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musik (1726) verwickelte ihn in eine Polemik mit dem berühmten Hamburger Musiker Zoh. Mattheson, der ihm einen Rplrorus OottiuZknsis (1.727) entgegensetzte, worauf Meier in dem Anmaßlichen hamburgischen Oritieus sink «risl (s727) replizierte.
Seine historische und juristische Schriftstellerei kann uns hier nicht interessieren; „am ehesten verschafft man sich einen Begriff von feiner Art aus einer Schrift wie ^irtiquitutos villurnru et villikorum (170h: von einem Meier verfaßt, einem Meier gewidmet, stellt sie Untersuchungen an cts oriZivk nomiuis Nsikri vernque kjus siKuikiautionk und erreicht es, eine einfache Sache zu verwirren und eine Ableitung ab khukstri oräivk mittels des gallischen mar (Mähre!) zustande zu bringen," der Autor ließ auch noch über andere deutsche Namen ähnliche Machwerke vom Stapel. Auch der damaligen Mode der Romanschriftstellerei hat er Tribut gezollt: Die durchlauchtigste Römerin Lesbia (s6Z0) und Die Römerin Delia (s707); beide Merke unter Verarbeitung der Gedichte des horaz und des Tatull wie Tibull! Lin Singspiel „Die siegende Großmut", die Werbung des jungen Heinrich, des Sohnes Heinrich des Löwen, um Agnes von der Pfalz, ist mir leider nicht zugänglich gewesen.
Die Titel der beiden Romane sind für die Zeit und für den Autor gleichermaßen charakteristisch:
Der / Galante Römer / Tibullus / Das ist: / Alle Gedichte dieses berühmten / Lateinischen Poeten / wie auch / des horatius / nebst / Einführung aller Begebenheiten zu Rom / und in denen Römischen provintzen zur Zeit des / Aaysers Augusti / in einen curieusen / Staats- und Liebes- / Roman / vorgestellet / und mit schönen Aupffern gezieret / von / Zmperiali. / Franck- furt und Leipzig / Bey Michael Andreas Fuhrmann 1707. (H20 Seiten.)
Fortsetzung / des / Ersten Theils / des / Tibulli / in einem / Anmuthigen Staats- und / Liebes- / Roman, / Außgeführet / von / Zmperiali. / Franck- furt und Leipzig. (810 Leiten.)
Das /Galante Rom / oder / Tatulli / Des Edlen Römers / und Polen / Liebes-Geschichte / Zn einem anmuthigen Staats- und / Liebes-Roman der galanten Welt zur Ge / müths-Ergötzung vorgestellet und mit / schönen Aupffern gezieret. / Durch / p. (Vignette) Tölln / Bey Zacques le Lincere 17^. (s276 Seiten.)
Die Übersetzungen der Verse der römischen Dichter sind in eine öde Handlung hineingearbeitet/) die mit einer Fülle antiquarischen Arames belastet ist und sich bemüht, alle Einzelheiten der Entwicklung und Verwicklungen bis ins kleinste hinein zu rechtfertigen.
h von etlichen der bekanntesten Gden des ksoraz gebe ich hier die Anfangsverse der Übersetzungen als Probe solcher Dichtungsart:
Llueoenus utuvis säits roZillus:
Maecenas, der auß königlichem Saamen Dort der ksetrurier du deinen Uhrsprung führst,
Mein Burg mein vester Schutz, der du mit Gunst Die Gunst, die fort verewigt deinen Namen . . -
Brandenburgische Landeskunde. Bd. IV.
mich zierst,