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„Das nicht- aber der Gerichtsdiener hat es mir gesagt. Derselbe, der Euch bet Eurem ersten Verhör hinauf- und zurückgeführt hat. Wenn der bei Gericht ein Wort mttzusprechen hätte, dann kämt Ihr frei, er hält Euch für eine Art Engel, vielleicht noch mehr als ich selber. Die Geschichte mit der Gefangenen-Falle, in die Ihr nicht gegangen seid, die hat's ihn: angetan. Aber helfen kann er Euch nicht, so wenig wie ich, und das ist's, was mich so bekümmert."
„Ich danke Euch für Eure große Teilnahme. Es ist wahr, helfen kann nur Gott allein und auf seine Hilfe hoffe ich noch immer. Das Schicksal, das mir bevorsteht, ist hart, besonders wenn ich an meine Frau und meine Kinder denke. Für mich allein würde tch's schon tragen. Mich aber drückt noch etwas anderes, wobei mir Menschen wohl helfen könnten, wenn ich nur wüßte, wie ich's anpacken soll."
„Sagt's nur heraus, und wenn ich Euch dabei dienen kann, dann soll's sicherlich geschehen."
„Daran zweifle ich nicht, und es wäre vielleicht sogar möglich, daß Ihr mir helfen könnt. Ihr begreift, wenn man in einer Lage ist, wie ich es bin, verlangt's einen mehr als sonst nach einem geistlichen Beistand- wenn ich den hier haben könnte, so wäre mir mein heißester Wunsch erfüllt."
„War nicht erst vor wenigen Tagen ein jü- bischer Geistlicher bei Euch, den der Herr Inspektor selbst bei Euch eingeführt hat?"