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"In einer Objekt-Matrix-Organisation kann eine derartige Kompetenzzuordnung beispielsweise so aussehen,
daß das operative Verrichtungssystem einen stärkeren Einfluß auf Verrichtung(wie, wie oft, wieviel), Träger (wer), Sachmittel(womit, wodurch) und Ort(wo) hat, während das objektbezogene Traversalsystem über Objekt (was, woran, warum, wozu), Zeit(wann, wie lange) und Umweltkomponente(woher, wohin) entscheidet". V Bezüglich der einzelnen"W-Fragen" kann somit eine unterschiedliche Ausprägung der"Kompetenzpartizipation" festgelegt werden. Sie kann sich z.B. auf eine Alleinentscheidungskompetenz von Verrichtungs- oder Objektmanager oder auf eine gemeinsame Entscheidungskompetenz beziehen. 2
Grundlegende Bedeutung für die Kennzeichnung von Kompetenzen besitzt das Funktionendiagramm. 3) Es dient der Kennzeichnung der einzelnen Stellen bei der Erfüllung bestimmter Aufgaben, wobei zugleich auch die entsprechenden Kompetenzen beschrieben werden. Das Funktionendiagramm ist somit hinsichtlich der Darstellung der Teilaufgaben bzw. Funktionen mit der Stellenbeschreibung identisch. Außerdem können die Unterstellungsverhältnisse mit angegeben werden, wodurch durchaus erkennbar wird, wer für wen arbeitet und wer mit wem kooperiert. 4)(vgl. Abb. 28)
U apinge(Organisationssysteme) 168. Allerdings kommt bei Brings in der Unterscheidung zwischen Basis- und Traversalstruktur eine Wertung zum Ausdruck, welche hier nicht übernommen werden 8011.
2) Zu derartigen Kompetenzsprofilen vgl. Steiner/Ryan
(Project Management) 26 ff., Brings(Organisations
8ysteme) 170 f.
3) zum Funktionendiagramm vgl. u.a.: Weilemann/Stampa
(Büroorganisation), Ulrich/Staerkle(Organisa
tionsstruktur) 42 ff., Brings(Organisationssysteme)
161-165,
run die einfache Version des Funktionendiagrammes gilt
diese Überlegung jedoch nicht: dort sind keine Über- und
Unterordnungsbeziehungen ersichtlich,