Heft 
(2017) 103
Seite
70
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70 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes Signatur Fontane leugnung a priori jeder Möglichkeit dieser Art [] kann auf nichts Anderem beruhen, als auf der Ueberzeugung, daß der Tod die absolute Vernichtung des Menschen sei; es wäre denn, daß sie sich auf den protestantischen Kir­chenglauben stützte, nach welchem Geister darum nicht en S ri c gs h ce o hn p eJ e ina n he h nr a e u kd e ö r ensneirnd,iswcehiel nsieL,egbeemnsäßgedheemgtwenähGrleanudbednerowdeer­Unglauben, entweder dem Himmel mit seinen ewigen Freuden, oder der Hölle, mit ihrer ewigen Quaal, gleich nach dem Tode, auf immer zugefallen seyen []; daher [] alle dergleichen Erscheinung von Teufeln, oder von Engeln, nicht aber von Menschengeistern, herrühren; []. Die katholische Kirche hingegen, welche schon im 6. Jahrhundert, namentlich durch Gregor den Großen, jenes absurde und empörende Dogma, sehr einsichtsvoll, durch das zwischen jene desperate Alternative eingeschobenen Purgatorium verbessert hatte, läßt die Erscheinung der in diesem vorläufig wohnenden Geister, und ausnahmsweise auch anderer, zu; [].« 69 SBB St 58, 45, TFA Pa 7,2 [1] j, 12 und TFA Pa 7,2 [1] j, 13 Der Tod ist die Vernichtung des Menschen. Ist der Mensch aber nicht vernichtet, existirt er noch ir­gendwo und wie, so kann man nicht sagen: es sei unmöglich, daß er seine Existenz manifestire. Hier die ganze Stelle lesen von 311 an, unten letzte Zeile. Ist am Menschen irgend etwas Unzerstörbares, so ist in der That­a priori nicht einzusehn, daß das, was die wundervolle Erscheinung des Lebens hervorbrachte, nach Beendigung derselben zu­jeder Einwirkung auf die noch Lebenden unfähig sein sollte. Nachweise sind aber doch hier so schwer, weil abgesehn von Lüge und Täuschung diese Er­scheinungen doch immer auch noch in die Ka­tegorie der Visionen gehören können, also Ein­wirkung von etwas thatsächlich Vorhandenem (Kleider, Ueberreste) auf das Traumorgan. Ist am Menschen irgend etwas Unzerstörbares ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was damit zusammen­hängt , 313: »Ist hingegen am Menschen, außer der Mate­rie, noch irgend etwas Unzerstörbares; so ist wenigstens a priori nicht einzusehn, daß jenes, welches die wundervol­le Erscheinung des Lebens hervorbrachte, nach Beendi­gung derselben, jeder Einwirkung auf die noch Lebenden durchaus unfähig seyn sollte. Die Sache wäre demnach al­lein a posteriori, durch die Erfahrung, zu entscheiden: Dies aber ist um so schwieriger, als, [], selbst die wirkliche Vision, in welcher ein Verstorbener sich darstellt, gar wohl einer der bis hieher von mir aufgezählten acht Arten ange­hören kann; [].« 70 SBB St 58, S. 315 »Der Charakter und Typus der Geisterer­S. 315 ] Parerga I. Versuch über das Geistersehn und was