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uns noch im Wortlaut erhaltenen Briefe mitge- telit hat:
„Am Rosch-Haschono fallen die Würfel über die Zukunft aller einzelnen Geschöpfe und sämtlicher Staaten. Wenn wir daher unsere Aufmerksamkeit den staatlichen Umwälzungen zuwenden, die sich vor unseren Augen vollziehen, so haben wir den Kreis nicht verlassen, den gerade Rosch-Haschono um uns zieht. Sonst haben wir es nur in unseren Gebeten ausgesprochen, daß Gottes Richterwalten über Berijos und Medinos, über jede einzelne Kreatur und über jedes Staatswesen an diesem Tage sich erstreckt, aber heute erleben wir's an uns selber, an dem, was wir täglich mit unseren eigenen Augen sehen. Heute wird das Geschick Rußlands entschieden, sowie dasjenige seines Feindes. Es ist mir gar kein Zweifel, daß der Feind auch Moskau nehmen wird, aber mit Moskau wird sein Fall beginnen. Wenn der französische Blutigel sich voll getrunken hat, fällt er wie der gewöhnliche zu Boden. Ob die russische Heeresleitung ihm den Eintritt in Moskau streitig machen wird, weiß ich nicht. Könnte ich ihr einen Rat geben, so würde ich sie beschwören, Moskau ebenso preiszugeben wie bisher die weiten Strecken des russischen Reiches, die der Feind durchzogen und verwüstet hat. Bei Moskau erbleicht sein Stern, nicht früher, deshalb wäre es mir lieber, wenn er heute einzieht als morgen."
„Und wieso bist du dessen alles so sicher?