Titel
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Stapelware: Wer's mag, legt sich
noch dazwischen.
Die Forscher vom PIK stellten insgesamt eine hohe Bereitschaft, der Klimaentwicklung zu begegnen, fest. Befürwortet wurde dies von 83 Prozent der Befragten. Den Schwarzen Peter allerdings weisen sie der Politik zu, die dafür zuerst Verantwortung trage. Mehrheitlich akzepijert man laut vorliegenden Erkenntnissen die dauerhafte Änderung des eigenen Lebensstils, bevor finanzielle Mehrbelastungen in Kauf genommen werden müssten. Bei der Bereitschaft, dauerhaft aktiven Umweltschutz zu betreiben, liegen Frauen und Männer eigentlich
ast gleichauf. Frauen fällt es der Analyse zufolge etwas leichter, aufs Auto zu verzichten oder Energie im Haushalt einzusparen. Was vielleicht erstaunt: So leicht wie den Männern fällt es ihnen nicht, weniger Fernreisen im Urlaub zu unternehmen. Schwerer sogar würden sie sich auf höhere Preise für Energieträger und höhere Steuern einstellen.
Ressource Mensch
Hintergrund der Studie ist die Tatsache, dass viele der Gase, die heute eine Hauptrolle bei der globalen Erwärmung spielen, vom Menschen produziert werden. Gegenwärtig beschäftigen sich Fachleute immer wieder damit, technische Parameter an Industrieanlagen zu kontrollieren. „Noch zu wenig Beachtung wird jedoch dem geschenkt, was jeder für sich zur Verhinderung der Klimaerwärmung beitragen kann“, legt Gerlinger den Finger auf die Wunde. Die 1998 in
Portal 7-9/02
Schwitzen in Reih' und Glied.
den norddeutschen Bundesländern durchge
führte Bevölkerungsumfrage war Teil des WISE (Weather Impacts on Natural, Social and Economic Systems)-Projekts. Es beschäftigte sich mit den Auswirkungen von heißem Sommer- und mildem Winterwetter auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Bereiche, die dabei untersucht worden sind, waren Bevölkerung, Tourismus, Landwirtschaft, Wald, Versicherungswirtschaft sowie Energie- und Wasserversorgung. An dem
Forschungsvorhaben beteiligten sich außer dem PIK auch Einrichtungen in Großbritannien, den Niederlanden und Italien. pg
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