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die an dieser Schlacht teilnahmen, waren 28 OM Mann gefallen, darunter 17 Generäle. Von 117 000 Russen hatten 59 OM den Tod gefunden, also mehr als die Hälfte, mit 22 Generälen. Gefangene wurden wegen der Erbitterung fast gar keine gemacht.
Jetzt konnte der Siegesmarsch Napoleons nach Moskau nicht mehr verhindert werden. In seiner Verblendung erklärte er, in acht Tagen zu Moskau den Frieden zu diktieren. Der Raw, der sich gut auf das Studium der Kriegskarten verstand, entschloß sich, mit den Seinen in Troiza- Sengia Rosch-Haschono zu verbringen. Dieser Ort liegt nicht an der nach Moskau führenden Hauptstraße, sondern mehrere Werst seitwärts. Aber er lag dem Kriegstheater doch viel zu nahe, als daß nicht feindliche Streifscharen jeden Augenblick zu gewärtigen waren. Es sollten daher nur die beiden Feiertage hier verbracht und dann die Flucht in möglichst weite Ferne fortgesetzt werden. Am Rosch-Haschono selbst fand eine blutige Schlacht in dem benachbarten Moschaisk statt- es war fast die letzte Etappe, die den Feind noch vor Moskau trennte. Ob es der großen Armee gelingen werde, auch Moskau zu besetzen, das war die bange Frage, die alle Gemüter bewegte und die auch durch die Heiligkeit des Rosch-Haschono-Festes nichts von ihrer Schärfe verlor.
Unter bitteren Tränen sprach der Raw zu seinem Sohne, der diese Erlebnisse in einem, wenige Monate später an Meisels gerichteten.