konnte, verlor das Vertrauen seiner Hintermänner. Sie ließen ihn fallen. Dasselbe Schicksal traf seine Komplizen, welche die Verfolgung des Raw mit Geld unterstützt hatten. Er kam einige Jahre später als Bettler an die Tür des Raw. Dieser ließ ihm eine Gabe reichen, ohne ihn vor sich zu lassen. Die eigenen Söhne Avtgkwrs wanoten sich von ihrem Vater ab und verleugneten ihn, indem sie sich nicht mit dem väterlichen Namen zur Thora aufrufen ließen. Sie wurden eifrige Chassidim und suchten durchihre begeisterte Hingabe an den Chassidismus, das schwere Unrecht zu sühnen, das auf ihrem Vater lastete.
Erst jetzt konnte der Raw in Ruhe und Frieden seine Wirksamkeit in großzügiger Weise entfalten. Sein Geburtsort Loßna, die Stätte seiner bisherigen Wirksamkeit, an der er so viel Herbes zu ertragen hatte, schien ihm jedoch dazu nicht geeignet. Er verließ Loßna nach etwa zwanzigjähriger Tätigkeit und siedelte nach Ladi über. Ladi war eine kleine, kaum 3000 Seelen zählende Stadt im Gouvernement Mohilew. Hier, wo es ihm vergönnt war, in Ruhe die Gaben seines Geistes und Herzens zu entfalten, hat seine Wirksamkeit ihren Höhepunkt erreicht. Er lebt daher vorzugsweise als der „Raw von Ladt" in dem Gedächtnis der Hunderttausende fort, welche heute der Richtung angehören, die sein genialer Geist angeregt und ausgebaut hat. Zur Kenntnis des reichen Innenlebens dieses Großen sind die Jahre des Aufenthalts in Ladi von ganz besonderer Bedeutung.