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(1.1.2019) 1/2
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STUDENTENPRAKTIKA

17 neue Projekte zum grenzüberschreiten­den Austausch wurden den deutschen An­tragstellern im Rahmen des LEONARDO DA VINCI-Programms der Europäischen Union bewilligt. Rund 1.200 Praktikanten können im Programmbereich Hochschule-Wirtschaft, für den der Deutsche Akademische Aus­tauschdienst(DAAD) gemeinsam mit der Ar­beitsgemeinschaft Industrieller Forschungs­gemeinschaften(AIF) Koordinierungsstelle in Deutschland ist, gefördert werden.

Das LEONARDO DA VINCI-Programm bie­tet 1998/99 deutschen Projektnehmer rund 2,9 Mio. ECU(ca. 5,7 Mio. DM), um Praktikan­ten ein Stipendium zahlen zu können. Damit stehen Deutschland nach Frankreich die mei­sten Fördermittel(3,3 Mio. ECU, ca. 6,5 Mio. DM) zur Verfügung. Die wichtigsten Partner­länder sind Frankreich, Großbritannien, Spa­nien. Bemerkenswert ist auch die Beteiligung der neuen Partner in Mittel- und Osteuropa. Polen, Ungarn und Tschechien sind von deut­scher Seite besonders gefragt.

Ein Nachholbedarf besteht europaweit im Personalaustausch zwischen Hochschulen und Unternehmen. Noch gibt es für dieses Programm zu wenige Anträge. Bewerbungs­schluß zur Beteiligung an der Antragsrunde ist der 23. März 1999. Weitere Informationen beim DAAD, Arbeitsstelle EU, Kennedyallee 50, D-53175 Bonn, Tel. 0228/882 257, Fax 0228/ 882 551, E-mail: steinmann@daad.de. DAAD

MEHR BAFÖG-EMPFÄNGER

1997 wurden in Brandenburg 8.475 Schüler und 6.559 Studierende nach dem Bundes­ausbildungsförderungsgesetz(BAföG) ge­fördert. Wie das Landesamt für Datenverar­beitung und Statistik Brandenburg mitteilt, waren das 1.727 Empfänger mehr als im Vor­jahr. Die Zunahme resultiert vor allem aus dem Anstieg der Leistungsempfänger an den Berufsfachschulen. Die finanziellen Auf­wendungen erhöhten sich 1997 um sechs Prozent auf ein Gesamtvolumen von 57,9 Mill. DM. Der durchschnittlich gezahlte Monatsbetrag für Studierende liegt jetzt bei 570 DM, für Schüler bei 472 DM. LDS

FULBRIGHT-STIPENDIEN 1999/2000

Die Fulbright-Stiftung vergibt Stipendien für Studierende, die es an amerikanische Hoch­schulen zieht. Interessenten mit Studienab­schluß können die Bewerbungsunterlagen bis zum 1.2.1999 bei der Fulbright-Kommis­sion, Theaterplatz 1A, 53177 Bonn, anfor­dern. Informationen über das Stipendienpro­gramm liegen auch im Akademischen Aus­landsamt der Uni aus oder können im Inter­net unter http://www.uni-bonn.de/Fulbright. Germany abgerufen werden. PM

NEU ERNANNT

Zu den in der letzten Zeit für die Universität Potsdam ernannten Pro­fessoren gehört Prof. Dr. habil. Stefan Chri­stoph Saar. Er beklei­det eine Professur für Bürgerliches Recht und a Rechtsgeschichte in der Juristischen Fakul­tät. Der 1954 in Wetzlar/Lahn Geborene stu­dierte von 1976 bis 1980 Rechtswissenschaf­ten an der Philipps-Universität Marburg/ Lahn: Anschließend arbeitete er von 1981 bis 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Rechtsgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Dem schloß sich bis 1985 ein Referendariat im Oberlandesgericht Bezirk Hamm an. Nach dem Ersten Junstischen Staatsexamen 980 legte er das Zweite 1987 ab. Mit der Arbeit ‚Versorgungsausgleich und Beamten­versorgung promovierte der Jurist 1988 an der Universität Münster. In der Zeit von 1989 bis 1994 war Saar wissenschaftlicher Assi­stent am Institut für Deutsche und Europäi­sche Rechtsgeschichte Germanistische und Kanonistische Abteilung dieser Univer­sität sowie Gastdozent an der Katholieke Universiteit Nijmegen/Niederlande, wo er von 1997 bis 1998 eine Gastprofessur inne­hatte. Ebenfalls in Münster habilitierte er sich 1996 mit der ArbeitEhe- Scheidung Wiederheirat. Zur Geschichte des Ehe- und Ehescheidungsrechts in Westeuropa vom 5. Jahrhundert bis zum Ausgang des Mittelal­ters. Seine Ernennung zum Hochschuldo­zenten erfolgte dort 199%. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Bürger­liches Recht mit dem Schwerpunkt Familien­recht, Deutsche und Europäische Rechtsge­schichte mit den Schwerpunkten Familien­und Eherecht sowie Strafrechtsgeschichte. Auch Forschungen zur Rechtsgeschichte Brandenburg-Preußens im 17. und 18. Jahr­hundert mit europäischen Bezügen zählen zu den künftigen Schwerpunkten. B.E:

Außerplanmäßige Professuren

Die Philosophische Fakultät I verlieh Dr. habil. Gabriele Blell und Dr. habil. Brigit­te Krück aus dem Institut für Anglistik und Amerikanistik außerplanmäßige Profes­suren. Damit werden ihre Leistungen bei der Entwicklung der Potsdamer Anglistik in Lehre und Forschung gewürdigt.

Gabriele Blell wurde 1957 in Radeberg geboren. Sie studierte von 1976 bis 1980 an der Pädagogischen Hochschule Potsdam Englisch und Russisch(Diplomlehrerin).

Dem schloß sich dort Ma bis 1983 ein post-/ graduales Forschungs­studium im Wissen­schaftsbereich Engli­sche/Amerikanische Literatur an. 1984 pro­movierte sieZur ge­sellschaftlichen Funk­ion und ästhetischen Form im Frühwerk Er­nest Hemingways(1923-1929). Anschlie­Bend war sie im Wissenschaftsbereich Eng­ische Sprachausbildung tätig. Mit der SchriftMotivation und Fremdsprachen­unterricht mit Jüngeren Erwachsenen habi­litierte sich Gabriele Blell 1992 an der Uni Potsdam. Gegenwärtig vertritt sie die Pro­essurFremdsprachendidaktik, Zu ihren Forschungsinteressen gehören das Lehren und Lernen von Fremdsprachen im univer­sitären und schulischen Bereich, die Arbeit mit literarischen Texten sowie medienüber­greifende Untersuchungen,

1 Foto: privat

Die 1944 in Bad Klo­sterlausnitz/Thürin­gen geborene Brigit­te Krück studierte von 1963 bis 1967 Englisch und Rus­sisch(Lehramt) an der Pädagogischen. Hochschule Potsdam. S Dieses Studium wur- S de ergänzt durch den

Abschluß eines Externstudiums mit dem Ergebnis Diplomlehrer für Englisch. An­schließend arbeitete Brigitte Krück bis 1972 als Lehrerin in Kleinmachnow. Danach be­gann sie im Bereich Englische Sprachwis­senschaft und Sprachpraxis, 1976 im Be­reich Methodik des Englischunterrichts in Potsdam zu arbeiten. Dort promovierte sie 1981 zum ThemaGrundlagen der Motiva­tion und ihre Bedeutung für die Effek­tivierung des Englischunterrichts unter be­sonderer Berücksichtigung der Lehrertä­tigkeit. Mit der ArbeitEinheitlichkeit und Differenzierung historische Grundlagen, theoretische Positionen und praktische Schlußfolgerungen für die Gestaltung im Englischunterricht habilitierte sie sich 1986. Seit 1988 ist sie Hochschuldozentin. Zu den Forschungsschwerpunkten der Wissen­schaftlerin zählen die leseorientierte Litera­turdidaktik und bilinguales Lehren. B.E.

RUF

Einen Ruf hat erhalten:

Prof. Dr. Jörg Rüpke, Philosophische Fakul­tät I der Universität Potsdam, auf eine C4­Professur für Vergleichende Kultursozio­logie, insbesondere Religionssoziologie an der Universität Erfurt,

PUTZ 1-2/99

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