Optimale
Entwicklung angestrebt
Das Konzept zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Beginn schon bei den Jüngsten.
Seit Jahren gibt es mahnende Stimmen der Verantwortlichen in Wissenschaft und Forschung, die mehr Augenmerk für den wissenschaftlichen Nachwuchs fordern. Fachübergreifend und überregional existieren eine Vielzahl von Problemen. Sie machen auch vor den Toren der Uni Potsdam nicht Halt. Vor diesem Hintergrund wurden an der Hochschule nun die Bemühungen verstärkt, eine Verbesserung der Situation zu erreichen. Auf dem Tisch liegt nun ein Konzept, das den IstZustand beschreibt und konkrete Mittel und Wege anregt, mit deren Hilfe die Situation für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessert werden kann(s. dazu auch Seite 5). Der Senat und zuvor die Senatskommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs stimmten dem unter Mitwirkung aller Fakultäten entstandenen Konzept zu.
n der Universität fehlen Qualifikations
und Promotionsstellen. Eine Ursache
afür sei einerseits der sehr hohe Anteil
von Dauerstellen im akademischen Mittelbau, der sich erst durch die sukzessive Umsetzung des Strukturplanes und die Einrichtung neuer Professuren vermindere. Andererseits habe das Land die Mittel für Promotionsstipendien in den letzten Jahren dramatisch und schmerzhaft redu
ziert. Verwiesen wird auch darauf, dass die Gewinnung von exzellenten Nachwuchswissenschaftlern für die Universität so lange problematisch bleibe, wie in vielen Bereichen ausreichende und langfristige sowie finanziell attraktive Arbeitsmöglichkeiten nicht existieren.
Die Verantwortung für die Förderung und Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist klar umrissen. Sie liegt bei den Fakultäten, die sich nicht nur mit dem Fehlen von befristet zu besetzenden Qualifikationsstellen auseinandersetzen müssen, sondern auch mit dem Fehlen von Mitteln zur Graduiertenförderung.
Mehr noch als bisher will sich die Universität an studierwillige Schüler und Jugendliche wenden. Geplant ist unter anderem der Ausbau der institutionellen Zusammenarbeit zwischen den Schulen in Potsdam und Brandenburg und der Universität. Durch persönliche Betreuungsverhältnisse und eine frühzeitige Einbindung der sich im grundständigen Studium befindlichen Studierenden in wissenschaftliche Projekte soll darüber hinaus später verstärkt eine Grundlage für eine mögliche forschungsorientierte Berufsperspektive geschaffen werden.
Basis für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist jedoch die Doktoranden
Fotos: Fritze
Uni Aktuell
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förderung. Sie müsse durch eine strukturierte, systematische Graduiertenausbildung verbessert und verkürzt werden, lautet es. Die karriereentscheidende Situation allerdings entstünde nach Abschluss der Promotion. Einen besonderen Stellenwert nimmt deshalb an der Uni Potsdam die Einrichtung von zunächst neun Juniorprofessuren in einer Pilotphase ein. In diesem Zusammenhang seien der Status von Nachwuchswissenschaftlern, die keine Juniorprofessur innehätten, die Einbindung der Juniorprofessuren in die Fakultäten, ihre angemessene Ausstattung, die Gestaltung der Zwischenevaluation und der Übergang von der Juniorprofessur zur Professur noch zu klären.
Vorschläge für Umsetzung
Dem Ziel der Universität Potsdam, eine systematische Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses anzustreben, soll nun die Umsetzung von im Konzept festgehaltenen Vorschlägen dienen. Dazu gehört die Förderung einer strukturierten Graduiertenausbildung durch die Etablierung und finanzielle Unterstützung von Doktorandenworkshops oder-seminaren, die alle Fakultäten— soweit nicht schon vorhanden- als Pflichtveranstaltungen durchführen sollen. Auch für Gastwissenschaftler oder kleinere Tagungen könnten projektbezogene Mittel sowohl von der Uni als auch aus Sonderprogrammen kommen, wobei eine Evaluierung des jeweils geförderten Vorhabens vorgesehen ist. Weiter einsetzen will sich die Hochschule für die Grundversorgung mit Literaturerwerbsmitteln der Bibliothek und dafür, dass die im Rahmen der Doktorandenausbildung erbrachten Lehrleistungen auf das Lehrdeputat angerechnet werden können. Im Mittelverteilungsmodell der Universität sollen künftig fachübergreifende Doktorandenseminare und andere Maßnahmen zur strukturierten Graduiertenausbildung sowie die erfolgreiche Einwerbung von Graduiertenkollegs, europäischen Netzwerken und Marie-Curie-Stipendien honoriert werden. Darüber hinaus will man stärkere Anreize schaffen, damit qualifizierte Frauen promovieren. Für Frauen ist auch ein von der Kommission Gleichstellung und Frauenförderung zu entwickelndes Mentoring-Programm avisiert, das sie in wissenschaftliche Netzwerke einführt und den Weg zu Führungspositionen in der Wissenschaft ebnet. Zu den weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen gehören auch die noch stärkere Nutzung exklusiver Förderprogramme für Postdocs, die Umwandlung von Cı-Qualifikationsstellen in Stellen für Juniorprofessuren und andere. pg
Infos im Intranet unter http://www.intern.unipotsdam.de/over/index.htm einzusehen,
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