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Telegrafenberg als Wissenschaftsmarkt
Zum„Tag der Wissenschaft und Forschung 2002“ kamen über 2000 Schüler
Gelegenheit zu gründlicher Information gab es auf dem Telegrafenberg reichlich.
„Solch ein Gewimmel möcht ich sehn...“ Nicht nur Dichterfürst Goethe, selbst Verfasser von 1300 Seiten naturwissenschaftlicher Texte, hätte beim Anblick der vielen jungen Leute im Anmarsch auf den Telegrafenberg anlässlich des„Tages der Wissenschaft und Forschung 2002“ Freude empfunden.
Auch Albert Einstein, Namenspatron für den geöffneten Wissenschaftspark, wäre durch den Kontrast zwischen TIMMS und PISA einerseits und den interessierten Gesichtern vieler Studienwilliger Gymmasiasten andererseits wieder einmal darin bestätigt worden, dass eben alles„relativ“ ist.
tag sein Ziel erreicht. Durch mehrere bil
dungspolitische Eröffnungsreden, 42 wissenschaftliche Kurzvorträge, viele Aufstellungstafeln, offene Institutstüren und 35 Informationsstände dürfte der aufgeschlossenen Schülerschaft zunehmend klar geworden sein, dass es gut und nützlich ist, im Lande zu bleiben und an unseren brandenburgischen Hochschulen und Fachhochschulen ein Studium aufzunehmen.
C icher hat der aufwändige Wissenschafts
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Kein Geringerer als der auch vielfältig wissenschafts- und bildungspolitisch engagierte Vorstandsvorsitzende des GeoForschungsZentrums, Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Emmermann, verdeutlichte den Elft-, Zwölft- und Dreizehnklässlern aus Gymnasien und Gesamtschulen, dass es nirgendwo in Deutschland eine so enge Vernetzung von Universitäten und Fachhochschulen mit mehr als 30 renommierten außeruniversitären Forschungseinrichtungen gibt wie in Brandenburg und speziell im Raum Potsdam. Und Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Christoph Helm beschwor das interessante Fächerangebot, die Überschaubarkeit der brandenburgischen Hochschuleinrichtungen, ihre trotz harter Sparzwänge noch gute Ausstattung und das angenehme heimatliche Umfeld für die derzeit 34000 Studierenden im Lande. Es gäbe mehr als 100 Studiengänge, von denen bereits rund 40 zu den international anerkannten Bachelorund Magisterabschlüssen führten. Unter anderen würden zum Beispiel die vielen gemeinsam mit Forschungsinstituten berufenen Professoren die Studierenden mit wissenschaftlichen
Erkenntnissen vertraut machen. Mehrfach wurden besonders die Mädchen aufgefordert, sich zu naturwissenschaftlichen Studien zu entschließen.
Aber insgesamt hätte es wohl so vieler einführender„Werbung“ gar nicht bedurft. Die vielfältigen Informationsangebote sprachen für sich.„Das ist ja oberaffengeil“, meinte gar eine Schülerin mit bewunderndem Blick auf die am Wege aufgestellten Messeinrichtungen des Deutschen Wetterdienstes. Fasziniert verfolgten Ingenieurinteressenten, wie es Studierenden an der Fachhochschule Lausitz mit Simulation und Berechnungen gelang, eine 426 Gramm leichte Papierbrücke zu konstruieren, die eine Last von 95 Kilogramm trägt. Potsdams Fachhochschulprofessor Hermann Kleen warb nach einem eindrucksvollen Vortrag über die Ursachen von Häuser- und Mauereinstürzen: „Wir brauchen gut ausgebildete Bauingenieure, damit solche Schäden nicht eintreten.“
Gelungenes Stück Wissenschaftskommunikation
Auch die Info-Stände wurden gut besucht. An einem der Tische ging es um Möglichkeiten der Beteiligung am geoökologischen Jahr, an anderer Stelle erzählte ein junger Wissenschaftler über seine eigenen Entscheidungsqualen in Zusammenhang mit der persönlichen Studienwahl. Die Golmer Gravitationsphysiker stellten das sensationelle Hannoversche Gravitationswellenmessgerät„Geo 600“ vor, das gerade erst eingeweiht wurde. Die Firma BIOPOS aus Teltow präsentierte Wegwerfgeschirr aus kunststoffähnlicher Polymilchsäure auf Roggenbasis, und Erdbebenforscher demonstrierten Seismometerausschläge beim heftigen Auftreten mit dem Fuß. Für jeden war irgendwie etwas dabei, nach Ansicht von Uni-Rektor Prof. Dr. Wolfgang Loschelder fand ein„gelungenes Stück Wissenschaftskommunikation“ statt. Loschelder war es auch, der den Schülern gleich zu Beginn des nahezu unüberblickbaren Veranstaltungsangebots geraten hatte,„das herauszufinden und für das spätere Studium zu wählen, was am besten den persönlichen Fähigkeiten entspricht und was Spaß macht und nicht nur den Blick starr auf den Arbeitsmarkt zu richten“. ak