Keine Studiengebühren
Nach langer, zum Teil sehr kontroverser Diskussion in Hochschulen, Politik und Öffentlichkeit ist das sechste Gesetz zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes nunmehr(HRG) in Kraft. Es schreibt die Freiheit von Studiengebühren für das Erststudium sowie für ein darauf aufbauendes Masterstudium fest. Die HRG-Novelle führt darüber hinaus Bachelor- und Masterstudiengänge als Regelangebot an den deutschen Hochschulen ein. Damit soll u.a. eine stärkere Internationalisierung des Hochschulsystems erreicht werden. In Deutschland gibt es derzeit bereits mehr als 1000 Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor/Bakkalaureus und Master/Magister.
Das neue Gesetz regelt bundesweit auch die studentische Vertretung an den Hochschulen. Es enthält konkrete Vorgaben für die Rechte und Pflichten der verfassten Studierendenschaften, durch deren Umsetzung man sich mehr Interesse der Studierenden an ihren Vertretungen erhofft. Für die Betroffenen ist vor allem eine enthaltene Übergangsregelung für das neue Befristungsrecht, das den Qualifizierungsweg des wissenschaftlichen Nachwuchses auf zwölf Jahre beschränkt, von Bedeutung. Gesichert ist mit der Klausel, dass wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter, die ihre Tätigkeit unter alten Festlegungen aufgenommen haben, bis zum 28. Februar 2005 beschäftigt werden können. Für studentische Hilfskräfte existiert eine vergleichbare Möglichkeit der Verlängerung bis zum 28. Februar 2003. v pg Das gesamte Hochschulrahmengesetz in der aktuellen Fassung ist abrufbar unter http: //www.bmbf.de/pub/hrg_20020815.pdf.
Messe für Sprachen und Kulturen
Wer seinen Blick über die engen Landesgrenzen hinaus schärfen will, sollte die„Expolingua 2002“ nicht verpassen. Vom 15. bis 17. November findet die traditionelle internationale Messe für Sprachen und Kulturen im Berliner Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur statt. Geboten wird ein vielseitiges Informationsprogramm, bei dem zum Beispiel Austauschprogramme des Deutschen Akademischen Auslands Dienstes(DAAD), dessen Kampagne Go ‚ East oder auch Doppelstudiengänge mit dem . Schwerpunkt Osteuropa vorgestellt werden. Mehr Infos: http://www.expolingua.com. Red.
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Protest gegen Mittelkürzungen
Studierende übergaben Wissenschaftsministerin Unterschriften
Von der geplanten Kürzung der Finanzen für die Hochschulbibliotheken befürchten deren Nutzer
Uni Aktuell
www.uni-potsdam.de/portal /okto2/uniaktuell
eine drastische Verschlechterung ihrer Literaturversorgung.
n den vergangenen Wochen machten Studie|+ndemertretungen in ganz Brandenburg
gegen die Mittelkürzungen bei der Finanzierung der Hochschulbibliotheken mobil. Als Ausdruck des Protestes gegen die Rotstiftpolitik wurden unter anderem 6000 Unterschriften gesammelt. Ende August übergaben schließlich Vertreter der Studierenden das gesamte Paket an die
brandenburgische Ministerin für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka. Hintergrund für die Aktion ist die Tatsache, dass im Jahr 2003 beziehungsweise 2004 die bis dahin gewährte Förderung von Bund und Land zum Aufbau eines Büchergrundbestandes in den Universitätsbibliotheken der neuen Bundesländer ausläuft. Dann werden die Bibliotheken lediglich mit den laufenden Mitteln des jeweili
gen Bundeslandes finanziert. Red.
Preisfrage: Was wollen wir wissen?
Das öffentliche akademische Fragestellen ist aus der Mode. Das zumindest ist die Ansicht der „Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina“. Deshalb initiiert sie einmal im Jahr einen Wettbewerb unter dem Titel„Preisfrage“, Die „Preisfrage 2002“ lautet:„Was wollen wir wissen?“, Sie soll Wissenschaftler, Künstler und Medienleute dazu ermuntern, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu for
cieren. Bei freier Wahl der Ausdrucksform(vom wissenschaftlichen Essay, Gedichten, Theaterstücken bis hin zu Medienkunstwerken, Kompositionen oder Installationen) winken den originellsten Einsendungen Preisgelder von insgesamt 9.000 Euro. Die Beiträge sind zu richten an: Die Junge Akademie, Geschäftsstelle, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, E-Mail: office@diejungeakademie.de. Der Einsendschluss ist der 31.12.2002. Nähere Informationen sind unter www.diejun
geakademie.de erhältlich. Red.
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