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(1.1.2019) 10
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Studiosi

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Gemeinsam geht es besser

Ein Gespräch mit dem AStA-Mitglied Sebastian Krekow

Mitte Juli wählte das Studierendenparlament der Universität den neuen Allgemeinen Studierenden­ausschuss(AStA) der Hochschule. Seine Mitglie­der haben im August die Arbeit aufgenommen und begannen, sich in ihre Verantwortungsberei­che einzuarbeiten. Mitten in den Vorbereitungen zum kommenden Studienjahr erwischte Portal­Redakteurin Petra Görlich den Referenten für Information und Kommunikation Sebastian Kre­kow. Mit dem Physik-Studenten sprach sie über künftige Schwerpunkte in der Tätigkeit des Gre­miums.

Nachdem im vergangenen Jahr die Anzahl der AStA-Referenten deutlich verringert wurde, hat das Gremium in diesem Jahr wieder neun Mit­glieder. Hat sich die alte Struktur in Ihren Augen nicht bewährt?

Krekow: Wir denken, dass es notwendig ist, die Arbeit auf breitere Schultern zu verteilen. Die einzelnen Referenten können so auf ihren jewei­ligen Gebieten intensiver arbeiten. Wir haben sogar in Sachen Hochschulpolitik zwei Leute, die sich um diesen Gegenstand kümmern. Es gibt schließlich viel zu tun. Also mehr Power durch mehr Mitglieder.

Ihre Vorgänger haben in ihrer Amtszeit das Kon­zept einer demokratischen Universität Potsdam entwickelt. Landet das jetzt in der Schublade? Krekow: Nein, sicher nicht. Wir werden es von der Idee her fortführen. Wie das genau aussieht, ist jedoch noch nicht beschlossen. Ich sitze gera­de an der Ausarbeitung eines entsprechenden Papiers dazu.

Welche Schwerpunkte haben Sie und Ihre Kom­militonen sich überhaupt für das nächste Stu­dienjahr gesetzt?

Krekow: Wir sind noch dabei zu sortieren. Klar ist, dass das ProjektKulturzentrum eine wich­tige Rolle spielen wird. Hier gilt es dranzublei­ben und dem studentischen Treffpunkt wirklich Leben einzuhauchen. Im Moment geht es aller­dings erst einmal darum, das von der Stadt ver­sprochene Geld zu bekommen. Potsdam ist im Zugzwang. Natürlich wollen wir aber auch eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit den ausländischen Studierenden erreichen. Hierfür hat sich Rachel Strecker schon im vorigen Jahr sehr engagiert. Ein ganz wichtiger Punkt ist des weiteren die Vorbereitung für die Teilnahme der

Portal 10/02

Sebastian Krekow will sich im neuen AStA vor allem

für eine bessere Information der Potsdamer Uni-Stu­denten und auch für einen intensiveren Kontakt zu den Berliner Studierendenvertretungen einsetzen.

Potsdamer Uni-Studenten an den geplanten bundesweiten Protestaktionen gegen Kürzungen im Bereich Bildung, Wissenschaft und For­schung. Und das sind nur einige der Aufgaben, die wir bewältigen wollen.

Welchen Stellenwert wird die Kooperation mit den Berliner Asten einnehmen?

Krekow: Einen großen. Das ist eine Aufgabe, die offensichtlich in den letzten Jahren stark ver­nachlässigt wurde. Ich kenne viele Mitglieder der Berliner Studierendenvertretungen persönlich, zum Beispiel an der Humboldt-Uni, aber auch an der Freien Uni. Da diese Kontaktpflege in mein Ressort fällt, werde ich sie besonders ernst nehmen. Ich will persönlich hinfahren und das Gespräch suchen. So können wir vielleicht ver­meiden, dass manches gegeneinander läuft. Wir wollen gemeinsame Strategien entwerfen.

Bis auf zwei listenlose Referenten kommen alle anderen von der offene(n)linke(n)liste, die bei der Wahl antrat. Das bietet Angriffsfläche. Wie wollen Sie dem entgehen?

Krekow: Das Problem ist uns bewusst. Aber wir wollen mit unserem Engagement die Interessen aller Kommilitonen vertreten, enge polititische Grenzen überwinden. Deshalb habe ich mich zum Beispiel als listenloser Bewerber für ein Mandat aufstellen lassen. Ich bin überzeugt, dass

Foto: Fritze

wir im Sinne der Durchsetzung wichtiger stu­dentischer Belange aller Studierenden eine gute Arbeit leisten werden.

Sie wollen Einfluss nehmen auf die interne Hochschulpolitik. Das setzt ein gutes Verhältnis zur Uni-Leitung voraus. Hatten Sie schon erste Kontakte?

Krekow: Ja, die gab es bereits. Eine gute Zusammenarbeit liegt uns am Herzen. Es bringt einfach nichts, gegeneinander zu arbeiten. Wenn es sich beispielsweise um Kürzungen in Lehre und Forschung handelt, ist es doch das Interes­se beider Seiten, dem entgegenzuwirken. Gemeinsam geht es besser.

Vielen Dank für das Gespräch

Der neue AStA

Der neue Allgemeine Studierendenausschuss(AStA) der Universität Potsdam arbeitet seit August 2002. Für das Studienjahr 2002/03 gehören ihm insgesamt neun Referentinnen und Referenten an.

Lina Weiß, Biologie

Vorsitzende, Hochschulpolitik extern offenelinkeliste

Sven Brödno, Soziologie/Erziehungswissen­schaften /Psychologie stellvertretender Vorsitzender, Kultur offenelinkeliste

Tamäs Blenessy, Rechtswissenschaften Vorstand, Finanzen

offenelinkeliste

Thomas Zapf, Politikwissenschaft Hochschulpolitik intern offenelinkeliste

Sabine Merkel, Politikwissenschaft Uni-Stadt, Kulturzentrum offenelinkeliste

Niels Gatzke, Politikwissenschaft Soziales und Lebensführung offenelinkeliste

Manuel Schrape, Politikwissenschaft Ökologie und Verkehr

offenelinkeliste

Sebastian Krekow, Physik Information und Kommunikation listenlos

Rachel Strecker, Lehramt Sek. I/II Musik/Geschichte

Internationales

listenlos

Die Sprechzeiten der einzelnen Mitglieder der

Studierendenvertretung sind im Internet unter http://www.asta.uni-potsdam.de zu entnehmen.

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