Teil eines Werkes 
Bd. 3 (1912) Die Volkskunde / von Robert Mielke [u.a.]
Entstehung
Seite
426
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H 26

Im Gsten Deutschlands hat sich noch eine Nebenform der Augensibel (Taf. XIV, 7) entwickelt, derenAugen" auf dem Fuße des Bügels sitzen. Diese Form kommt in der Mark ebenfalls vor, ist aber chronologisch noch nicht so scharf zu fassen wie die bsauptform?)

I. Mäandergefäße.

Das Mäandergefäß von Buchow ist bereits besprochen worden (Abb. 237s. Der Mäander auf dieser Nrne besteht aus einer einfachen Linie; sie ist jederseits begleitet von einer Reihe kleiner Vierecke, die mit einem Rollstempel in den weichen Ton eingedrückt wurden.

V:-, 2---

Abb. 228. Mäandergefäß von Abb. 229. Genaue Darstellung der mäander-

Seelow Märk.Mus. II. 7 H 22 . V- artigen Verzierung auf dem Gefäß von Seelow.

Line Mäanderurne enthielt auch Lebus (Abb. 238, 23ß).

der Fund von Seelow, im Kreise

Abb. 240. Mäandergefäß von Königsberg NM. Slg. Vr. hinden- burg, Großbeeren. Zeitschr. f.

Lthnol. 190s, S. 772 ff. vgl. Taf.

XV, u. 18. Linienmäander.

und durch Mäanderverzierung, kommt während der frühen und mittleren Kaiserzeit vor?)

In der Urne lagen zwei Lisenfibeln mit durchbrochenem Nadelhalter und ebenfalls ein ge­krümmtes Messer. Auch dieser Fund steht dem Be­ginn unserer Zeitrechnung sehr nahe (Taf.. XIV, I3).

Genau derselben Zeit wie die Mäanderurne ge­hört ein flaschenartiges Tongefäß an, in dem ein eisernes Sichel messer und eine Lisen­sibel mit gitterartig durchbrochenem Nadelhalter ge­funden wurde (Taf. XIV, 4 u. 5 ).

Die Funde aus der spätesten La-Tone-Zeit und der frühesten Kaiserzeit sind also in erster Linie charak­terisiert durch Fibeln mit durchbrochenem Nadelhalter Der Nadelhalter ist bald ganz gefüllt; der Mäander

Den schönsten Mäander

1) Kiekebusch: Einfluß d. röm. Kultur auf die germanische usw. Nebst einem^Anhang: Lhronologie der Augenfibel. Stuttgart, Strecker und Schröder 1908.

2) G. Kossinna: Korrespondenzblatt der deutschen Gesellschaft für Anthrop. 1907, S. isssf.