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Der institutionalisierte Konflikt in mehrdimensionalen Organisationsstrukturen ökonomischer soziotechnischer Systeme / vorgelegt von Dieter Wagner
Entstehung
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Die Kompetenzverteilung zwischen den Dimensionen einer mehrdimensionalen Organisationsstruktur kann nun prinzi­piell so vorgenommen werden, daß Verrichtungsstellen im Hin­blick auf die Kosten(z.B. die Fertigungskosten eines Pro­jektes) für das sie verantwortlich sind, bzw. Objektstellen im Hinblick auf den Erfolg(z.B. das Betriebsergebnis pro Geschäftsbereich), für den sie einstehen müssen, über um­fangreichere Kompetenzen verfügen sollten. Dies schließt nicht aus, daß beide Konfliktparteien für bestimmte Entschei­dungen(z.B. bei der Absatzplanung) gesamtverantwortlich

und somit insgesamt gleichberechtigt sind.

In einer zweidimensionalen Geschäftsbereich-(Objekt)/ Zentralbereichs-(Verrichtungen) Matrix ist es somit denk­bar, daß folgende Verteilung von Verantwortlichkeit und Kompetenz vorgenommen wird(vgl. Abb. 30). Sie 1äßt bei grundsätzlichem Gleichgewicht zwischen den Konfliktpartei­en die Möglichkeit offen, daß entsprechend der möglichen Verantwortungszurechnung in bestimmten Grenzen auch eine Kompetenzdominanz möglich ist.