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verbreitete, der Feind nähere sich mit 40 WO Mann und 300 Kanonen, welchen die russische Herresleitung nur 8000 Mann mit 18 Kanonen entgegenzustellen hatte,
„Fliehe, heiliger Greis," sprach General New- jerowsky zu ihm, „und zwar in der Richtung von Smolensk. Zieht nur mitten durch unsere Truppen hindurch, meine Empfehlungen sichern Euch freundschaftliche Aufnahme und tatkräftigen Schutz."
Bon dem General zu den Seinen zurückgekehrt, fand sie der Raw in Tränen und Wehklagen aufgelöst angesichts ihrer verzweifelten Lage. Selbst die alte Mutter, die bis jetzt sich allen Anordnungen ihres Sohnes stillschweigend gefügt hatte, erging sich in herzzerreißenden Klagen. Es bedurfte aller entschiedenen Festigkeit, die der Raw gerade in solch kritischer Lage bewahrte, um die Seinigen zu beruhigen und zum Weitermarsch zu bewegen. Kaum hatten sie jedoch die russischen Truppen erreicht, als auch der Feind von der Seite herangezogen kam. Es entwickelte sich ein dreistündiges Gefecht, und sie konnten dem Geschützfeuer nur durch Abbiegen von der Heerstraße und schleunige Flucht in einen seitwärts sich hinziehenden Wald entgehen, wo sie mit einer großen Zahl anderer Flüchtlinge die ganze Schabbosnacht verblieben. Der Raw richtete am andern Morgen seine Schritte nach Smolensk, das dreizehn Werst von ihrem Aufenthalt im Walde entfernt war, trotz des Schabbos. Mit derselben Gewissenhaftigkeit, mit