STUDENTENPRAKTIKA
17 neue Projekte zum grenzüberschreitenden Austausch wurden den deutschen Antragstellern im Rahmen des LEONARDO DA VINCI-Programms der Europäischen Union bewilligt. Rund 1.200 Praktikanten können im Programmbereich Hochschule-Wirtschaft, für den der Deutsche Akademische Austauschdienst(DAAD) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Industrieller Forschungsgemeinschaften(AIF) Koordinierungsstelle in Deutschland ist, gefördert werden.
Das LEONARDO DA VINCI-Programm bietet 1998/99 deutschen Projektnehmer rund 2,9 Mio. ECU(ca. 5,7 Mio. DM), um Praktikanten ein Stipendium zahlen zu können. Damit stehen Deutschland nach Frankreich die meisten Fördermittel(3,3 Mio. ECU, ca. 6,5 Mio. DM) zur Verfügung. Die wichtigsten Partnerländer sind Frankreich, Großbritannien, Spanien. Bemerkenswert ist auch die Beteiligung der neuen Partner in Mittel- und Osteuropa. Polen, Ungarn und Tschechien sind von deutscher Seite besonders gefragt.
Ein Nachholbedarf besteht europaweit im Personalaustausch zwischen Hochschulen und Unternehmen. Noch gibt es für dieses Programm zu wenige Anträge. Bewerbungsschluß zur Beteiligung an der Antragsrunde ist der 23. März 1999. Weitere Informationen beim DAAD, Arbeitsstelle EU, Kennedyallee 50, D-53175 Bonn, Tel. 0228/882 257, Fax 0228/ 882 551, E-mail: steinmann@daad.de. DAAD
MEHR BAFÖG-EMPFÄNGER
1997 wurden in Brandenburg 8.475 Schüler und 6.559 Studierende nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz(BAföG) gefördert. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg mitteilt, waren das 1.727 Empfänger mehr als im Vorjahr. Die Zunahme resultiert vor allem aus dem Anstieg der Leistungsempfänger an den Berufsfachschulen. Die finanziellen Aufwendungen erhöhten sich 1997 um sechs Prozent auf ein Gesamtvolumen von 57,9 Mill. DM. Der durchschnittlich gezahlte Monatsbetrag für Studierende liegt jetzt bei 570 DM, für Schüler bei 472 DM. LDS
FULBRIGHT-STIPENDIEN 1999/2000
Die Fulbright-Stiftung vergibt Stipendien für Studierende, die es an amerikanische Hochschulen zieht. Interessenten mit Studienabschluß können die Bewerbungsunterlagen bis zum 1.2.1999 bei der Fulbright-Kommission, Theaterplatz 1A, 53177 Bonn, anfordern. Informationen über das Stipendienprogramm liegen auch im Akademischen Auslandsamt der Uni aus oder können im Internet unter http://www.uni-bonn.de/Fulbright. Germany abgerufen werden. PM
NEU ERNANNT
Zu den in der letzten Zeit für die Universität Potsdam ernannten Professoren gehört Prof. Dr. habil. Stefan Christoph Saar. Er bekleidet eine Professur für Bürgerliches Recht und a Rechtsgeschichte in der Juristischen Fakultät. Der 1954 in Wetzlar/Lahn Geborene studierte von 1976 bis 1980 Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg/ Lahn: Anschließend arbeitete er von 1981 bis 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Deutsche Rechtsgeschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Dem schloß sich bis 1985 ein Referendariat im Oberlandesgericht Bezirk Hamm an. Nach dem Ersten Junstischen Staatsexamen 980 legte er das Zweite 1987 ab. Mit der Arbeit ‚Versorgungsausgleich und Beamtenversorgung“ promovierte der Jurist 1988 an der Universität Münster. In der Zeit von 1989 bis 1994 war Saar wissenschaftlicher Assistent am Institut für Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte— Germanistische und Kanonistische Abteilung dieser Universität sowie Gastdozent an der Katholieke Universiteit Nijmegen/Niederlande, wo er von 1997 bis 1998 eine Gastprofessur innehatte. Ebenfalls in Münster habilitierte er sich 1996 mit der Arbeit„Ehe—- Scheidung— Wiederheirat. Zur Geschichte des Ehe- und Ehescheidungsrechts in Westeuropa vom 5. Jahrhundert bis zum Ausgang des Mittelalters“. Seine Ernennung zum Hochschuldozenten erfolgte dort 199%. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Bürgerliches Recht mit dem Schwerpunkt Familienrecht, Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte mit den Schwerpunkten Familienund Eherecht sowie Strafrechtsgeschichte. Auch Forschungen zur Rechtsgeschichte Brandenburg-Preußens im 17. und 18. Jahrhundert mit europäischen Bezügen zählen zu den künftigen Schwerpunkten. B.E:
Außerplanmäßige Professuren
Die Philosophische Fakultät I verlieh Dr. habil. Gabriele Blell und Dr. habil. Brigitte Krück aus dem Institut für Anglistik und Amerikanistik außerplanmäßige Professuren. Damit werden ihre Leistungen bei der Entwicklung der Potsdamer Anglistik in Lehre und Forschung gewürdigt.
Gabriele Blell wurde 1957 in Radeberg geboren. Sie studierte von 1976 bis 1980 an der Pädagogischen Hochschule Potsdam Englisch und Russisch(Diplomlehrerin).
Dem schloß sich dort Ma bis 1983 ein post-/ graduales Forschungsstudium im Wissenschaftsbereich Englische/Amerikanische Literatur an. 1984 promovierte sie„Zur gesellschaftlichen Funkion und ästhetischen Form im Frühwerk Ernest Hemingways(1923-1929)“. AnschlieBend war sie im Wissenschaftsbereich Engische Sprachausbildung tätig. Mit der Schrift„Motivation und Fremdsprachenunterricht mit Jüngeren Erwachsenen“ habilitierte sich Gabriele Blell 1992 an der Uni Potsdam. Gegenwärtig vertritt sie die Proessur„Fremdsprachendidaktik“, Zu ihren Forschungsinteressen gehören das Lehren und Lernen von Fremdsprachen im universitären und schulischen Bereich, die Arbeit mit literarischen Texten sowie medienübergreifende Untersuchungen,
1 Foto: privat
Die 1944 in Bad Klosterlausnitz/Thüringen geborene Brigitte Krück studierte von 1963 bis 1967 Englisch und Russisch(Lehramt) an der Pädagogischen. Hochschule Potsdam. S Dieses Studium wur- S de ergänzt durch den
Abschluß eines Externstudiums mit dem Ergebnis Diplomlehrer für Englisch. Anschließend arbeitete Brigitte Krück bis 1972 als Lehrerin in Kleinmachnow. Danach begann sie im Bereich Englische Sprachwissenschaft und Sprachpraxis, 1976 im Bereich Methodik des Englischunterrichts in Potsdam zu arbeiten. Dort promovierte sie 1981 zum Thema„Grundlagen der Motivation und ihre Bedeutung für die Effektivierung des Englischunterrichts unter besonderer Berücksichtigung der Lehrertätigkeit“. Mit der Arbeit„Einheitlichkeit und Differenzierung— historische Grundlagen, theoretische Positionen und praktische Schlußfolgerungen für die Gestaltung im Englischunterricht“ habilitierte sie sich 1986. Seit 1988 ist sie Hochschuldozentin. Zu den Forschungsschwerpunkten der Wissenschaftlerin zählen die leseorientierte Literaturdidaktik und bilinguales Lehren. B.E.
RUF
Einen Ruf hat erhalten:
Prof. Dr. Jörg Rüpke, Philosophische Fakultät I der Universität Potsdam, auf eine C4Professur für Vergleichende Kultursoziologie, insbesondere Religionssoziologie an der Universität Erfurt,
PUTZ 1-2/99
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