Personalia
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und- ein Schwerpunkt seit Anfang 2002- Befristungsregelungen. Routine gäbe es zwar, aber er müsse sich auch oft in neue Problembereiche einarbeiten; auch nach 1994 sei das noch so. Der promovierte Diplomlehrer für Polytechnik und freigestellte Mitarbeiter des Instituts für Grundschulpädagogik, an dem er trotzdem und unentgeltlich noch einige wenige Lehrveranstaltungen pro Semester hält, war schon zu DDR-Zeiten gewerkschaftlich aktiv.„Ich bin eigentlich keiner, der sich nach vorne drängelt und ich hatte nicht unbedingt vor, diese Tätigkeit zu intensivieren. Aber irgendwie bin ich in diese Position hineingeschlittert. Doch was heißt irgendwie? Natürlich sprach das meinen Gerechtigkeitssinn an und mein Verantwortungsgefühl natürlich auch.“
In den ersten Jahren, verbunden mit zahlreichen Kündigungswellen, war beides stark gefordert. Herrmann, der geschieden und Vater zweier Söhne ist und der 1966/67 nach Potsdam kam, kämpft gerne, wenn er weiß, dass er nicht von vornherein der Unterlegene sein wird.„In den ersten Jahren habe ich vieles persönlich genommen. Heute ist die Kommunikation mit der Dienststelle geworden, die Zusammenhänge sind viel klarer. Da gibt es auf beiden Seiten einen Erfahrungszuwachs.“ Herrmann vermeidet jedes Herausstellen seiner Person wie auch seiner Arbeit und spricht dabei von
Verpflichtung. Und doch empfindet er seine
Wiederwahl als gewisse Anerkennung. „Alles, was nach außen getragen wird, basiert auf gemeinsam gefasste Beschlüsse, die Mitarbeit aller ist gefragt.“ Peter Herrmann ist kein Einzelkämpfer. Und wenn doch, dann verrät er es nicht.
besser
tp
Foto: Fritze
Die Uni-Angehörigen haben über die Zusammensetzung der Personalräte entschieden. Wer die Gremien anführt, steht ebenfalls fest.
Portal 7-9/02
Fotos: Fritze
Udo Pfeifer
„Wenn man sein bisheriges Berufsleben mit Verwaltungsvorschriften und deren Einhaltung zu tun hat und das von der Pieke auf gelernt hat, muss man schon eher genau sein als nachlässig. Aber pingelig bin ich deshalb nicht.“
Is der vierzehnjährige Schüler Udo PfeiA* in den Ferien in einem Büro einer pri
vaten Firma arbeitete, hat er sich partout nicht vorstellen können, dass der Schreibtisch einmal der Ort sein würde, an dem er später sein Geld verdient. Seine Beamtenlaufbahn begann der im Jahre 1953 geborene„Ruhrpott-Spross“ bei der Stadtverwaltung Dortmund. Im Jahre 1975 beendete er seine Ausbildung als Diplomverwaltungswirt. Er war danach an der Fachhochschule Dortmund zuletzt als stellvertretender Abteilungsleiter für Haushalt und Beschaffung. Während seiner Tätigkeit bei der Fachhochschule Dortmund war er zeitweilig auch schon teilfreigestelltes Personalratsmitglied. Er sei sehr früh gewerkschaftlich engagiert gewesen, insofern sei die Entwicklung hin zum jetzigen Vorsitzenden des Personalrates für Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung zwar nicht zwangsläufig, wohl aber auch nicht auszuschließen gewe
sen. Im November 1991 kam er als Verwaltungshelfer das erste Mal nach Potsdam. Ein halbes Jahr später war er mit dem
Aufbau und der
Konsolidierung
der Beschaffungsstelle beschäftigt und wurde Referatsleiter für Zentrale Beschaffung im Dezernat 4. Er fühlte sich damals an neuer Wirkungsstätte sofort akzeptiert, lebte eine Zeit lang„auf Bude“ beispielsweise in einem Potsdamer Studentenwohnheim und empfand wie so viele die Aufbauund Umbruchzeit als berufliche und persönliche Herausforderung. Inzwischen ist Pfeifer, der Literaturliebhaber, längst hier angekommen und hat in Potsdam-Eiche seine zweite Heimat gefunden.
Oberstes Ziel müsse es sein, die Personalratsarbeit im Sinne der Beschäftigten weiter zu verbessern. Doch Pfeifer übt sich noch in Zurückhaltung:„Ich bin in der Orientierungsphase und für vier Jahre gewählt. Da bleibt noch genug Zeit zum FEtablieren.“ Pfeifer, der gerne im Team arbeitet, weiß, dass Personalratsarbeit Gemeinschaftsleistung ist; beispielsweise die Außenvertretung des Personalrates, die Beteiligung bei der
. Umgestaltung von Arbeitsabläufen, wöchentli
che Sitzungen, Geschäftsordnungen, die Vorbereitung von Personalratsentscheidungen oder Einstellungsgespräche. Mit Blick auf die Arbeitsbedingungen und Stellensituation sieht er in nächster Zeit auch andere Anforderungen auf sich zukommen. Wenn immer weniger Leute eingestellt würden, ergäben sich zwangsläufig auch Probleme in den bestehenden Arbeitsumfeldern. Und angesichts immer leerer werdender Kassen ertappt er sich häufiger beim Nachdenken darüber, sich selbst zu motivieren.„Aber das ist wohl kein Einzelschicksal“, so Pfeifer. tp
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