Heft 
(2017) 103
Seite
58
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Signatur SBB St 58, 36, TFA Pa 7,2 [1] j, 10 leisen Einwirkungen des innern Nervenherdes zu bemerken. Bei Nacht, im Schlaf aber ist dies anders, das Gehirn ruht und nun können vom Gangliensystem heraufsteigende Kräfte, Einflüs­se auf dasselbe einwirken. »Eine Kerze beginnt F zwu o ir n sc t h a n er e iennenb,ewi Neancnhdt ideieAQbeunedlldeärmiemseelnru, dnige eintritt, wir bei Tage nicht hörten, und­die Harfe, die so lange sie gespielt wurde, einen fremden Ton nicht wi­dergiebt, vermag [ li seitlich: ] diesen Ton widerzu­geben, wenn sie still dahängt. denen keine Rechenschaft aus objektiven Gründen sich geben läßt. Beim Einschlafen jedoch, als wo die äußern Eindrücke zu wirken aufhören und auch die Regsamkeit der Gedanken, im Innern des Sensoriums, almälig erstirbt, da werden jene schwachen Eindrücke, die aus dem innern S NW c ee h rg o vee p ,n e hh n ee h re a ar u ud e fe r drdiensgeonr,giamngislcehicehnenLejebdeensg, earuinfgme iMtteolbdaifrikeam­tion des Blutumlaufs, da sie sich den Gefäßen des Gehirns mitteilt, fühlbar, wie die Kerze zu scheinen anfängt, wann die Abenddämmerung eintritt; [] wie eine Harfe von ei­nem fremden Tone nicht widerklingt, während sie selbst gespielt wird, wohl aber, wenn sie still dahängt.« S. 250. Dieser Prozeß d.h. der Einwirkung des Ganglien­systems auf das Sensorium des Gehirns erzeugt alle Träume und der Unterschied zwischen den Abend-, Nacht­und Morgenträumen ist nur der, daß Abends und Morgens die Einwirkungen auf das noch erregte oder wieder munter geworde­ne­Gehirn leicht erfolgen, während in der Nacht, wenn das Gehirn tief ruht, diese Einwirkungen viel stärker sein müssen. Daher sind die, übrigens nur selten vorkommenden prophetischen Träume, immer Nacht-Träume. S. 250.] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 250 unten: »Hier also muß die Ur­sache der Entstehung [] jener beim Einschlafen aufstei­genden Traumgestalten liegen, und nicht weniger die der, aus der absoluten mentalen Ruhe des tiefen Schlafes sich erhebenden, dramatischen Zusammenhang habenden Träume; nur daß sie diesen, da sie eintreten, wann das Gehirn schon in tiefer Ruhe und gänzlich seiner Nutrition hingegeben ist, eine bedeutend stärkere Anregung von innen erfordert seyn muß; daher eben es auch nur diese Träume sind, welche, in einzelnen, sehr seltenen Fällen, prophetische, oder fatidike Bedeutung haben, [].« Träume also sind: schwache Nachhälle aus der Werkstätte des organischen Lebens, die in die sensorielle Thätigkeit des Gehirns eindringen. Träume also sind ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammenhängt , 251: »Also jene schwa­chen Nachhälle aus der Werkstätte des organischen Le­bens sind es, welche in die, der Apathie entgegensinken­de, oder ihr bereits hingegebene, sensorielle Thätigkeit des Gehirns dringen und sie schwach, zudem auf einem ungewöhnlichen Wege und von einer andern Seite, als im Wachen, erregen: aus ihnen jedoch muß dieselbe, [], den Anlaß und Stoff zu ihren Traumgestalten nehmen, so he­terogen diese auch solchen Eindrücken seyn mögen.« S. 251, 52 und 53 lesen bis second sight und Traumorgan. S. 251, 52 und 53 lesen ] Parerga I. Versuch über das Geis­tersehn und was damit zusammenhängt , 251–253, hier 253 f.: »Hinsichtlich auf unsern Hauptgegenstand bleibt die That­sache stehn, daß wir ein Vermögen haben zur anschauli­chen Vorstellung raumerfüllender Gegenstände und zum Vernehmen und Verstehn von Tönen und Stimmen jeder 58 58 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes