PROF. MICHEL VERSTORBEN
Am 02, Januar 1999 verstarb Prof. Dr. Georg Michel im Alter von 72 Jahren. Er gehörte von 1956 bis 1992 der Pädagogischen Hochschule und jetzigen Universität Potsdam an. Er ‚Bf l Ä war ein national und international ausgewiesener und anerkannter Germanist, der auf dem Gebiet der Kommunikationslinguistik wirkte. Seine Forschungen wiesen eine stark anwendungsbetonte Orientierung auf. Vielen Generationen von Deutschlehrern ist daher sein Name in guter Erinnerung. Georg MiCchel promovierte 1964 mit einer Arbeit zu den sprachlichen Bedingungen der Wortwahl, die Habilitation im Jahre 1970 widmete sich Problemen der Stiltypologie. 1971 wurde er zum ordentlichen Professor für Deutsche Sprache der Gegenwart berufen. In der Textlinguistik und Stilistik hat der Wissenschaftler die nationale und internationale Wissenschaftsentwicklung maßgeblich mitbestimmt. Unmittelbar vor seinem Tod beendete er ein Manuskript für ein Buch, in dem er sich erneut stilanalytischen Fragen zugewendet hat. Wer ihn dabei erleben konnte, weiß, wie intensiv er noch einmal gearbeitet hat, um auch heutigen Studentengenerationen einen wissenschaftlich qualifizierten und verständlich geschriebenen„Ratgeber“ für stilistische Analysen in die Hand geben zu können. Vielen Angehörigen der Universität ist Georg Michel persönlich bekannt durch sein Wirken in verschiedenen Bereichen der Wissenschaftsorganisation. Sie haben ihn kennen- und schätzengelernt als einen überaus kollegialen Menschen, der Freundlichkeit ausstrahlte, dessen Humor beliebt war, der aber vor allem für seine Studenten, für seine Kolleginnen und Kollegen sowie für seine zahlreichen Schülerinnen und Schüler im In- und Ausland ein hilfsbereiter, verständnisvoller und zuverlässiger Partner war.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Germanistik
Ausgeschieden
Die Universität Potsdam verlassen hat: Barbara Stietzel(Institut für Geoökologie, 31.12.1998).
Maria Pichottka vertritt Ausländer
Maria Pichottka aus dem Institut für Germanistik der Uni Potsdam ist zur ersten Vorsitzenden der jetzt gegründeten„Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Brandenburgs“(AGAB) gewählt worden. Es handelt sich dabei um die erste demokratisch gewählte Landesorganisation in den neuen Bundesländern. Das Vertretungsorgan der ausländischen Bevölkerung setzt sich aus gewählten Vertretern kommunaler Ausländerbeiräte zusammen. Die gebürtige Ungarin ist zugleich Vize-Vorsitzende des Bundesausländerbeirates. B.E.
Frauen-Info
Was machen die Gleichstellungsbeauftragten an den Universitäten? Dies und vieles mehr läßt sich im Frauen-Info 2/98 nachlesen, das im Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Uni Potsdam, Uni-Standort Am Neuen Palais, Haus 06 kostenlos erhältlich ist. Neben Beiträgen zur Frauenförderung und zur Frauenforschung wird das Projekt „Frauenuniversität 2000“ behandelt. Der Erfahrungsbericht einer Potsdamer Studentin über ihren Auslandsaufenthalt und den anschließenden Kampf um die Anerkennung ihrer Studienleistungen ist gleichermaßen lesenswert. Zg.:
WENN DIE ARBEIT KRANK MACHT
Betriebsärztin Dr. med. Renate Heuchert
Verglichen mit Chemiefabriken, Kernkraftwerken oder Baustellen ist die Universität Potsdam kein besonders gefährlicher Arbeitsplatz. Trotzdem hat auch hier eine Arbeitsmedizinerin ihr Wirkungsfeld. Dr. Renate HeuChert betreut die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Universität, die zu einem groBen Teil Büro- und Computerarbeit leisten. Die Arbeit am Bildschirm belastet die Augen. Die mangelnde Bewegung kann zu Rückenschmerzen und Verspannungen führen. Außerdem untersucht sie die Gärtner und Gärtnerinnen des Botanischen Gartens auf Atemwegserkrankungen und allergische Reaktionen und begutachtet zusammen mit der Sicherheitsingenieurin Helga Krieger die Laboratorien der naturwissenschaftlichen Disziplinen. Mitarbeiter an infektionsgefährdeten oder lauten Arbeitsplätzen werden ebenso präventiv untersucht wie solche, die mit radioaktiven Präparaten umgehen. Besondere Bedeutung kommt der Betreuung von schwerbehinderten Arbeitnehmern und der Beratung von Schwangeren zu.
Feste Sprechstunden hat Renate Heuchert wegen der verstreuten Standorte der Uni nicht. Über Telefon können Termine oder Begehungen eines Arbeitsbereichs vereinbart werden. Die Arbeitsmedizinerin hält auf Wunsch auch Vorträge über Rückenbeschwerden, ihre Ursachen und wie man ihnen vorbeugen kann.„Der beste Bürostuhl hilft nichts, wenn einer falsch darauf sitzt und sich den ganzen Tag nicht bewegt“, sagt Heuchert. Der Arbeitskreis„Ge
Die Betriebsärztin Dr. Renate Heuchert. Foto: privat
sundheitsförderung in der Universität Potsdam“, in dem auch Renate Heuchert aktiv hat deshalb attraktive Angebote konzipiert: Gymnastikkurse im Anschluß an die Bürozeiten sind jetzt schon gut besucht. Wichtig ist Heuchert auch die Suchtprävention. Denn oft„funktionieren“ Alkoholiker oder Tablettensüchtige noch jahrelang an ihrem Arbeitsplatz. Ihre Kollegen wagen es aus vermeintlicher Diskretion nicht, diese auf ihr Problem hin anzusprechen. Sie machen sich so zum Komplizen der Sucht, anstatt um Rat zu fragen, wie sie damit umgehen könnten.
Überhaupt sei das menschliche Miteinander, die Kommunikation auf allen Ebenen, die Mitarbeiterführung, der Umgang mit Lob, Tadel und Leistungsanerkennung heute ein zentrales Thema in der Arbeitsmedizin, erklärt Heuchert. Mißstände in diesem Bereich können sich unter anderem auch in einem hohen Krankenstand äußern. Krank machen heute weniger die physischen als vielmehr die psychischen Belastungen, die mit der Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes enorm angestiegen sind. Deshalb ist Ausspannen und die Seele baumeln lassen wichtig. Vielleicht auch aus diesem Grund ist eines von Renate Heucherts Hobbies die Reisemedizin. Wer nach Kenia, Indonesien oder in ein anderes fernes Land fliegen will, kann sich hier fachkundigen Rat holen.
Dr. med. Renate Heuchert ist erreichbar unter Tel. 0172/3216004(Handy) oder 0331/ 748 86 32 sowie per Fax 0331/748 86 21. ar
Astrid Gernhardt verstorben
Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb am 27. Dezember 1998 die Studentin Astrid Gernhardt. Es trauern um sie ihre Freunde und Mitstudenten, der Fachschaftsrat Jura, EL$A, das Dekanat der Juristischen Fakultät, der Bereich von Prof, Dr. Uwe Hellmann.
PUTZ 1-2/99
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