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(1.1.2019) 07
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lich die Sichttiefe des Sees. Im knietiefen Was­ser sollen noch die Füße gut zu sehen sein. Andernfalls ist der Besatz an Blaualgen schon so hoch, dass von ihnen produzierte Gifte eine Gesundheitsgefährdung, oft allergischer Natur, bedingen. Verschlucktes'algenreiches Wasser kann zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall füh­ren. Geachtet wird bei den Kontrollen auch auf die Färbung des Wassers, auf Mineralölspuren und auf die Konzentration von Tensiden aus Waschmitteln. Rechtliche Grundlage für die Wasserbeurteilung ist die Brandenburger Bade­gewässerverordnung, die EU-Richtwerte ein­schließt.

Die bisher für Potsdam ermittelten Werte der Saison 2002 sind beruhigend. Die mikrobiologi­schen Wasserbefunde entsprechen den Vorga­ben der Badegewässerrichtlinie, auch an den wilden Badestellen. Da allerdings die Havel, landwirtschaftlich bedingt, mit Stickstoff- und Phosphorverbindungenüberdüngt ist, warnt das Gesundheitsamt vor möglicherweise Ende Juli bis Anfang August massenhaft auftretenden Blaualgen mit den erwähnten Gesundheitsrisi­ken.

PotsdamerBinnengewässer besonders riskant

Als besonders riskant bezüglich Gesundheits­gefährdung gelten immer einmal wieder Potsda­merBinnengewässer, so der Bornstedter See, der Baggersee oder gar der Aradosee. Zur Begut­achtung dieser Seen hatte die Stadtverwaltung Chemiker und Berufspädagogen der Universität mit Begleituntersuchungen beauftragt. Elektri­sche Leitfähigkeit, Sauerstoffsättigung, Tempe­raturschichtung, Sichttiefen, organische Schwebstoffe, Chlorophyllgehalt, Säure- und Basenkonzentration, Belastung mit Phosphat, Schwefel, Silicium und Schwermetallen die Untersuchungen dazu wurden unter Leitung von Dr. Sabine Friedrich sehr gründlich durch­geführt. Im Ergebnis gilt seither der Aradosee als ungeeignet für jeglichen Badebetrieb, obwohl Mutige immer wieder ins Wasser steigen. Anders verhält es sich mit dem Baggersee, der Badestelle des großen Stern-Wohngebietes.Die Untersuchungen der Universität ergaben, dass der See durch seine relativ geringe Größe und Tiefe und durch den intensiven Badebetrieb in den Sommermonaten weiter eutrophiert und sein Selbstreinigungsvermögen sinkt, ist aus dem Gesundheitsamt zu erfahren.Die guten mikrobiologischen Befunde in der Vergangen­heit rechtfertigen aus unserer Sicht aber nicht die Durchsetzung eines Badeverbots. Also: Baden ist fast überall erlaubt! ak

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