Heft 
(1.1.2019) 11
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Begriffstransfer untersucht

Erste bi-nationale Promotion an der Uni

inen weiteren Er­Fe beim Ausbau

ihrer internationa­len Beziehungen ver­zeichnet die Wirtschafts­und Sozialwissenschaftli­che Fakultät der Uni Pots­dam. Verliehen werden konnte gemeinsam mit französischen Partner, der ansässigen Ecole des Hautes Etudes en Scien­

einem in Paris

ces Sociales, eine bi-natio- ­nale Promotionsurkunde an einen Doktoranden. Es war die erste Promo­tionsurkunde dieser Art an der Universität Pots­dam überhaupt. Thomas Fiegle, der frischgebacke­ne Doktor rerum politica­rum(auf deutscher Seite) und Docteur en sciences sociales(auf französischer Seite), verbrachte über die Hälfte der Zeit seiner Promotion an der französischen Forschungseinrichtung, um seine Dissertation über das ThemaVon derSolidari­te zurSolidarität Der Transfer eines politisch­sozialen Grundbegriffs von Frankreich nach Deutschland zu verfassen.

Das Prinzip einer bi-nationalen Promotion häufig mit dem französischen BegriffCo-tutel­le de these bezeichnet ist es, dass die Partner­einrichtungen einen Vertrag abschließen, in dem sie sich verpflichten, gemeinsam das Pro­

tionsurkunde bekommen.

Thomas Fiegle hat die erste bi-nationale Promo­

>» motionsverfahren durch­° zuführen. Dennoch wird die Arbeit in beiden Län­dern von je einem Dok­torvater betreut. In die­sem Fall war der Betreuer auf Potsdamer Heinz Kleger, Professor für politische Theorie, und auf Pariser Seite Pro­fessor Michael Werner, Forschungsdirektor an der Ecole des Hautes Etu­des des Sciences Sociales und am Conseil National de la Recherche Scien­tifique.

Eine bi-nationale Dis­

Seite

sertation muss in einer Sprache der beteiligten Institutionen und es muss eine aus­führliche Zusammenfas­sung von mindestens 60

verfasst

Seiten in der anderen Sprache erstellt werden. Des Weiteren findet lediglich eine einzige, paritä­tisch aus beiden Ländern besetzte mündliche Prüfung statt. Fiegles Dissertation bewerteten beide Partner übrigens mitsumma cum laude, Herzlichen Glückwunsch! Red.

Die Dissertation von Thomas Fiegle wird auch in der von Prof. Dr. Heinz Kleger herausgegebe­nen ReiheRegion-Nation-Europa im LIT­Verlag Münster-Hamburg erscheinen.

Europapreisträgerin 2002

Die ehemalige Studentin der Universität Potsdam Petra Newrly wurde mit einem der sieben Euro­papreise 2002 ausgezeichnet. Vergeben wird die Ehrung vom Verein Berliner Kaufleute und Indus­trieller(VBKI) für herausragende Dissertationen sowie Diplom-, Magister- beziehungsweise Stu­dienabschlussarbeiten. Petra Newrly studierte Politikwissenschaft an der Uni Potsdam und beendete ihr Studium in diesem Jahr. Für ihre DiplomarbeitTransnationaler Regionalismus.

4°

Foto: privat

Die grenzüberschreiten­| de Zusammenarbeit am Oberrhein ein Beispiel für die Fortentwicklung der europäischen Inte­gration?, die schen auch als Buch erschienen ist, erhielt sie den mit 3.000. Euro dotierten Preis. be

inzwi­

Personalia

www.uni-potsdam.de/portal/dezo2/personalia

Neue Dekanin

Vom Fakultätsrat der Juristischen Fakultät der Universität Potsdam ist die Professorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung, Marianne Andrae, zur neuen Dekanin der Fakultät gewählt wor­den. Die Wissenschaftlerin löst damit Prof. Dr. Wolfgang Mitsch in diesem Amt ab. Als Pro­dekan fungiert nun Prof. Dr. Detlev W. Belling. Die Amtszeit begann am o1. November 2002.

Red.

Wolf-Rüdiger-Bub­Preise verliehen

Die Anstrengungen haben sich gelohnt.

Aus Anlass des Tages der Juristischen Fakultät wurden am 20. November Studierende und Promovenden mit dem Wolf-Rüdiger-Bub­Preis zur Förderung des juristischen Nach­wuchses ausgezeichnet. Seit 1996 stiftet Wolf-Rüdiger Bub den Preis. Er ist neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt auch unternehmerisch tätig. Als beste Studentin wurde Katrin Schreiber geehrt. Sie bestand die erste juristische Staats­prüfung bereits nach acht Semestern mit der Gesamtnotegut. Bester Student ist Sven Flesch, der die erste juristische Staatsprüfung ebenfalls nach acht Semestern mit der Gesamt­notegut beendete. Beste französische Stu­dentin der Universität Paris X-Nanterre im Magister-legum-Studium an der Universität Potsdam im Rahmen des deutsch-französi­schen Studienganges ist Magali Tocco. Sie schloss das Magisterstudium mitsumma cum laude ab. Die Preisträger erhielten jeweils 1.600 Euro. Als beste Promovenden wurden ausgezeich­net: Dr. Katharina Beckemper, Malte Graßhof, Dr. Norbert Janz und Dr. Undine von Diemar. Die Preisträger erhielten jeweils 1.400 Euro. Red.

Portal 11-12/02

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