18 Ebenda, S 142.
19 Ebenda, S. 142.
20 Zur Geschichte der Familie Wieselte vgl. 150 Jahre Wieseke 1787-1937. Jubiläumsschrift des Hauses F. W. Wieseke, Weinkellerei. Brandenburg 1937 und 275 Jahre Buchdruckerkunst in Brandenburg (Havel). Brandenburg 1939. Von den drei Söhnen des Weingroßhändlers Jakob Justus Wieseke übernahm der zweite die Weinhandlung, der älteste wurde Buchhändler und begründete den bis 1945 bestehenden Verlag Wieseke in Brandenburg. Der dritte Sohn war Karl Ferdinand Wieseke.
21 Zu Franz Ziegler siehe: H. Neumann, Franz Ziegler und die Politik der liberalen Oppositionspartei von 1848—1866. In: FBPG 37, 1925, S. 271 ff., I. Jahn, Franz Wilhelm Ziegler. 1803—1876. Eine Biographie. Ungedr. Diplom-Arbeit Humboldt-Univ. Berlin, Inst. f. deutsche Gesch. 1965 sowie der Jubilar: J. Schobeß, Bürgermeister, Demokrat und Patriot. Brandenburgs Stadtoberhaupt des Jahres 1839: Franz Wilhelm Ziegler, Sohn eines Landpfarrers, ln: Märkische Union, 19. Jg., Nr. 290 vom 13. Dez. 1966.
22 Zur Geschichte von Plauerhof vgl. besonders Dullo, Communalgeschichte der Stadt Brandenburg. Brandenburg 1886, S. 161 ff.; daneben B. Schulze, Neue Siedlungen in Brandenburg 1500—1800. Berlin 1939, S. 64 u. L. Enders, Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil III, Havelland. Weimar 1972, S. 289 f.
23 Wieseke nannte sein Anwesen Margarethenhof nach der Enkelin seines Bruders Jakob Justus Wieseke, des Begründers des Brandenburger Verlagshauses „J. Wieseke“. Offiziell wurde diese Benennung erst 1881, nach dem Tode Wiesekes (vgl. Amtsblatt der Regierung Potsdam von 1881, S. 20).
24 Hermann Wiese erbte nach dem Tode des K. F. Wieseke Plauerhof und Margarethenhof sowie das Vorwerk Kaltenhausen nebst den Ziegeleien. 1896 ging der Besitz an dessen Tochter Margarete (1856—1934) über. Sie war mit dem Hauptmann a. D. Reginald Kreusler, Sohn des Brandenburger Ehrenbürgers Wolrad Kreusler, verheiratet (vgl. K. Boelcke, Wolrad Kreusler, der Dichter von „König Wilhelm saß ganz heiter“. Ein Lebensbild. Brandenburg 1932, S. 17 f.). Zahlreiche Einzelheiten zur Geschichte von Plauerhof sammelte der Brandenburger Heimatforscher Walter Baum, vgl. dessen Manuskript in der Bibliothek des Museums Brandenburg (Kat.-Nr. 8032). Ihm verdankt Verf. zahlreiche Anregungen und Hinweise.
25 Das Grab Wieseke mit dem Obelisken ist noch in Margarethenhof vorhanden. Allerdings sind die Bildnismedaillons zerschlagen und die ganze Anlage ist stark verwahrlost.
26 Brief an Mathilde von Rohr vom 26. März 1874 aus Berlin. In: Fontanes Briefe in zwei Bänden. Erster Band. Aufbau-Verlag Berlin u. Weimar 1968, S. 395 f.
27 H.-H. Reuter, Fontane. Zweiter Band. Verlag der Nation Berlin 1968, S. 648 ff.
28 Th. Fontane, Fünf Schlösser. Altes und Neues aus Mark Brandenburg. Paul Franke Verlag Berlin o. J., S. 155.
Dietrich Sommer (Halle)
Kritisch-realistische Problem- und Charakteranalyse in Fontanes „Mathilde Möhring“
„Mathilde Möhring“ zeigt ähnliche Strukturen und einen verblüffend ähnlichen ideologischen Gehalt wie „Die Poggenpuhls“. Wieder bildet die Grundkonstellation eine allerdings auf Mutter und Tochter reduzierte Familie. Wieder lebt man im wesentlichen von einer Witwenpension und einem kleinen Sparguthaben, das der verstorbene Vater hinterlassen hat. Wieder sind Mutter und Tochter angewiesen auf die Gunst des Hauswirts, der in den Gründerjahren durch Spekulation ein Vermögen gemacht hat. Wieder warten die Mutter und vor allem die Tochter auf eine Heirat, um aus den kleinen Verhältnissen herauszukommen. Und wieder geht vom verstorbenen Vater, einem Buchhalter in einem Kleider-Exportgeschäft, eine Art Vermächtnis aus, das sich in dem Satze: „Mathilde, halte dich