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Der Raw : kulturhistorische Erzählung / von Judäus
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abwarten. Ich werde sie nicht abwarten und noch heute mit den Meinigen Ladt verlassen. Die Zeit drängt. Meine Kundschafter berichten, daß der Feind nur etwa zwanzig Werst von hier entfernt ist."

XXVIII.

An demselben Tage verließ der Raw mit seinen Kindern und deren Familien, im ganzen achtundzwanzig Seelen, sein Heim. Die Umsicht und der Eifer, mit weicherer alle Vorbereitungen traf, lassen sich kaum beschreiben. Die Generäle selber ermutigten ihn zur Flucht und stellten ihm die erforderlichen Passier-Scheine aus, in welchen sie ihn und die Seinigen allen Behörden in wärmster Weise empfahlen. Es war schwer, die erforderlichen Transportmittel zu finden und nur mit großer Mühe gelang es, zwei Wagen aufzutreiben, in welchen die zahlreiche Familie untergebracht werden mußte. Als sie schon ei­nige Werst weit gefahren waren, vermißten sie ein zweijähriges Enkelkind. Sie fuhren wieder zurück und fanden es auf der Straße liegend. Es war in -er dringenden Hast aus dem Wagen gefallen, ohne daß es jemand bemerkt hatte. Glücklicherweise hatte es keinen Schaden genom­men. Sie suchten zunächst Krasnoi auf, woselbst die Generäle Elianow und Newjerowsky statio­niert waren, bei welchen der Raw herzliche Auf­nahme fand. Aber sie waren kaum daselbst an­gelangt es war an einem Freitag, kurz vor Beginn des Elul-Monats als sich die Kunde