Teil eines Werkes 
Grad-Abtheilung 28, Blatt 49 [Neue Nr. 2846] (1903) Gandenitz / geognostisch und agronomisch bearb. durch O. Zeise 1892, 1893 u. 1896
Entstehung
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Oberflächenformen und allgemeiner geologischer Bau des Blattes.

3 Meter Tiefe gelothet, was als ein sehr steiler Abfall bezeichnet werden muss. Dieser Abfall von 2 Meter Vertical- bei 3 Meter Horizontaldistanz entspricht ungefähr dem Böschungswinkel des überseeischen Erosionsabhauges. Das Uferprolil stellt sich schematisch, wie folgt, dar.

Der Abfall wird in grösserer Entfernung vom Ufer wieder weniger steil, dort wurde immerhin in 25 Meter Entfernung von demselben meistens bereits die stattliche Tiefe von 10 Meter gelothet.

Die Hochfläche gehört zum Tlieil bereits der südlichen Abdachung des baltischen Höhenrückens an. Am nördlichen Kartenrande bewegt sich das Gelände noch durchschnittlich zwischen 70 und 90 Meter Meereshöhe und steigt in der Temp­liner Forst nördlich von Gandenitz in den Flieder-Bergen bis zu 100,9 und in den Leiter Bergen bis zu 110 Meter, der höchsten Erhebung auf dem Blatte, an. Südwärts senkt sich die Hochfläche ziemlich schnell und besitzt am Südrande des Blattes nur noch eine mittlere Meereshöhe von 5500 Meter. Die Spiegelhöhe der Seen schwankt zwischen 57,8 Meter (Glam- beck-See) und 47,5 Meter (Röddelin-See) und letztere Spiegel­höhe giebt zugdeich das tiefste auf dem Blatte Gandenitz anzu- treffende Niveau an. Die Hochfläche weist im Allgemeinen nur am Nordrande des Blattes ist das Oberflächenbild stellen­weise ein bedeutend bewegteres eine wellige, unebene Ober­fläche auf, in welche die dieselbe durchziehenden Alluvial-