWFK in 2002/03 insgesamt 5,23 Millionen Euro zur Verfügung. Angesichts der neuen Sparauflagen ist dieser Erfolg konterkariert. Konterkariert im übrigen auch vor der Aussage des Bundeskanzlers Gerhard Schröder vom 13. Juni diesen Jahres, wonach die Bildung die zentrale soziale Aufgabe dieses Jahrhunderts sei und über die Zukunftsfähigkeit der gesamten Gesellschaft entscheide.
Das Rektorat hat das Land Brandenburg aufgefordert, die Universität Potsdam von der Haushaltssperre auszunehmen, zumal die Uni im Gegensatz zu den übrigen Hochschulen des Landes im Jahr 2002 keinen finanziellen Aufwuchs erfahren hat und mit einer gravierenden Unterfinanzierung konfrontiert ist. Dennoch war das Rektorat auch gezwungen, Maßnahmen festzulegen. Um den Forderungen der Haushaltssperre nachzukommen, wurde festgelegt, dass ab sofort keine Einstellungen von Personal vorgenommen werden. Mit dem Einstellungsstopp bis auf Widerruf muss ein Betrag in Höhe von 500.000 Euro eingespart werden. Darüber hi
naus können im Bereich von Lehre und For
schung und Professuren die Haushaltsmittel nur begrenzt zugewiesen werden. Hier müssen Einsparungen in Höhe von 600.000 Euro erzielt werden. gl Weitere Infos: http://www.uni-potsdam.de /u/ pressmitt/pm102_02.htm
Foto: Fritze
Uni Aktuell
www.uni-potsdam.de/portal /julo2/uniaktuell
Umweltbildung international
Am 13. Juni 2002 weilte eine Delegation des Center for Environmental Education& Communications(CEEC) des Umweltministeriums Chinas im Rahmen ihrer Informationsreise zur Umweltbildung durch mehrere europäische Länder auch an der Universität Potsdam. Die chinesischen Gäste informierten sich an der Professur Umweltbildung über Studienmodul und Zertifikat Umweltbildung, eine Zusatzqualifikation für Studenten aller Fachrichtungen der Universität Potsdam. Ebenso waren sie an Erfahrungen aus dem Online-Projekt der Professur Umweltbildung mit der Fachhochschule Eberswalde interessiert. Prof. Dr. Klaus-Peter Berndt präsentierte Möglichkeiten des Einsatzes interaktiver, multimedialer Lernsoftware für die Umweltbildung. Am Beispiel der an der Professur Umweltbildung entwickelten CD-ROM„Ökosystem Wald“ wurden Wert und Hilfsmittelfunktion moderner Medien in der Umweltbildung erläutert. Beide Seiten diskutierten Möglichkeiten einer künftigen Kooperation.
Dr. Renate Wipper/Professur
für Umweltbildung
Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter http://www.uni-potsdam.de/u/ umweltbildung.
Portal 7-9/02
Foto: unicom/Corel