einem Rätsel, das mir aber bei reiflicher lieber- legung nicht so unlösbar erscheint."
„Und wie denken Sie sich den Vorgang?" fragte der Kaiser gespannt.
„Ich hatte dienstlich etnigemale Veranlassung, den Gefangenen zu sprechen und halte ihn für einen Mann von ungewöhnlicher Klugheit, ja man darf sagen Weisheit. Es wäre daher gar nicht unmöglich, daß sich die Sache so erklärt, wie sie der Gefangene selber erklärt hat.' Er hat die lose eingefügten Platten gesehen und befürchtet, sie könnten dem Drucke des Fußes nach- grben - wenigstens wüßte ich keine andere plausible Erklärung."
„Wenn diese Erklärung zutrifft", bemerkte der Kaiser, „so bekundet sie einen Verstand und einen Scharfblick, wie ich ihn unseren Richtern wünsche. Einen solchen Menschen möchte ich zum Polizeipräsidenten von St. Petersburg haben, er brauchte sich nur taufen zu lassen."
,/Jhn dafür zu gewinnen dürfte schwer fallen. Er hängt mit so ungewöhnlicher Zähigkeit an seinem Judenglauben, daß er nichts genießen wollte, was nicht nach den Gesetzen seines Glaubens hergestellt ist. Mit großer Mühe ist es mir gelungen, ihn zu bewegen, daß er etwas Tee und Brot angenommen hat."
„Ich glaube, nach allem was ich höre, daß hinter dem Menschen ein Geheimnis steckt, hinter das ich kommen möchte. Am liebsten würde ich ihn selber sehen und sprechen- aber ich weiß nicht, wie daS geschehen soll, ohne daß er selbst