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(1.1.2019) 11
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Forschung www.uni-potsdam.de/portal/dezo2/forschung

Nur in Geschichte beste Noten

Beim ersten CHE-Forschungsranking konnte die Uni Potsdam kaum Punkte sammeln

Das Fach Geschichte liegt als einziges der Univer­sität Potsdam im ersten bundesweiten Forschungs­ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in der Spitzengruppe. Im Forschungspro­fil zeichnet sich das Fach durch die große Zahl der Publikationen und die Höhe an Drittmitteln aus. Nur zwölf von 54 in die Untersuchung einbe­zogene Fakultäten gehören im Fach Geschichte der leistungsstarken Spitzengruppe an.

Volkswirtschaftslehre der Uni Potsdam noch in die Nähe der Spitzengruppe. Bei den publikationsstärksten Fächern liegen die Potsda­mer VWLer auf dem zehnten Platz in der Spit­zengruppe der zwölf Besten. Das im Profil der

IE den übrigen Fächern kam lediglich die

Uni als renommiert einzuschätzende Fach Psychologie dürfte an seiner vergleichsweise nie­drigen Zahl an promovierten Absolventen gescheitert sein. Während das Fach bei den Publikationen noch in der ersten Hälfte und bei den Drittmitteln noch im zweiten Drittel liegt, erreichte es bei den Promotionen pro Jahr nur einen der letzten Plätze.

Biochips erobern Potsdam

Wissenschaft und Wirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg zusammenzuführen und die Erfahrungen der Biosensorentwicklung mit den Möglichkeiten der Mikrosystemtech­nik zu verbinden, ist ein wichtiges Anliegen des Potsdamer Innovations- und Technologie­Transfers(PITT) der Universität Potsdam. Am 30. Oktober dieses Jahres fand ein Transfer EventBiochip Potsdam 2002, Biosensorik und Biochips- Die Zukunft der Forschung und des Marktes statt, an dem Physiker, Che­miker und Biochemiker der Uni Potsdam beteiligt waren. Der vom PITT initiierte Works­hop mit über 80 Teilnehmern bot Wissen­schaftlern einerseits und den Entwicklern, Pro­duzenten und Vermarktern aus Industrie und Mittelstand andererseits eine Plattform für den Wissens- und Technologietransfer.

Red.

Portal 11-12/02

Es hat sich gelohnt...

Das Forschungsranking des CHE basiert auf der Datenbasis des gemeinsam mit dem Magazin Stern seit fünf Jahren kontinuierlich durchge­führten fächerspezifischen Hochschulrankings. Die im diesem Rahmen erhobenen Daten zu den Studienbedingungen in bisher 25 Fächern an

Nachwuchsgruppe

Foto: Tribukeit

allen deutschen Hochschulen spiegelten bisher jedoch nur die Rangfolge deutscher Universitäts­fächer nach ihren Ausbildungsleistungen wider. Für die neue Studie des CHE, der es vor allem um die Forschungsleistungen der Fächer geht, wurden zunächst elf Fächer aus den bisher 25 untersuchten ausgewählt(Maschinenbau, Elektrotechnik, Betriebs- und Volkswirtschafts­lehre, Anglistik, Germanistik, Geschichte, Erzie­hungswissenschaften, Jura, Soziologie und Psychologie) und auf Basis der vorhandenen Daten aus den letzten Jahren verglichen. Wich­tigste Kriterien für die Bewertung waren dabei die eingeworbenen Drittmittel, die Anzahl der Patentanmeldungen, Promotionen und Publika­tionen sowie eine Professorenbefragung zur Reputation der untersuchten Fakultäten.

Eine zweite Ausgabe des Forschungsrankings für Mathematik, Informatik und Naturwissen­schaften folgt im nächsten Jahr. NoW

Die CHE-Studie im Internet unter http: //www.stern.de/campus-karriere /uniwelt/ ranking abrufbar.

ist

im Emmy Noether-Programm

Unter der Leitung von Dr. Sebastian Braun aus dem Institut für Sportwissenschaft hat an der Universität Potsdam die erste Nachwuchswis­senschaftlergruppe im gegenwärtigen Exzellenz­Programm der Deutschen Forschungsgemein­schaft ihre Arbeiten aufgenommen. Ziel des so genanntenEmmy Noether-Programms ist es, herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wis­senschaftlern, unmittelbar im Anschluss an ihre Promotion über einen insgesamt sechsjährigen Förderungszeitraum die Möglichkeit zu geben, sich zügig für eine Berufung zum Hochschul­lehrer zu qualifizieren. Der Förderungszeitraum ist in zwei Phasen eingeteilt, in einen zweijähri­gen Forschungsaufenthalt im Ausland und in eine vierjährige eigenverantwortliche For­schungstätigkeit im Inland, verbunden mit der Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe und qualifikationsspezifischen Lehraufgaben.

Im Rahmen dieses Programms arbeitete Sebastian Braun für jeweils ein Jahr am Centre for Civil Society der London School of Economics and Political Science(LSE) sowie am Institut de la Recherche sur les Societes Contemporaines des Centre National de la Recherche Scientifique(CNRS) in Paris. Seit dem ı. November 2002 forscht und lehrt er mit seiner Nachwuchswissenschaftlergruppe, die sich aus drei wissenschaftlichen Mitarbei­tern studentischen Hilfskräften zusammensetzt, zum ThemaFreiwillige Ver­einigungen, Bürgergesellschaft und Sozialka­pital. Red.

und

Weitere Informationen sind unter: http://www. uni-potsdam.de/u/asug/emmynoether/ abrufbar.

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