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Die Kompetenzverteilung zwischen den Dimensionen einer mehrdimensionalen Organisationsstruktur kann nun prinzipiell so vorgenommen werden, daß Verrichtungsstellen im Hinblick auf die Kosten(z.B. die Fertigungskosten eines Projektes) für das sie verantwortlich sind, bzw. Objektstellen im Hinblick auf den Erfolg(z.B. das Betriebsergebnis pro Geschäftsbereich), für den sie einstehen müssen, über umfangreichere Kompetenzen verfügen sollten. Dies schließt nicht aus, daß beide Konfliktparteien für bestimmte Entscheidungen(z.B. bei der Absatzplanung) gesamtverantwortlich
und somit insgesamt gleichberechtigt sind.
In einer zweidimensionalen Geschäftsbereich-(Objekt)/ Zentralbereichs-(Verrichtungen) Matrix ist es somit denkbar, daß folgende Verteilung von Verantwortlichkeit und Kompetenz vorgenommen wird(vgl. Abb. 30). Sie 1äßt bei grundsätzlichem Gleichgewicht zwischen den Konfliktparteien die Möglichkeit offen, daß entsprechend der möglichen Verantwortungszurechnung in bestimmten Grenzen auch eine Kompetenzdominanz möglich ist.