SBB St 58, 25, TFA Pa 7,2 [1] j, 6 und TFA Pa 7,2 [1] j, 7 den gesunden Zustand wieder herzustellen. [ li seitlich oben: ] Aber jedenfalls beweist die Entartung nichts gegen die Art. denn das Weib, von den Alten mit Recht sexus sequior genannt, ist keineswegs geeignet, der Gegenstand unsrer Ehrfurcht und Veneration zu seyn, den Kopf höher zu tragen, als der Mann, und mit ihm gleiche Rechte zu haben. Die Folgen dieser fausse position sehen wir genugsam. Es wäre sonach sehr wünschenswerth, daß auch in Europa dieser Nr. 2 des menschlichen Geschlechts ihre naturgemäße Stelle wieder angewiesen und dem Damen-Unwesen, über welches nicht nur ganz Asien lacht, […], ein Ziel gesetzt würde; wovon die Folgen, in gesellschaftlicher, bürgerlicher und politischer Hinsicht, unberechenbar wohlthätig seyn würden.« 39 S. 662. Auch das über den »Verschwendungshang« der Weiber Gesagte, ist nach meiner Meinung grundfalsch. Sie sind im Gegentheil viel ökonomischer als die Männer, sie sind so recht das zusammenhaltende Element, während der Mann erwirbt. Das ganze Kapitel »Über die Weiber« zählt zu dem Schwächsten, was man sich denken kann; es ist das Gequackel eines eigensinnigen, vorurtheilsvollen, persönlich vergrätzten alten Herrn. S. 662 ] Parerga II. 27. Ueber die Weiber. § 384, 662: »Die Eitelkeit der Weiber, selbst wenn sie nicht größer, als die der Männer seyn sollte, hat das Schlimme, daß sie sich ganz auf materielle Dinge wirft, nämlich auf ihre persönliche Schönheit und nächstdem auf Flitter, Staat, Pracht. […] Dies macht sie, zumal bei ihrer geringen Vernunft, zur V e r s c h w e n d u n g geneigt; […] Sollte nicht in Frankreich der seit Ludwig XIII. immer wachsende Einfluß der Weiber Schuld seyn an der allmäligen Verderbniß des Hofes und der Regierung, welche die erste Revolution herbeiführte; deren Folge alle nachherigen Umwälzungen gewesen sind? Jedenfalls ist eine falsche Stellung des weiblichen Geschlechts, wie eine solche an unserm Damenwesen ihr grellstes Symptom hat, ein Grundgebrechen des geselligen Zustandes, welches, vom Herzen desselben aus, auf alle Theile seinen nachtheiligen Einfluß erstrecken muß.« S. 663 etc. Ueber Erziehung. Im Allgemeinen alles sehr wahr. Natürlich sollen die Begriffe aus den Anschauungen (die also vorausgehen müssen) erwachsen; ich glaube aber nicht, daß namentlich bei phantasiereichen Kindern das Lesen von Geschichten und Märchen viel schadet, im Gegentheil. Nur das Hineintrichtern von redensartlichen Sätzen, die in der eigenen Seele fundamentlos sind, ist gefährlich. S. 663 etc. ] Parerga II. 28. Ueber Erziehung. §§ 385–389 . Hier §385, 663: »Der Natur unseres Intellekts zufolge sollen die B e g r i f f e durch Abstraktion aus den A n s c h a u u n g e n entstehn, mithin diese früher daseyn, als jene. Wenn es nun wirklich diesen Gang nimmt […]; so weiß der Mensch ganz gut, welche Anschauungen es sind, die unter jeden seiner Begriffe gehören und von demselben vertreten werden: er kennt Beide genau und behandelt demnach alles ihm Vorkommende richtig. Wir können diesen Weg die natürliche Erziehung nennen. Hingegen bei der künstlichen Erziehung wird, durch Vorsagen, Lehren und Lesen, der Kopf voll Begriffe geFontanes Exzerpte aus Schopenhauer Delf von Wolzogen 41
Heft
(2017) 103
Seite
41
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