SBB St 58, 33, TFA Pa 7,2 [1] j, 8 und TFA Pa 7,2 [1] j, 9 derselben gemäß, eben so wie jene verarbeitet werden könnte? n a c h dieser Verarbeitung aber würde die Verschiedenheit des ursprünglichen Stoffes nicht mehr zu erkennen sein; […].« S. 243. »Alle bisherigen Erklärungen der Geistererscheinungen sind spiritualistische gewesen; ich versuche hier eine idealistische Erklärung.« »Ich habe keinen Beruf den Skepticismus der Ignoranz zu bekämpfen, dessen superkluge Gebärden täglich mehr außer Kredit kommen und bald nur noch in England Cours haben werden.« »Wer heutzutage die Thatsache des animalischen Magnetismus und seines Hellsehns bezweifelt, ist nicht ungläubig sondern unwissend zu nennen.« S. 243 .] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 243: »Demnach würden wir auch hier, eben wie bei der Körperwelt, auf die Frage nach dem Verhältniß der Erscheinung zum Dinge an sich geführt werden. Dies aber ist der transcendentale Standpunkt, von welchem aus es sich vielleicht ergeben könnte, daß der Geisterscheinung nicht mehr noch weniger Idealität anhienge, als der Körpererscheinung, die ja bekanntlich unausweichbar dem Idealismus unterliegt und daher nur auf weitem Umwege auf das Ding an sich, d. h. das wahrhaft Reale, zurückgeführt werden kann. Da nun wir als dieses Ding an sich den W i l l e n erkannt haben; so giebt dies Anlaß zu der Vermuthung, daß vielleicht ein solcher, wie den Körpererscheinungen, so auch den Geistererscheinungen zum Grunde liege. Alle bisherigen Erklärungen der Geistererscheinungen sind s p i r i t u a l i s t i s c h e gewesen: eben als solche erleiden sie die Kritik Kants, im ersten Theile seiner ›Träume eines Geistersehers.‹ Ich versuche hier eine i d e a l i s t i s c h e Erklärung. – [….] endlich auch habe ich keinen Beruf den Skepticismus der Ignoranz zu bekämpfen, dessen superkluge Gebärden täglich mehr außer Kredit kommen und bald nur noch in England Cours haben werden. Wer heut zu Tage die Thatsachen des animalischen Magnetismus und seines Hellsehns bezweifelt, ist nicht ungläubig, sondern unwissend zu nennen.« S. 244. Können in unsrem anschauenden Intellekt (Gehirn) anschauliche Bilder entstehn, auchohne daß auf Körper da sind, die auf die äußern Sinne wirken? Ja. Dazu gehört der Traum. Der Traum unterscheidet sich durch die ungemeine Frische, Andauerund gleichsam Faßbarkeit des Bildes, das er giebt vom bloßen Phantasiebilde, das vergleichsweise immer blaß ist. S. 244 .] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 244: »Zunächst nun also frägt sich, ob denn wirklich in unserm anschauenden Intellekt, oder Gehirn, anschauliche Bilder, vollkommen und ununterscheidbar gleich denen, welche daselbst die auf die äußeren Sinne wirkende Gegenwart der Körper veranlaßt, ohne diesen Einfluß entstehn können. Glücklicherweise benimmt uns hierüber eine uns sehr vertraute Erscheinung jeden Zweifel: nämlich d e r T r a u m. Die Träume für bloßes Gedankenspiel, bloße Phantasiebil55 Fontanes Exzerpte aus Schopenhauer Delf von Wolzogen 55
Heft
(2017) 103
Seite
55
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