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Einzelheiten jetzt nicht aufhalten, denn die Zeit drängt. Ich muß gleichzeitig mit dem Obersten Tschernitschew in St. Petersburg sein und bin von Rabbi Moscheh beauftragt, noch vorher um den Rat des Rabbi zu bitten."
„Das eine müßt Ihr mir noch erzählen, wie Rabbi Moscheh zu einer Audienz bei Napoleon kam, wie er den Kriegsplan erhielt und wieso ihm das fast das Leben gekostet hätte,- dann lasse ich Euch ohne Unterbrechung alles weiter berichten, worüber Ihr mich befragen wollt."
„Unser Gesandter in Parts, Fürst Kuraktn, ist ein sehr harmloser Mann, der keineswegs den Schwierigkeiten gewachsen ist, die ein so verantwortungsvoller Posten auf Schritt und Tritt bietet. Aber in richtiger Kenntnis der Sachlage hat ihm unser Kaiser den Kosaken-Oberst Tschernitschew beigegeben, der an Verschlagenheit, Wagmut und Ausdauer kaum von einem anderen übertroffen wird. Mit diesem war Rabbi Moscheh schon von Wilna her sehr gut bekannt und ihn suchte man für den Plan zu interessieren, den französischen Kriegsplan zu erlangen. Die französischen höheren Beamten sind bis zum Kriegsminister hinauf ebenso bestechlich wie die russischen, der Unterschied besteht höchstens darin, daß man in Paris höhere Summen verlangt als bei uns. Aber daran fehlte es nicht. In seinen Verhandlungen, die Tschernitschew mit dem französischen Krtegsminister führte, verhielt sich letzterer anfänglich entschieden ablehnend. Tschernitschew gewann den Eindruck, daß der Minister nur zu