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Heilpädagogische Forschung : Zeitschrift für Pädagogik und Psychologie bei Behinderungen
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werden immer wieder diskutiert. Inte­gration ist nach wie vor ein brisantes und weit verbreitetes Diskussions-, geradezu ein Modethema. Tabelle 2 läßterkennen, daß das breite Inhaltsspektrum der Ver­haltensgestörtenpädagogik insgesamt nicht gleich verteilt in den Aufsätzen vertreten ist. Die Herausgeberzielvor­gabe, daß alle Bereiche vertreten sein sollen, scheint für die Verhaltensgestör­tenpädagogik damit nicht eingelöst wor­den zu sein.

Daß es bei den unterschiedlichen Fach­zeitschriften auch unterschiedliche The­menpräferenzen gibt, geht aus Tabelle 3 hervor.

Bei der Vierteljahresschrift für Heilpäd­agogik und ihre Nachbargebiete befindet sich die Kategorie /nstitutionen an erster Stelle. Bei allen anderen Zeitschriften tritt diese Kategorie erst an 5. bzw. 6. Stelle auf. Diese hohe Position erklärt sich v.a. durch den gehäuft auftretenden ThemenschwerpunktHeim. Die Kate­gorie /ntegration, steht nur bei der Son­derpädagogik an erster Stelle, und das in einer Größenordnung von 25% aller in der Sonderpädagogik erschienen Arti­

kel. Die an zweiter Position stehende Kategorie /nterventionen enthält weni­ger als die Hälfte der Sonderpädagogik­Beiträge, nämlich nur 11.1%. Die Kate­gorien Schule für Verhaltensgestörte, Ätiologie, vergleichende Sonderpädago­gik, Verbreitung von Verhaltensstörun­gen, Elternrecht, berufliche Aspekte sind in der Vierteljahresschrift für Heilpäd­agogik und ihre Nachbargebiete über­haupt nicht repräsentiert. Damit kann ausgesagt werden, daß die Zielsetzung der Vierteljahresschrift für Heilpädago­gik und ihre Nachbargebiete, alle Berei­che zu berücksichtigen, für die Fachrich­tung Verhaltensgestörtenpädagogik nicht erreicht wird. Auch die Forderung, der Interdisziplinarität und der Thematisie­rung der Nachbargebiete verstärkt Raum zu geben, kann kaum als erfüllt angese­hen werden, wenn man die geringen Fre­quenzen in den Kategorien Verhaltens­gestörtenpädagogik im Kontext, Ätiolo­gie, Mehrfachbehinderung betrachtet.

Die Sonderpädagogik ist hinsichtlich der ersten Präferenzen der Vierteljahres­schrift für Heilpädagogik und ihre Nach­

Herbert Goetze& Uta Gatzemeyer+ Verhaltenssgestörtenpädagogik im Spiegel der Fachzeitschriftenliteratur

bargebiete ähnlich, wie sie auch sonstein ihr ähnliches Inhaltsprofil aufweist. Die hohe Zahl an Integrationsartikeln steht in einem Zusammenhang mit der Absicht der Sonderpädagogik, wie sie im Unter­titel zum Ausdruck kommt, nämlichak ­tuelle Probleme der Behinderten in Schule und Gesellschaft darzustellen. Bekannt­lich hat das Integrationsthema die Fach­diskussion der achtziger Jahre beherrscht. Die hohe Zahl nicht belegter Inhaltskate­gorien(z.B. Verbreitung von Verhal­tensstörungen, Re-Integration, berufli­che Aspekte, Diagnostik) kann auf das seltenere Erscheinen der Sonderpädago­gik zurückgeführt werden.

Der erste Rang bei der Heilpädagogi­schen Forschung wird von dem Thema Interventionenbelegt. Dieses Themastellt miteinem Anteil von 31.6% aller Artikel die bei weitem frequentierteste Katego­rie der Heilpädagogischen Forschung dar. Die Kategorien Zielgruppen und Mehr­fachbehinderung sind mit je 13.2% selte­ner vertreten. Erst an vorletzter Stelle tauchen /ntegration, Institutionen und Ätiologie mit jeweils 5.3% auf. Die Ka­

Tab. 3: Kategorieninhalte in den Fachzeitschriften

VHN

1. Institutionen

3. Interventionen

3. Integration

3. Zielgruppen

5,5. päd. Personal

5,5. Mehrfachbehinderung 7. Strafvollzug

10,5. unterr. Aspekte

10,5. Diagnostik

10,5. Diagnostik

10,5. Überblicksartikel

10,5. VS und VGpäd. im Kontext...

10,5. gesch. Aspekte

10,5. Re-Integration

Sonderpädagogik

1. Integration

2. Interventionen

5. Institutionen

5. Zielgruppen

5. Prävention

5. Sonderpädagogik vergl. 5. Strafvollzug

8,5. Mehrfachbehinderung

8,5. gesch. Aspekte 8,5. gesch. Aspekte 11,5. unterr. Aspekte 11,5. päd. Personal

11,5. Ätiologie 11,5. Elternrecht

ZH

1. Interventionen 2. unterr. Aspekte 3. Integration

4. Prävention

5. Institutionen

6. Zielgruppen 7,5. Strafvollzug 7,5. Diagnostik

10. Verbreitung

10. Verbreitung

10. Re-Integration

10. Mehrfachbehinderung

13. päd. Personal 13. VS und VGpäd. im Kontext... 13. Sonderpädagogik vergl.

16,5. Ätiologie 16,5. gesch. Aspekte 16,5. berufliche. Aspekte

Heilpäd. Forschung

1. Interventionen

2,5. Zielgruppen

2,5. Mehrfachbehinderung

4. päd. Personal

6,5. Institutionen

6,5. Integration

6,5. Ätiologie

6,5. VS und VGpäd. im Kontext...

11. Strafvollzug

11. Strafvollzug

11. Diagnostik

11. Überblicksartikel

11. Verbreitung 11. gesch. Aspekte

BHP

1. Zielgruppen

2. Integration

3,5. Ätiologie

3,5. VS und VGpäd. im Kontext 6. Mehrfachbehinderung

6. Überblicksartikel

6. Institutionen

9,5. Interventionen im Kontext...

9,5. unterr. Aspekte

9,5. unterr. Aspekte

9,5. Sonderpädagogik vergl. 9,5. Eltemrecht

13,5. päd. Personal 13,5. gesch. Aspekte

13,5. Verbreitung

13,5. berufliche Aspekte

VHN= Vierteljahresschrift für Heilpädagogik und ihre Nachbargebiete; ZfH= Zeitschrift für Heilpädagogik; Heilpäd.Forschg.= Heilpädagogische Forschung; BHP= Behindertenpädagogik; VS= Verhaltensstörung; VGpäd= Verhaltensgestörtenpädagogik

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HEILPÄDAGOGISCHE FORSCHUNG Band XVIIL, Heft 1, 1992