Lange& Köppen: Daten zur Biologie und Ökologie einer Mäusebussardpopulation
Vichel
Google Earth
2020 Google
Manker
Lentzke
Protzen
4 km
Ferbellin
59
69
Langen
A
N
Tarmow
Abb. 1: Das im UG Fehrbellin zu großflächigem Grünland meliorierte Niedermoor ist durch Baumreihen, zumeist Pappeln, ein Netz von Gräben und kleinen Gehölzen weitläufig strukturiert( Satellitenbild Google Earth 2020). The fen in the Fehrbellin study area, which has been meliorated into extensive grassland, is extensively structured by rows of trees, mostly poplars, a network of ditches and small copses( satellite image Google Earth 2020).
etwa bei 52° 49'24"/ 12° 43'27" liegt. Naturräumlich ist es bestimmt von der Lage im Niederungsgebiet zwischen Elbe und Oberlauf der Havel , einem ehemals weiten Sumpfgebiet, aus dem nur die sogenannten Ländchen, mehr oder minder große Inseln mit mineralischen Böden, herausragten ( LUTZE 2014). Das UG liegt im westlichen Teil des zu diesem Niederungsgebiet gehörenden Rhinluches nördlich bzw. westlich der Stadt Fehrbellin . Im Norden wird es durch die Orte Dammkrug, Walchow, Protzen und Manker begrenzt, im Süden durch Fehrbellin und Lentzke( Abb. 1).
Das Gebiet wird von einem Vegetationstyp beherrscht, der in den 1970er Jahren mit dem Ziel einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung durch Weidebetrieb( Mähweide) bzw. Heu- und Grassilageproduktion angelegt wurde. Standörtliche Grundlagen der aktuellen Vegetation sind die ursprünglich rein organischen, inzwischen unterschiedlich stark mineralisierten Niedermoorböden in Kombination mit einem kurzfristig und kleinteilig steuerbaren Wasserregime mittels eines Systems von Haupt- und Nebengräben. Die Vegetation besteht flächendeckend aus Grünland auf Parzellen unterschiedlicher Größe( 10 bis 50 ha), die jeweils von Baumreihen, zumeist Pappeln ( Populus spec.) mit bodennahen Gebüschen, ge
säumt sind. Diese Gehölzstreifen wurden vor 40 bis 50 Jahren zu Windschutzzwecken angepflanzt. Eingestreut sind zudem kleinere Gehölzgruppen und Solitärbäume als vermutliche Reste der vor der umfassenden Melioration des Gebietes in den 1970er Jahren vorhandenen Vegetation( Abb. 2).
Die wichtigsten Gewässer im UG sind der Rhinkanal, der Große Schleusengraben und der Rhingraben. Alle anderen wasserführenden Formen sind Meliorationsgräben, die im Sommer niederschlagsarmer Jahre trockenfallen können. Die Geländehöhe beträgt im Durchschnitt 34m über N.N.
Die Jahresmitteltemperatur beträgt im UG bei 9,2° C. Die mittlere Anzahl von Sommertagen ( Tage mit erreichter Lufttemperatur ≥ 25° C) liegt bei 65 pro Jahr, die von Frosttagen( Tage mit Temperaturminimum< 0° C) bei 59. Die Jahressumme der Niederschläge beläuft sich im langjährigen Mittel auf 535 mm( DWD Deutscher Wetterdienst Station Neuruppin).
3
3.1
Methoden und Material Datenerfassung im Feld
Das UG wurde im Zeitraum 2010 bis 2020 alljährlich mit annähernd gleicher Intensität bearbeitet.