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Im Gsten Deutschlands hat sich noch eine Nebenform der Augensibel (Taf. XIV, 7) entwickelt, deren „Augen" auf dem Fuße des Bügels sitzen. Diese Form kommt in der Mark ebenfalls vor, ist aber chronologisch noch nicht so scharf zu fassen wie die bsauptform?)
I. Mäandergefäße.
Das Mäandergefäß von Buchow ist bereits besprochen worden (Abb. 237s. Der Mäander auf dieser Nrne besteht aus einer einfachen Linie; sie ist jederseits begleitet von einer Reihe kleiner Vierecke, die mit einem Rollstempel in den weichen Ton eingedrückt wurden.
V:-, 2---
Abb. 228. Mäandergefäß von Abb. 229. Genaue Darstellung der mäander-
Seelow Märk.Mus. II. 7 H 22 . V- artigen Verzierung auf dem Gefäß von Seelow.
Line Mäanderurne enthielt auch Lebus (Abb. 238, 23ß).
der Fund von Seelow, im Kreise
Abb. 240. Mäandergefäß von Königsberg NM. Slg. Vr. hinden- burg, Großbeeren. Zeitschr. f.
Lthnol. 190s, S. 772 ff. vgl. Taf.
XV, u. 18. Linienmäander.
und durch Mäanderverzierung, kommt während der frühen und mittleren Kaiserzeit vor?)
In der Urne lagen zwei Lisenfibeln mit durchbrochenem Nadelhalter und ebenfalls ein gekrümmtes Messer. Auch dieser Fund steht dem Beginn unserer Zeitrechnung sehr nahe (Taf.. XIV, I—3).
Genau derselben Zeit wie die Mäanderurne gehört ein flaschenartiges Tongefäß an, in dem ein eisernes Sichel messer und eine Lisensibel mit gitterartig durchbrochenem Nadelhalter gefunden wurde (Taf. XIV, 4 u. 5 ).
Die Funde aus der spätesten La-Tone-Zeit und der frühesten Kaiserzeit sind also in erster Linie charakterisiert durch Fibeln mit durchbrochenem Nadelhalter Der Nadelhalter ist bald ganz gefüllt; der Mäander
Den schönsten Mäander
1) Kiekebusch: Einfluß d. röm. Kultur auf die germanische usw. Nebst einem^Anhang: Lhronologie der Augenfibel. Stuttgart, Strecker und Schröder 1908.
2) G. Kossinna: Korrespondenzblatt der deutschen Gesellschaft für Anthrop. 1907, S. isssf.