Heft 
(1906) 32
Seite
687
Einzelbild herunterladen

687

Kunstausstellungsgebäude.

geordnet, wirkt sie mit dem prächtigen Hauptgebäude, den schönen Ausstellungsgebäuden, der reizend gelegenen Talsperre, umrahmt von frischem Waldesgrün, einzig in ihrer Art. Nicht durch die Vielheit, sondern durch die Größe der einzelnen Dar­bietungen wirkt sie. Dies zeigt schon die 22 000 Quadratmeter- große Haupt­halle allein.

Industrie und Gewerbe sind glänzend und groß vertreten.

Böhmens deut­sche Künstler tre­ten zum ersten­mal in geschlos­sener Einheit in einer großan­gelegten Kunst­ausstellung auf.

DasReichen­berger Haus" mit der städti­schen Heinrich- Liebieg-Galerie im Wert von 1 Million Mark und der rück­schauenden Ausstellung bringt außer­ordentlich viel des Guten und Schönen. Die

Lenriette Maybaum,

steht 60 Jahre im Dienst bei einer Familie.

Gesamtansicht.

Von der Deutschböhmischen Ausstellung in Neichenberg i. B.

Land- und Forstwirtschaft wäre selbst als eigene Ausstellung bisher die größte in Böhmen und die Gartenbauausstellung ist eine glänzende ' Leistung der deutschen Gärtnerschaft Böhmens. Die gesamte deutsche Presse des In- und Auslandes hat die Ausstellung deshalb als eine glänzende Tat gewürdigt und die Größe des mit 2^2 Millionen Kronen geschaffenen Werkes sowie dessen nationale, wirtschaftliche und politische Bedeutung und seinen aufklärenden Wert über die hervorragende Stellung der Deutschen in Böhmen voll anerkannt. Dieses Werk, für das die Deutschen freudig begeistert in vier Monaten einen Sicherstellungsfonds von 21/2 Millionen Kronen ausbrachten, ist ein voller und glänzender Erfolg des Deutschtums Böhmens. Gr.

Hrne Iienstveterarnn. (Zu dem nebenstehenden Bildnis.) . . Und wenn es köstlich gewesen ist, dann ist es Müh^ und Arbeit gewesen! Das könnte man über das Leben der alten Frau schreiben, die beinahe zwei Menschenalter ihre Arbeitskraft dem Dienst einer Familie gewidmet hat. Hen­riette Maybaum, so heißt die treue Arbeiterin, wurde 1826 in Hildesheim geboren; zwanzig Jahre später trat sie in den Dienst der Familie Niederstadt, die sie 1854 in eine Oberförsterei in der Nähe von Einbeck begleitete. Als ihr Dienstherr pensioniert wurde, folgte

sie ihm 1882 nach Herzberg am Harz, und als er starb, blieb sie im Dienst seiner Tochter. Vor zwanzig Jahren verlieh ihr unsere Kaiserin das Verdienstkreuz. Die Greisin erfreut sich noch so guter Gesundheit,

daß sie ihrer langen Dienst­zeit wohl noch manches Jahr zulegen wird. KoLtentotten- Montock. (Zu nebenstehendem Bild.) Als

Viehzüchter führen die Hot­tentotten ebenso wie die Herero ein nomadisches Leben. Ihre

Behausungen waren darum ursprünglich zeltartig, so daß Ulan sie leicht auseinander­nehmen und rasch an einen: anderen Ort wieder auf­bauen konnte. Während aber die Herero für diese ihrePon- tocks" Felle

verwendeten, mit denen das Stangengerüst behängen wurde, fertigten

DE

LottenLotten - Pontock in Berseba.