Heft 
(2017) 103
Seite
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Signatur SBB St 58, 33, TFA Pa 7,2 [1] j, 8 und Fontane dennoch ohne wirkliche Gegenwart solcher Körper; des­gleichen, in Hinsicht auf das hörbar Gegenwärtige, Ge­räusche, Töne und Laute, ganz und gar gleich den durch vibrirende Körper und Luft in seinem Ohr hervorgebrach­ten, doch ohne die Anwesenheit oder Bewegung solcher S Kw c öe h rlc o ph p eer e .s n Ea h lb a lee u sn e f r ührieurnlidegwtiddeier Quelle des Mißverständnisses, die Realität der Geistererschei­nungen Gesagte durchzieht. Nämlich die Geistererschei­nung stellt sich dar, völlig wie eine Körpererscheinung: sie ist jedoch keine, und soll es auch nicht seyn. Die Unter­scheidung ist schwer und verlangt Sachkenntniß, ja philo­sophisches und physiologisches Wissen. Denn es kommt darauf an, zu begreifen, daß eine Einwirkung gleich der von einem Körper nicht nothwendig die Anwesenheit ei­nes Körpers voraussetze.« S. 242. Unsre Anschauung der Außenwelt ist nämlich nicht blos sensual, sondern hauptsächlich intellektual d.h. (objektiv ausgedrückt) cerebral. Die Erregung zu einem Anschauungsakte geht im Allgemeinen von der Sinnesempfindung aus, aber die Erregung kann auch geistig­von innen kommen und nun früge es sich ob nicht irgend ein etwas geisterhaft von außen gerade so wirken könne, wie jene Erregung geistig von innen kam. S. 242. ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 242: »[], daß nämlich unsere An­schauung der Außenwelt nicht bloß s e n s u a l, sondern hauptsächlich i n t e l l e k t u a l, d. h. (objektiv ausgedrückt) c e r e b r a l ist. Die Sinne geben nie mehr, als eine blo­ße Empfindung in ihrem Organ, also einen an sich höchst dürftigen Stoff, aus welchem allererst der V e r s t a n d, durch Anwendung des ihm a priori bewußten Gesetzes der Kausalität, und der eben so a priori ihm einwohnenden Formen, Raum und Zeit, diese Körperwelt aufbaut. Die Er­regung zu diesem Anschauungsakte geht, im wachen und normalen Zustande, allerdings von der Sinnesempfindung aus, indem diese die Wirkung ist, zu welcher der Verstand die Ursache setzt. Warum aber sollte es nicht möglich seyn, daß auch ein Mal eine von einer ganz andern Sei­te, also von innen, vom Organismus selbst ausgehende Erregung zum Gehirn gelangen und von diesem, mittelst seiner eigenthümlichen Funktion und dem Mechanismus derselben gemäß, eben so wie jene verarbeitet werden könnte? n a c h dieser Verarbeitung aber würde die Ver­schiedenheit des ursprünglichen Stoffes nicht mehr zu er­kennen sein; [].« S. 243. »Alle bisherigen Erklärungen der Geistererschei­nungen sind spiritualistische gewesen; ich versu­che hier eine idealistische Erklärung.« S. 243 .] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 243: »Demnach würden wir auch hier, eben wie bei der Körperwelt, auf die Frage nach dem Verhältniß der Erscheinung zum Dinge an sich geführt 54 54 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes