Heft 
(1.1.2019) 03
Einzelbild herunterladen

Studiosi

www.uni-potsdam.de/portal /apro3/studiosi

Schon früh

den Alltag erleben

Junge Lehramtsstudierende über erste Schulerfahrungen

Das Lehramtsstudium soll professionsorientiert

sein.Angehender Lehrer ist der Student vom ersten Semester an, betonte Prof. Dr. Hermann Saterdag aus rheinland-pfälzischer Sicht anläss­lich des Rektor-Neujahrsempfangs. Hochschul­rektorenkonferenz und der Verband Bildung und Erziehung(VBE) haben nun ebenfalls kon­kretisierend vorgeschlagen,dass ein Praktikum zu Beginn oder vor Aufnahme des Studiums absolviert werden soll.

A m Institut für Grundschulpädagogik der

/A\ Untrersi Potsdam kann man erfahren, £Awie so etwas funktioniert und was es den jungen Studenten bringt. Hier gibt es seit zehn Jahren dasIntegrierte Eingangssemester Pri­marstufe, ein Stück des zum Teilverlosche­nen Potsdamer Lehrerbildungsmodells, das dank der Unbeirrbarkeit, des Engagements und der Durchsetzungsfähigkeit von Professorin Ursula Drews ins 21. Jahrhundert herüber geret­tet wurde. Auf dem diesjährigen Kolloquium Traumberuf Lehrer? am 4. Februar agierten Erstsemestler selbst, die neben ihren regulären Studienverpflichtungen zweimal wöchentlich in Potsdamer Schulen hospitiert und ihre Erkennt­nisse und Erfahrungen in theoretischen Semi­naren diskutiert und vertieft hatten.

Mit spürbarer Begeisterung berichteten sie von ihrer gewachsenen eigenen Zuneigung zu den Kindern. Sie reflektierten Beobachtungen,

Portal 3-4/03

Fotos: Tribukeit

auf welche Weise erfolgreiche Lehrer im Unter­richt die individuellen Eigenarten der Kinder in ihrer Klasse berücksichtigen.Man sollte nicht über den Kindern stehen, sondern sie als ganze Menschen behandeln und ihre Interessen und Wünsche aufgreifen, hatte der Student Janosch erfahren. Ein guter Lehrer zu sein, bedeute auch in die Lebenswirklichkeit der Kinder einzutau­chen, also zum Beispiel Pokemon, Donald Duck, Harry Potter und den Herrn der Ringe zu ken­nen, Häufig wurde derSokratische Eid für Leh­rer zitiert, den der bekannte Bielefelder Labor­pädagoge Hartmut von Hentig formuliert hat. Warum ging eigentlich dasIntegrierte Ein­gangssemester, ein Highlight professioneller, von Motivation getragener Lehrerbildung, uni­versitätsweit verloren, fragten sie sich schließlich. Die jungen Akteure des Kolloquiums am Insti­tut für Grundschulpädagogik dürften mit praxis­geschärftem Blick, mit offenen Augen und Ohren für schulische Angelegenheiten ihr weite­

res Studium absolvieren. ak

> Fortsetzung von S. 30

Das Studentenwerk soll einen Straßenumzug, ein Sommerfest(achte Sitzung) und ein Deutsch­Russisches Projekt fördern. Dies kann über einen Projektmittelfonds in Höhe von ungefähr 70.000 erfolgen, über den das Studentenwerk Potsdam verfügt. Der Straßenumzug mit Konzert am 14. Juni steht unter dem MottoGrenzgängerInnen-Beatz und soll dieÄngste und Vorbehalte gegenüber den hier lebenden ausländischen Menschen abbauen und das Kennenlernen von anderen Kulturen ermöglichen. Das Sommerfest soll anstelle der MTV-Campus­Invasion im letzten Jahr als ein großes Fest der Potsdamer Studierenden gefeiert werden. Das Deutsch-Russische Projekt, noch auf der sieben­ten Sitzung des Studierendenparlaments vorge­stellt, soll russischen Studierenden eine Fahrt nach Potsdam ermöglichen, nachdem sich Pots­damer Studierende an der dortigen Gastfreund­schaft erfreuen durften.

Sven Sygnecka/Präsidium des 5.StuPa

Weitere aktuelle Infos vom AStA der Universität Potsdam und vom Studierendenparlament fin­den diejenigen, die sich für die Arbeit der stu­dentischen Gremien interessieren, im Internet unter: http://www.stud.uni-potsdam.de/ stupa/ und http://www.asta.uni-potsdam.de.

Schulalltag: Was er für die Kinder bringt, hängt vom Lehrer ab.

31