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lich— die Sichttiefe des Sees. Im knietiefen Wasser sollen noch die Füße gut zu sehen sein. Andernfalls ist der Besatz an Blaualgen schon so hoch, dass von ihnen produzierte Gifte eine Gesundheitsgefährdung, oft allergischer Natur, bedingen. Verschlucktes'algenreiches Wasser kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Geachtet wird bei den Kontrollen auch auf die Färbung des Wassers, auf Mineralölspuren und auf die Konzentration von Tensiden aus Waschmitteln. Rechtliche Grundlage für die Wasserbeurteilung ist die Brandenburger Badegewässerverordnung, die EU-Richtwerte einschließt.
Die bisher für Potsdam ermittelten Werte der Saison 2002 sind beruhigend. Die mikrobiologischen Wasserbefunde entsprechen den Vorgaben der Badegewässerrichtlinie, auch an den „wilden Badestellen“. Da allerdings die Havel, landwirtschaftlich bedingt, mit Stickstoff- und Phosphorverbindungen„überdüngt“ ist, warnt das Gesundheitsamt vor möglicherweise Ende Juli bis Anfang August massenhaft auftretenden Blaualgen mit den erwähnten Gesundheitsrisiken.
Potsdamer„Binnengewässer“ besonders riskant
Als besonders riskant bezüglich Gesundheitsgefährdung gelten immer einmal wieder Potsdamer„Binnengewässer“, so der Bornstedter See, der Baggersee oder gar der Aradosee. Zur Begutachtung dieser Seen hatte die Stadtverwaltung Chemiker und Berufspädagogen der Universität mit Begleituntersuchungen beauftragt. Elektrische Leitfähigkeit, Sauerstoffsättigung, Temperaturschichtung, Sichttiefen, organische Schwebstoffe, Chlorophyllgehalt, Säure- und Basenkonzentration, Belastung mit Phosphat, Schwefel, Silicium und Schwermetallen— die Untersuchungen dazu wurden unter Leitung von Dr. Sabine Friedrich sehr gründlich durchgeführt. Im Ergebnis gilt seither der Aradosee als ungeeignet für jeglichen Badebetrieb, obwohl „Mutige“ immer wieder ins Wasser steigen. Anders verhält es sich mit dem Baggersee, der Badestelle des großen Stern-Wohngebietes.„Die Untersuchungen der Universität ergaben, dass der See durch seine relativ geringe Größe und Tiefe und durch den intensiven Badebetrieb in den Sommermonaten weiter eutrophiert und sein Selbstreinigungsvermögen sinkt“, ist aus dem Gesundheitsamt zu erfahren.„Die guten mikrobiologischen Befunde in der Vergangenheit rechtfertigen aus unserer Sicht aber nicht die Durchsetzung eines Badeverbots.“ Also: Baden ist fast überall erlaubt! ak
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