Heft 
(2017) 103
Seite
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S. 170 unten und 71 oben. Wichtig. S. 192 und 93. Wille. Die tiefe Ueberzeugung von der Wahrheit dieses seines Grunddogmas lässt ihn an dieser Stelle in die Apo­strophe ausbrechen: ›Dies ist, geberdet euch wie ihr wollt! das Fundament der wahren Philosophie: und wenn es dieses Jahrhundert nicht einsieht; so werden es viele fol­gende. Tempo è galant-uomo! se nessun altro.« Gwinner zitiert hier aus Schopenhauer, Ueber den Willen in der Natur, 2. Auflage, 85 f. und weist darauf hin, dass dieser in sein Handexemplar der 1. Auflage der Welt als Wil­le und Vorstellung folgende Worte Gracians vermerkt habe: »Y si esto no es su siglo, muchos otros le seran.« S. 170 unten und 71 oben ] Gwinner. 7. Was er lehrte , 170 f.: »Die Individualität, lehrt er, inhärire zwar zunächst dem Intellect, der, die Erscheinung abspiegelnd, der Er­scheinung angehöre, welche das principium individuatio­nis zur Form habe; aber sie i n h ä r i r e a u c h d e m W i l l e n; nur in s e i n e r B e j a h u n g, nicht in seiner Verneinung. In dieser Bejahung liege die metaphysische freie That, welche den intelligiblen Charakter begründe. Hieraus folge, dass d i e I n d i v i d u a l i t ä t n i c h t a l l e i n a u f d e m p r i n c i p i o i n d i v i d u tionis beruhe und daher nicht durch und d u r c h b l o s s e E r s c h e i n u n g s e i; sondern dass sie im Dinge an sich, im Willen des Einzelnen wur­zele: denn sein in der Zeit erkannter i n t e l l i g i b l e r C h a r a k t e r s e l b s t s e i i n d i v i d u e l l.« S. 192 und 93 .: Gwinner. 7. Was er lehrte , 192 f.: »Fassen wir das Gesagte zusammen, so ist das eigentliche Wesen und unvergängliche Verdienst seiner Lehre: der überzeugende Nachweis von der nur secundären, nur physischen Bedeu­tung unseres Intellects gegenüber der primären, metaphy­sischen Dignität des ethischen Factors unseres Bewusst­seins. Die uns erscheinende Welt stellt sich in dieser Lehre als ein, man darf sagen zufälliges Mittel zu einem über alle ihre Herrlichkeiten weit erhabenen, transmundanen Zwecke dar. Zugleich aber ist sie uns näher gerückt; denn wir erfahren durch das Medium unseres eigenen Willens die Wirkungsweise der Naturkräfte nunmehr realiter und synergistisch. Auf diesen Brennpunkt seiner Lehre passt das schöne Gleichniss, welches ein Anhänger von dem 29 Fontanes Exzerpte aus Schopenhauer  Delf von Wolzogen 31