f. Die Pfauen-Insel
g. Charlottenhof und die Friedenskirche.
Eine bereits überarbeitete Liste enthält das Notizbuch A 15, wobei Potsdam auf Position 18 steht und mit folgenden Objekten vertreten ist (die die Reihenfolge verändernden kleinen Buchstaben sind nachträglich von Fontane mit Bleistift dazugeschrieben worden):
Potsdam
a. Das Tabaks-Kollegium
b. Ein Zimmer im Stadtschloß (Fr.W.I.)
e. Die Garnisonkirche und Gruft
c. Sanssouci
d. Lord Mareschals Haus
f. Das Marmor-Palais
g. Die Pfauen-Insel Die Havel-Schwäne
h. Charlottenhof
i. Die Friedenskirche.
Offenbar stellt der hier erstmals vollständig abgedruckte Text die Einleitung für dieses intendierte Potsdam-Kapitel dar, und er läßt vermuten, wie ambitioniert Fontane an die Arbeit gehen wollte. Er rückt das historische Potsdam in Parallele zur klassischen Campagna und sieht sich selbst in der Tradition jener Malergenerationen, die Italien immer neu entdeckten. Doch über die verheißungsvollen Ansätze kam es nicht hinaus. Denn als das Buch im Oktober 1872 mit dem Titel Ost-Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg erschien, fehlten die geplanten Passagen über Potsdam. Sicher haben der Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges, Fontanes Reisen auf die Kriegsschauplätze, seine Gefangenschaft und seine Berichte darüber zur Veränderung der Konzeption beigetragen. Aber auch Fontanes Idee, das Havelland in zwei Teilbänden darzustellen, kann den Fortfall Potsdams mit bewirkt haben. Dem Band Ost-Havelland sollte nämlich ein zweiter folgen: West-Havelland und Brandenburg. Dieser Plan wurde indes aufgegeben, als sich Fontane und sein Verleger Wilhelm Hertz 1873 über die endgültige Gliederung der Wanderungen in vier Bänden und über das geographische Ordnungsprinzip verständigten. Durch den Verzicht auf einen gesonderten Band West-Havelland wurde übrigens auch Brandenburg nicht in die Wanderungen einbezogen.
Der vorliegende Text wird zeichengetreu wiedergegeben, wodurch die Flüchtigkeit der ersten Niederschrift eindrücklich dokumentiert wird (weitgehend fehlende Interpunktion). Wie das Faksimile zeigt, hat Fontane nachträglich einen anderen Anfang dazugeschrieben, was, der besseren Lesbarkeit wegen, am Beginn des dritten Absatzes die Hinzufügung von [Potsdam] erforderte.
Die hier präsentierte Fassung geht über den Text, der in Band VI der Wanderungen-Ausgabe des Aufbau-Verlages von 1991 auf S. 192 veröffentlicht wurde, hinaus, da erst jetzt die Originalhandschrift vom Theodor-Fontane- Archiv erworben werden konnte.
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