Heft 
(2017) 103
Seite
76
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SBB St 58, 50, TFA Pa 7,2 S [1 i ] g j n , a 1 t 4 ur SBB St 58, 51, TFA Pa 7,2 [1] j, 14 ächten, d. h. verdienten Ruhmes ist.« S. 497. Die Stellen über Selbstbewußtsein und das alte Thema »nur die Lumpe sind bescheiden« sind mißlich. Er citirt Shakespeare, der in seinen Sonet­F te o n n b ta e n st e ändig von der Unsterblichkeit seiner Verse spricht. Dies Beispiel ist schlecht. Denn ohne sei­ne Dramen würde sich die Welt schwerlich noch um die »unsterblichen Sonette« kümmern. Sie sind gut, würden aber doch vergessen sein. Das Selbstbewußtsein richtet sich also hier auf Dinge, die desselben allenfalls entrathen konnten. Es ist mehr ein Beispiel dafür: wie man sich irren kann. [Das ganze XX. Kapitel: Ueber Urtheil, Kritik, Bei­fall und Ruhm ist fast ohne Ausnahme mustergil­tig. Freilich spricht er auch hier zu sehr als er und nach allerpersönlichsten Erfahrungen. Für andre stellt sichs günstiger. Aber trotz [ li seitlich: ] dem, es ist schön!] 50 S. 497 ] Parerga II. 20. Ueber Urtheil, Kritik, Beifall und Ruhm . § 248, 494-510, hier 496: »Demgemäß ist die Tugend der Bescheidenheit bloß zur Schutzwehr gegen den Neid S er c f h u o n p d e e n n h w au o e r r den. Daß es allemal Lumpe sind, die auf Be­scheidenheit dringen und sich so herzinniglich über die B e s c h e i d e n h e i t eines Mannes von Verdienst freu­en, habe ich auseinandergesetzt in meinem Hauptwerke. [] S h a k e s p e a r e deklarirt, in vielen seiner Sonette, also wo allein er von sich sprechen konnte, mit eben so viel Sicherheit, wie Unbefangenheit, was er schreibt für unsterblich.« 75 Plauerhof Westhavelland­Gutsbesitzer Wieseke [!]. Fanatischer Anhänger Schopenhauers S. Gwinner S. 71. Prof. Buschmann Pitaval. 51 Gwinner S. 55. Sehr schön und wichtig. S. Gwinner S. 71 ] Gwinner. 3. Wie er aussah , 70 f.: »Die nach einem lebensgrossen Oelgemälde von Julius Lunte­schütz bei Sachse in Berlin erschienene Lithographie hat den Verdienst, die Züge des grossen Denkers zuerst ver­vielfältigt zu haben; den geistigen Gehalt des Kopfes gibt sie nicht wieder. Das ungleich bessere Original befindet sich in den Händen des Gutsbesitzers C. F. Wiesike auf Plauerhof, eines der zahlreichen fanatischen Anhänger unsers Philosophen, der für dies Bild eine besondere Ka­pelle erbaute und dem Meister zu seinem siebenzigsten Geburtstage einen kolossalen silbernen Pokal schickte.« Gwinner S. 55. ] Gwinner. 2. Wie er blühte , 55: Gwin­ner nennt hier Schopenhauers ästhetische Vorlieben und sagt : »Überhaupt war sein ästhetisches Gefühl technisch nicht in dem Maasse begabt, wie es viele seiner Leser vermuthen. Die Schwerkraft seines Geistes lag so ganz auf einer andern Seite, dass es vielmehr zu bewundern ist, wenn er auch nur in einzelnen Gebieten der Aesthetik [] 76 Fontane Blätter 103 Unveröffentlichtes und wenig Bekanntes