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(1.1.2019) 03
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TÜV für

attraktive Studiengänge

Tagung über Evaluierung und Akkreditierung von Studiengängen

An Berliner Universitäten wird um Inhalte und Machbarkeit von Bachelor-Studiengängen für Lehrer gestritten. Britische Universitäten weisen Master-Studienbewerber mit deutschem Bachelor­abschluss eventuell zurück. Arbeitgeber und Arbeitsvermittler bewerten manche Hochschulstu­diengänge alsmit der heißen Nadel gestrickt. Da ist es kein Wunder, dass großer Bedarf bezüglich einer konsequenten Durchsetzung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Hoch­schulstudiums besteht national und internatio­nal.

ijesem Anliegen war am 13. und 14. Februar an der Universität Potsdam die

4. Evaluationstagung im Rahmen einer Veranstaltungsreihe Berliner und Brandenbur­ger Hochschulen gewidmet.Evaluation und Akkreditierung: bluffen vereinheitlichen pro­filieren? lautete das etwas provokante Thema, mit dem sich etwa 180 Teilnehmer aus Wissen­schaft und Wirtschaft auseinander setzten.

Über Evaluierungspraktiken im Verbund Norddeutscher Universitäten(Bremen, Greifs­wald, Hamburg, Kiel, Oldenburg und Rostock) informierte auf der Tagung Hamburgs Universi­tätspräsident Dr. Jürgen Lüthje. Er konstatierte Fortschritte in der Qualitätssicherung an den Verbundhochschulen durch ein Evaluierungs­system, das mit einer Selbsteinschätzung des jeweiligen Lehrstuhls beginnt und mit einer Begutachtung durch eine universitätsübergrei­fende(nichtstaatliche!) Kommission fortgesetzt wird. Dann folgt eine gemeinsame Auswer­tungskonferenz, die Profile, Differenzierungen und anderes deutlich macht. Am Schluss wird eine Zielvereinbarung getroffen, die Konsequen­zen zur Sicherung hoher Lehrqualität formuliert. Dass eine solche Verfahrensweise funktionieren dürfte, leuchtete den Tagungsteilnehmern trotz diesbezüglich geringerer Figenerfahrung ein.

So ging es dann auch schnell um Fragen der Akkreditierung. Die Akkreditierung ist ein Bewertungsverfahren für Studiengänge(zu­nächst Bachelor und Master), das am 3. Dezem­ber 1998 von der Kultusministerkonferenz beschlossen wurde. Sie erfolgt anders als die Eva­luierung durch Einschätzung von außen auf der Grundlage von Standards, die ein staatlicher

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Im Interesse Studierender: Bessere Berufschancen

durch qualitätsvolle Studiengänge.

Akkreditierungsrat festgelegt hat. Die erfolgrei­che Akkreditierung ist somit eine Art Zertifikat für einen Studiengang. Dieses Gütesiegel ersetzt frühere schwerfälligere ministerielle Genehmi­gungen.

Die Diskussion auf der Arbeitstagung rankte sich vorwiegend um die Modalitäten solcher Akkreditierungen. Wie Brandenburgs Wissen­schaftsstaatssekretär Dr. Christoph Helm einlei­tend feststellte, seien attraktive Studiengänge anzustreben, die sich durch inhaltliche Aktua­lität als verlässliche Grundlage späterer Berufs­ausübung und durch internationale Vergleich­barkeit auszeichnen.Dabei wird nicht eine Ver­einheitlichung von Leistungen angestrebt, nicht

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Uni Aktuell

www.uni-potsdam.de/portal/apro3/uniaktuell

Spende der Siemens Stiftung

Die Bibliothek der Universität Potsdam bekommt finanzielle Hilfe. Insgesamt 100.000 Euro stellt die Carl Friedrich von Siemens Stiftung der Hoch­schuleinrichtung zur Verfügung. Der Förderbetrag wird ausschließlich für den Ankauf von Büchern verwendet. Die zur Verfügung gestellten Gelder verteilen sich auf drei Fachrichtungen. Dabei han­delt es sich um die Rechtswissenschaft mit 50.000, die Philosophie und die Sozialwissen­schaften mit jeweils 25.000 Euro. Die Siemens Stiftung hat die Universität Potsdam in ihr Biblio­theksförderprogramm aufgenommen und unter­stützte die Universitätsbibliothek bereits im ver­gangenen Jahr finanziell. Red. einer Einengung der Hochschulen das Wort geredet, sondern es geht darum, Studiengänge auf der Grundlage von Mindeststandards einzu­richten und die Hochschulen für die Öffentlich­keit durchsichtig zu machen.

In einer Podiumsdiskussion mit kompeten­ten Wissenschafts- und Wirtschaftsvertretern wurden Reserven bisheriger Akkreditierungsver­fahren verdeutlicht und höhere Anforderungen herausgearbeitet. So sei es erforderlich, nicht nur die Bachelor- und Masterstudiengänge im Blick zu haben, sondern alle etwa 10000 Studiengän­ge zu akkreditieren, sie auf diese Weiseverläss­lich und hochschulübergreifend vergleichbar zu gestalten. Eine Akkreditierung dürfe auch nicht für ewig gelten, sondern müsse regelmäßig kontrolliert und aktualisiert werden.

In der Diskussion machten sich vor allem die Industrievertreter stark. Sie forderten Mitspra­cherecht in den Akkreditierungsgremien, um ihre spezifischen Belange in die Mindeststan­dards für die Bewertung der Studiengänge ein­bringen zu können. Solche Großbetriebe wie die Siemens-Deutschland-AG mit 190000 Beschäf­tigten müssten bei der Einstellung ihrer 11500 Akademiker sicher gehen können, über welches Leistungspotenzial frisch von der Universität kommende Bewerber verfügen. Das würde den Firmen auch eine zielsichere interne Weiterbil­dung der Arbeitskräfte ermöglichen.

Immer wieder kamen in der Podiumsdiskus­sion Akkreditierungsanforderungen aus der Sicht der Globalisierung von Wirtschaft und Wis­senschaft zum Tragen. Hauptanliegen: die inter­nationale Vergleichbarkeit der Studiengänge! Und schließlich ging es auch um die Finanzie­rung der nicht ganz billigenStudiengang­TÜVs. Rentabel wäre es, Evaluierung und Akkreditierung eines Tages zusammenzu­

ak

führen.

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