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Vorwurf wegen zu langen Studierend gegen die Gesauuntheit der 1427 nicht erhoben werden kann. Hier läßt uns die Statistik im Stiche und überläßt den Kennern der inneren Verhältnisse das Wort. — Es ist aber noch eine Studentengruppe in dieser Statistik zu erwähnen, 35 Herren, die man in keinem der Jahrgänge unterbringen konnte; denn ihr Alter blieb „unbekannt". *
Mersnch eines „Walional-Ktmanachs für Herrische". Wir haben an dieser^ Stelle die Eintheilung und Einrichtung des von der ersten französischen Republik eingesührten Kalenders, sowie die Benennung der einzelnen Tage desselben mitgetheilt (vergl. „Gartenlaube" 1889, S. 84). Dieser Kalender hat seinerzeit auch in Deutschland Nachahmung gefunden, allerdings in der Beschränkung, daß die frühere Eintheilung des Jahres beibehalten wurde und nur die einzelnen Tage nicht mehr nach Heiligen, sondern nach berühmten deutschen Männern benannt wurden. Der Historiker Ernst Ludw. Posselt, der zu den Ideen der französischen Revolution hinneigte, hat in seinen „Kleinen Schriften" (Nürnberg 1795) den „Versuch eines National-Almanachs für Deutsche" veröffentlicht. Er giebt vor: jedem Monate eine kurze in ungereimten Berszeilen gehaltene Schilderung, in welcher jedem bestimmte Wesenseigenschaften, manchmal allerdings in etwas gewaltsamer Weise, zugetheilt werden. Und zu diesen Eigenschaften sollten auch der Charakter oder die Lebensschicksale derjenigen Personen in einer gewissen Beziehung stehen, nach welchen die Tage des betr. Monats benannt wurden. Wir wählen als Beispiel den November. „Weh! Durch Felsenritzen heult der Nordsturm,
Heulet durch den blätterlosen Wald;
Schaurig beben in den Mitternächten
Der Erschlagnen Geister durch den Wald.
Weh den: Pilger! der: sein böser Engel Solcher Mitternacht entgegenführt:
Paradiese Werder: ihm zu Wüsten;
Seines Lebens Winter kommt so früh.
Jammer! Jammer! fern von seinen Lieben Stirbt er irr des Elends kaltem Arm:
Doch einst tönt des Weltgerichts Posaune;
Dann spricht Gott ihm den gerechtern Spruch."
Dieser: gruselnder: Versen entsprechend sind die Tage des Novembers meist nach Personen benannt, die auf dieser Welt viel ausznsteher: hatten und dieselbe meist aus gewaltsaure Weise verließen. Die vorge- schlagencn Namen lauter:: 1) Kaiser Heinrich IV.; 2) Heinrich der Löwe; 3) Kaiser Philipp vor: Schwaben; 4) Herzog Otto vor: Wittelsbach; 5) Konradin vor: Schwaben; 6) Friedrich vor: Oesterreich; 7) Agnes Peruanerin; 8) Kaiser Adolf von Nassau; 9) Kaiser Albrecht I. von Oesterreich; 10) Günther vor: Schwarzburg; 11) Johannes Hnß; 12) Hieronymus vor: Prag; 13) Friedrich V., Kurfürst von der Pfalz; 14) Wilhelm v. Grumbach; 15) Johann Friedrich, Herzog von Gotha w. Einer: praktischer: Erfolg hatte dieser Vorschlag natürlich nicht.
„Are ktasftsche Huadratnrert'e der Geologie". So wird vor: der: Geologen die Umgegend vor: Oker irr: Harz genannt, und mit Recht, den:: hier stehen wie' aus keinen: andern Flecke der Erde fast alle Schichten der fester: Erdrinde eng zusarnrnengedrängt zu Tage. Mit leichter Mühe kann mar: darum hier einen tiefen Einblick in die wichtigsten Kapitel der Erdgeschichte erlangen. „Mar: kann die etwa 6 Kilometer lange Strecke von: Birkenthale ar: der Oker entlang bis zurr: Sudmerberge das aufgeschlossene Buch der Schöpfungsgeschichte der Erdrinde nennen. Tie Bildungsperioder: derselben sind mit unauslöschlicher Schrift, die man aber nur mit Hammer und Meißel in der Hand entziffern kann, in die Steine, Mergel und Thone eingegraben." So schreibt H. Schucht in seiner „Geo- gnosie des Okerthals" (Harzburg, C. R. Stolles Harzverlag) — einen: Büchlein, welches Geologen zur leichter: Uebersicht und Harzreisender: zur Belehrung dienen soll. *
Kleiner Briefkasten.
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