Studiosi
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Schon früh
den Alltag erleben
Junge Lehramtsstudierende über erste Schulerfahrungen
Das Lehramtsstudium soll professionsorientiert
sein.„Angehender Lehrer ist der Student vom ersten Semester an“, betonte Prof. Dr. Hermann Saterdag aus rheinland-pfälzischer Sicht anlässlich des Rektor-Neujahrsempfangs. Hochschulrektorenkonferenz und der Verband Bildung und Erziehung(VBE) haben nun ebenfalls konkretisierend vorgeschlagen,„dass ein Praktikum zu Beginn oder vor Aufnahme des Studiums absolviert werden soll“.
A m Institut für Grundschulpädagogik der
/A\ Untrersi Potsdam kann man erfahren, £„Awie so etwas funktioniert und was es den jungen Studenten bringt. Hier gibt es seit zehn Jahren das„Integrierte Eingangssemester Primarstufe“, ein Stück des zum Teil„verloschenen“ Potsdamer Lehrerbildungsmodells, das dank der Unbeirrbarkeit, des Engagements und der Durchsetzungsfähigkeit von Professorin Ursula Drews ins 21. Jahrhundert herüber gerettet wurde. Auf dem diesjährigen Kolloquium „Traumberuf Lehrer?“ am 4. Februar agierten Erstsemestler selbst, die neben ihren regulären Studienverpflichtungen zweimal wöchentlich in Potsdamer Schulen hospitiert und ihre Erkenntnisse und Erfahrungen in theoretischen Seminaren diskutiert und vertieft hatten.
Mit spürbarer Begeisterung berichteten sie von ihrer gewachsenen eigenen Zuneigung zu den Kindern. Sie reflektierten Beobachtungen,
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Fotos: Tribukeit
auf welche Weise erfolgreiche Lehrer im Unterricht die individuellen Eigenarten der Kinder in ihrer Klasse berücksichtigen.„Man sollte nicht über den Kindern stehen, sondern sie als ganze Menschen behandeln und ihre Interessen und Wünsche aufgreifen“, hatte der Student Janosch erfahren. Ein guter Lehrer zu sein, bedeute auch „in die Lebenswirklichkeit der Kinder einzutauchen, also zum Beispiel Pokemon, Donald Duck, Harry Potter und den‘ Herrn der Ringe’ zu kennen“, Häufig wurde der„Sokratische Eid für Lehrer“ zitiert, den der bekannte Bielefelder Laborpädagoge Hartmut von Hentig formuliert hat. Warum ging eigentlich das„Integrierte Eingangssemester“, ein Highlight professioneller, von Motivation getragener Lehrerbildung, universitätsweit verloren, fragten sie sich schließlich. Die jungen Akteure des Kolloquiums am Institut für Grundschulpädagogik dürften mit praxisgeschärftem Blick, mit offenen Augen und Ohren für schulische Angelegenheiten ihr weite
res Studium absolvieren. ak
> Fortsetzung von S. 30
Das Studentenwerk soll einen Straßenumzug, ein Sommerfest(achte Sitzung) und ein DeutschRussisches Projekt fördern. Dies kann über einen Projektmittelfonds in Höhe von ungefähr 70.000€ erfolgen, über den das Studentenwerk Potsdam verfügt. Der Straßenumzug mit Konzert am 14. Juni steht unter dem Motto„GrenzgängerInnen-Beatz“ und soll die„Ängste und Vorbehalte gegenüber den hier lebenden ausländischen Menschen“ abbauen und das Kennenlernen von anderen Kulturen ermöglichen. Das Sommerfest soll anstelle der MTV-CampusInvasion im letzten Jahr als ein großes Fest der Potsdamer Studierenden gefeiert werden. Das Deutsch-Russische Projekt, noch auf der siebenten Sitzung des Studierendenparlaments vorgestellt, soll russischen Studierenden eine Fahrt nach Potsdam ermöglichen, nachdem sich Potsdamer Studierende an der dortigen Gastfreundschaft erfreuen durften.
Sven Sygnecka/Präsidium des 5.StuPa
Weitere aktuelle Infos vom AStA der Universität Potsdam und vom Studierendenparlament finden diejenigen, die sich für die Arbeit der studentischen Gremien interessieren, im Internet unter: http://www.stud.uni-potsdam.de/ stupa/ und http://www.asta.uni-potsdam.de.
Schulalltag: Was er für die Kinder bringt, hängt vom Lehrer ab.
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