Heft 
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Otis 31( 2024)

Abb. 6: Schreiadler- Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Ihre genaue Zahl bleibt unklar, da es im Verbreitungs­gebiet der Art keinerlei Kollisionsmonitoring gibt. Das zentrale Foto zeigt den Vogel oben links als Brutvogel zwei Monate vor seinem Tod. Fotos: Archiv Vogelschutzwarte, lebender Adler: M. Runze.

Lesser Spotted Eagle casualties under wind turbines. Their real number stays in the dark, as there is no colli­sion monitoring in the range of the species. The soaring eagle in the centre is the one left above as a territorial male two months before its death.

gelschutzwarten der beiden Länder unterstützt. Ziel ist die Herstellung eines günstigen Erhaltungszu­standes der Groẞtrappe. Hierfür sollen die Bestände in den drei verbliebenen Brutgebieten weiter stabili­siert und ein viertes Gebiet wiederbesiedelt werden. Zu den Maßnahmen zählen Auswilderungen, die Verbesserung der Lebensraumbedingungen durch eine angepasste Landnutzung, die Erhöhung des Bruterfolges und Senkung der Mortalität, die Si­cherstellung der Konnektivität der Teilpopulationen und die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Großtrappenschutz. All dies erfolgt auch vor dem Hintergrund der Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft insgesamt sowie insbesondere für weitere gefährdete Offenlandarten wie Brachvogel und Kiebitz.

Für die Wiesenweihe wird zunächst eine Machbarkeitsstudie erstellt, koordiniert vom

DDA und dem Bayerischen Landesbund für Vo­gel- und Naturschutz( LBV ) für alle Bundeslän­der mit Wiesenweihen- Vorkommen. Ziele und Schwerpunkte der Arbeit sind die Feststellung der aktuellen Bestandssituation und Brutverbreitung, die Bildung eines bundesweiten Netzwerks mit einem Kommunikationssystem zur Gewinnung zusätzlicher Ehrenamtlicher, die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, die Konzeption und Etab­lierung eines Monitoringsystems und die Analyse des bundesweiten Lebensraumpotenzials( DDA 2024). Diese Studie soll die Grundlage für ein na­tionales Artenhilfsprogramm für die Wiesenweihe mit konkreten Schutzmaßnahmen bilden. Ziel ist es, diese schon in der Saison 2025 zu beginnen. Das ist vor allem vor dem Hintergrund dessen ehr­geizig, dass nahezu alle Bundesländer am Projekt beteiligt sind. Den ehrenamtlichen Wiesenweihen­