„Studieren, wo andere Urlaub machen“, so lautet der Titel der Werbe-CD der Universität Potsdam. Und auf der Karte der Universitätsstandorte im Personal- und Vorlesungsverzeichnis fällt sofort die blaue Seenkette auf. Ein Studienplatz in Potsdam ist zugleich ein Platz an wassergespiegelter Sonne, vorausgesetzt, dass diese die zahlreichen sandigen oder grasbewachsenen, kostenfreien oder eintrittsteuren Strände bescheint. In die Fluten zu steigen, sich abzukühlen, der Bewegungsarmut im Studienbetrieb durch ausgiebiges Schwimmen Paroli zu bieten, das ist in und um Potsdam herum im Wesentlichen ungefährlich. Die Badegewässerqualität wird im Auftrage der Unteren Wasserbehörde ständig kontrolliert. In besonders schwierigen Fällen wirken dabei zeitweise auch Experten der Uni mit.
4 s dürfte ein Irrtum sein zu glauben, dass
] Studenten im Sommer nichts anderes zu „I tun hätten, als an Stränden und auf Almwiesen die Seele baumeln zu lassen. Bis zum 20. Juli läuft der Vorlesungsbetrieb, und Anfang September beginnen Prüfungen, für die Vorbereitung nötig ist. Ein wenig Geld wird auch gebraucht und Jobchancen sind im„Sommerloch“ besonders groß. Wer nun trotzdem Erholung und Entspannung an den Potsdamer Seen sucht, vielleicht auch Strandleben und die eine oder andere Prüfungsvorbereitung unmittelbar „vor Ort“ miteinander verbinden will, möchte ja die Sommerbadesaison möglichst ohne gesundheitliche Schäden überstehen. Das gilt für Aufenthalte in den überregionalen offiziellen Strandbädern Babelsberg und Templin genau so wie für die weniger stark frequentierten„Ministrände“ des Weißen Sees, des Schlänitz-, Jung
20
fern- oder Griebnitzsees beziehungsweise auch für die so genannten„wilden Badestellen“ des Heiligen Sees, des Baggersees oder des Sacrower Sees. Um Gesundheitsrisiken vorzubeugen, betreibt die Stadtverwaltung einen ständigen, nicht unerheblichen Aufwand. Schon vor Badesaisonbeginn am 15. Mai werden die Badestellen besichtigt und Wasserproben entnommen. Die überregionalen Strandbäder werden dann alle ein bis zwei Wochen beprobt, die„wilden Badestellen“ vierzehntägig und die nicht so ausgiebig genutzten an der Peripherie rund viermal in der Badesaison. Analysiert werden einmal mikrobiologische Parameter, vor allem der Gehalt des Badewassers an so genannten„gesamt- und fäkalcoliformen Bakterien“, die zwar selbst nicht schädlich sind, aber auf gesundheitsgefährdende andere Verunreinigungen hinweisen. Gemessen wird auch- in manchen Bädern zweimal täg
Portal 7-9/02
Trotz sauberer Seen klappt es nicht immer mit dem Baden. Auch das Wetter muss mitspielen.
Foto! Fritze