Titel
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Zwischen Uni und Tennisplatz
Ein Tag mit Daniel Monazahian
Immer, wenn Daniel Monazahian in den Fahrstuhl des Hauses ı am Standort Griebnitzsee steigt, überfällt ihn leichte Nervosität. Wie die meisten Menschen vertraut er ihm nicht. Aber wie die meisten Menschen kennt er das Steckenbleiben auch nur aus irgendwelchen Filmen. Der Aufzug ermöglicht ihm einen ungehinderten Zugang zu allen Räumen im größten Haus des Universitätskomplexes, den er als besonders behindertengerecht erlebt. Als Kleinkind erkrankte er an Meningitis, seitdem kann er nicht laufen. Den ersten Rollstuhl erhielt er mit fünf Jahren. Im Jahr 1988 musste seine Wirbelsäule durch zwei Operationen, bei denen Stahlimplantate eingesetzt wurde, begradigt wurden.
=] S ist ein trüber Freitag. Um 7.30 Uhr {| beginnt für den Politik- und Verwaltungsm] wissenschaftsstudenten Daniel Monazahian der letzte Studientag der Woche. Gegen 9.15 Uhr verlässt er das Haus in Kleinmachnow, wo er seit 1999 wohnt, um sich auf den Weg in Richtung Universität zu machen. Um 10.15 Uhr hat er seinen ersten Kurs. Mit etwa zehn Kommilitonen versucht er die Berliner Verwaltungsstrukturen zu verstehen; es geht um Feldbesichtigungen, um Interviewinterpretationen, soziale Räume und natürlich um Bourdieu. Zuvor aber frühstückt er mit seiner Mutter, mit der er in einer Eigentumswohnung im Parterre wohnt und die ihn unterstützt, wo sie kann; auch in Fragen des Studiums. Nicht selten besorgt die pensionierte Technische Zeichnerin ihm notwendige Bücher. Einen Betreuungsstudenten hat Daniel Monazahian nicht. Er wünscht der alten braunen Norwegerkatze einen schönen Tag und wechselt vor
Foto: Fritze
Autofahrer Monazahian: Alles geht blitzschnell.
Portal 5-7/03
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