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brechungen verloren immer mehr den Charakter eines gerichtlichen Verhörs und bekundeten zuletzt lediglich das Bestreben des Gerichtshofes, sich über diesen interessanten Gegenstand eingehend zu unterrichten.
Inzwischen war die Zeit sehr vorgerückt und der Präsident schloß die erste Verhandlung, nachdem er bemerkt hatte, man werde auf den Gegenstand noch eingehender zurückkommen. Der Angeklagte wurde entlassen. Er ging wieder auf demselben Wege aus seinen Platz zurück, von wo ihn ein Gerichtsdiener in seine Zelle führte.
XII.
Kaiser Paul hatte angeordnet, daß ihm über den Prozeß gegen die geheime Verbindung der Juden, von welcher ihm der Gouverneur Bul- kanow berichtet hatte und besonders über die Aussagen ihres Führers Baruchowttz genauer Bericht erstattet werde. Dieses persönliche Interesse des Kaisers an dem Prozeß hatte auch dasjenige des Geheimen Rates zur Folge, dessen Richter die Untersuchung führten. Sofort nach der ersten Verhandlung ließ sich der erste Vorsitzende zur Berichterstattung beim Kaiser melden und wurde auch sogleich vorgelassen.
„Sie kommen, mir Bericht zu erstatten über die jüdische Geheimverbindung in Weißrußland, Exzellenz, wo hält die Sache?" fragte der Kaiser mit gespanntem Interesse.
„Das Material, das dem Geheimen Rat vorliegt, ist erdrückend, Majestät", rntgegnete der