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Der Raw : kulturhistorische Erzählung / von Judäus
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-er er sonst -ie Heilighaltung des Schabbos be­obachtete, drang er angesichts der drohenden Lebensgefahr jetzt auf feine Verletzung. Am Schabbos Morgen erreichten sie Smolensk, wo­selbst sich damals weder russische noch französische Truppen befanden, denn die russische Heereslei­tung hatte von der unmittelbaren Nähe des Feindes keine Kenntnis. Der Raw machte sofort an maßgebender Stelle Mitteilung vom Stand und der Stärke der feindlichen Mannschaft, so daß im Lauf des Tages 30 000 Mann mit 120 Kanonen sich in Smolensk konzentrierten. Nun war aber ein Verlassen der Stadt zur Unmög­lichkeit geworden und in Verzweiflung über ihre Lage erging sich die Familie in neuen Klagen. Gegen Abend gelang es dem Raw dennoch, die Stadt mit den Seinen zu verlassen und die Straße nach Moskau zu erreichen. Am Sonn­tag wurde die Flucht fortgesetzt, und zwar in Gemeinschaft mit dem Gouverneur von Mohilew, Graf Tolstoi, der den Raw in seinen persönli­chen Schutz genommen hatte. Die französischen Truppen drangen jedoch in Eilmärschen immer weiter vor/ der Raw zog sich unter dem Schutze der russischen Truppen mit seiner Familie immer weiter zurück nach Miasma, Moschaisk in un­mittelbarer Nähe von Moskau.

Am 6. September Erew Roschhaschonoh war die Schlacht vor Borodino, von den Russen die Schlacht an der Moskwa benannt, die mörderischste aller bisher geschlagenen Schlach­ten. Von 110000 Soldaten der Verbündeten,